Huisnes-sur-Mer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Huisnes-sur-Mer
Huisnes-sur-Mer (Frankreich)
Huisnes-sur-Mer
Region Basse-Normandie
Département Manche
Arrondissement Avranches
Kanton Pontorson
Koordinaten 48° 36′ N, 1° 27′ W48.608333333333-1.450277777777835Koordinaten: 48° 36′ N, 1° 27′ W
Höhe 6–38 m
Fläche 6,75 km²
Einwohner 214 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 32 Einw./km²
Postleitzahl 50170
INSEE-Code
Website http://www.huisnessurmer.net/

Deutsche Kriegsgräberstätte am Mont d'Huisnes

Huisnes-sur-Mer ist eine französische Gemeinde mit 214 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) in der Bucht des Mont-Saint-Michel (Abtei) im Département Manche in der Region Basse-Normandie.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Ansiedlung liegt südlich der weiten Salzwiesen, die die Baie du Mont-Saint-Michel säumen, auf etwas höherem Gelände. Die Nachbargemeinden sind Courtils, Servon, Tanis und Pontorson. Die kürzeste Entfernung nach Avranches beträgt 16 km auf der Straße.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort und das umliegende Gebiet waren im Zuge der Operation Cobra im Juli 1944 Schauplatz eines entscheidenden alliierten Durchstoßes. Der Ort selbst wurde am 1. August 1944 durch die 79. US-amerikanische Infanteriedivision von der deutschen Besatzung befreit.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Deutsche Kriegsgräberstätte Mont d’Huisnes befindet sich einige Hundert Meter des Ortskerns. In einen Hügel wurde eine runde Arena von 47 m Durchmesser mit senkrechten Seitenwänden eingelassen. In diesen Seitenwänden befinden sich auf zwei Etagen insgesamt 68 Krypten mit je 180 Einzelgrabstätten.

Im Jahr 1961 wurden durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die deutschen Kriegstoten aus den Départements Morbihan, Ille-et-Vilaine, Mayenne, Sarthe, Loir-et-Cher, Indre-et-Loire, Vienne und Indre hier zusammengeführt. Auch die Toten von den Inseln Jersey, Guernsey, Aurigny und Sark wurden hierher überführt, mit Ausnahme derer, die auf dem Friedhof Fort George in Peter Saint Port auf Guernsey bestattet worden waren. Am 14. September 1963 wurde die Kriegsgräberstätte eingeweiht.

Insgesamt ruhen dort 11.956 Tote. In der Mehrzahl handelt es sich um deutsche Soldaten, die 1944 und 1945 starben. Auch deutsche Tote der Nachkriegsjahre 1946 und 1947 sind im Mont d'Huisnes bestattet, darunter 20 in der Internierung verstorbene Kinder.[1]

Vom nördlichen Rand des Hügels bietet sich ein eindrucksvoller Ausblick über die Salzmarschen und das Wattenmeer hinüber zum Mont-Saint-Michel.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Internetseite des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Mont-de-Huisnes