Huma Abedin

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Huma Abedin (Oktober 2010)

Huma Mahmood Abedin (* 1976 in Kalamazoo, Michigan) ist eine US-amerikanische Politikerin; sie ist eine enge Mitarbeiterin und Vertraute von Hillary Clinton. Abedin war stellvertretende Stabschefin und persönliche Assistentin Clintons als amerikanische Außenministerin von 2009 bis 2013 und sitzt derzeit dem Übergangsteam (transition team) vor, das Clintons politischen Weg nach dem Ende ihrer Ministertätigkeit begleitet.[1]

Familie und Ausbildung[Bearbeiten]

Abedin wurde in Kalamazoo, Michigan, als Tochter der Pakistanerin Saleha Mahmood Abedin und Syed Zainul Abedin (* 1928 in Britisch-Indien, † 1993) geboren; beide arbeiteten als Lehrer. Als sie zwei Jahre alt war, zog ihre Familie mit ihr nach Dschidda in Saudi-Arabien. Ihr Vater war Absolvent der indischen Aligarh Muslim University, später promovierte er zudem an der University of Pennsylvania. Ihre Mutter promovierte ebenfalls an der Universität Pennsylvania und ist derzeit Professorin für Soziologie am Dar Al-Hekma College in Dschidda. Huma Abedin kehrte in die USA zurück und studierte an der George Washington University.[2]

Karriere[Bearbeiten]

Huma Abedin mit Hillary Clinton

Abedin begann im Jahr 1996 als Praktikantin im Weißen Haus zu arbeiten und wurde Hillary Clinton zugewiesen. Seitdem hat Abedin für sie gearbeitet, unter anderem im Außenministerium. 2010 listete sie das Time Magazine bei den „40 under 40“, einer „neuen Generation bürgerlicher Führer“ sowie „aufsteigender Sterne in der amerikanischen Politik“.[3] Bei einer Feier vor der Hochzeit Abedins mit dem Politiker Anthony Weiner sagte Clinton in einer Rede: „I only have one daughter. But if I had a second daughter, it would [be] Huma“.[4] Nach Clintons Ausscheiden aus dem Außenministerium im Januar 2013 leitet Abedin das persönliche Übergangsteam (transition team) Hillary Clintons.[1]

Kontroverse um Islamismus[Bearbeiten]

Im Juni 2012 forderten die republikanischen Kongressabgeordneten Michele Bachmann, Trent Franks, Louie Gohmert, Tom Rooney und Lynn Westmoreland in einem Brief an den stellvertretenden Generalinspekteur des Außenministeriums, Harold W. Geisel, eine Untersuchung über den Einfluss von Personen auf die Außenpolitik, die vermeintlich Verbindungen zur islamistischen Muslimbruderschaft pflegten, darunter auch Abedin. Hierzu wurde eine Studie des Center for Security Policy angeführt, in der behauptet wird, Abedin habe „drei Familienmitglieder – ihr verstorbener Vater, ihre Mutter und ihr Bruder –, die in Verbindung zu Mitarbeitern und/oder Organisationen der Muslimbruderschaft stehen“.[5]

Die republikanischen Politiker John McCain, Lindsey Graham, Scott Brown und Ed Rollins verteidigten Abedin gegenüber diesen Anschuldigungen.[6] Die Familie Abedins musste unter Polizeischutz gestellt werden, als sie infolge dieser Kontroverse von einem (muslimischen) Mann aus New Jersey bedroht wurde.[7]

Privates[Bearbeiten]

Abedin spricht Englisch, Urdu und Arabisch. Am 10. Juli 2010 heiratete sie den damaligen demokratischen Kongressabgeordneten Anthony Weiner. Der Hochzeitsfeier im Oheka Castle in Huntington wohnte auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton bei.[8] Abedin stand zu ihrem Mann, als dieser Mitte 2011 wegen eines Sexskandals von seinem Mandat zurücktrat, und brachte im Dezember 2011 ihren gemeinsamen Sohn Jordan Zain Weiner zur Welt.[9] Als im Juli 2013 bei seinem Comeback-Versuch für die Bürgermeisterwahl von New York weitere Sex-Enthüllungen bekannt wurden, sprach sie ihm in einer Pressekonferenz ihre Unterstützung aus, was mit dem Verhalten ihrer Förderin Hillary Clinton in der Lewinsky-Affäre verglichen worden ist.[10]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Huma Abedin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Raymond Hernandez: Weiner’s Wife Didn’t Disclose Consulting Work She Did While Serving in State Dept. In: New York Times, 16. Mai 2013.
  2. Hillary’s Mystery Aide is of Indian Descent. In: The Times of India, 27. November 2007.
  3. Huma Abedin. In: Time lists.
  4. Huma Abedin, Rep. Anthony Weiner’s Unflappable Wife. In: The Washington Post, 7. Juni 2011.
  5. Michele Bachmann Refuses to Back Down on Claims about Huma Abedin. In: CBS This Morning, 19. Juli 2012.
  6. Bachmann’s Former Campaign Chief – Shame on You, Michele. In: Fox News, 18. Juli 2012.
  7. Huma Abedin Under Police Protection After Threats. In: newser, 23. Juli 2012.
  8. Bill Clinton To Officiate Wedding Of New York Congressman Anthony Weiner, Longtime Hillary Aide Huma Abedin. In: Huffington Post, 9. Juli 2010.
  9. Tara Palmeri, Leonard Greene: Weiner's Wife Gives Birth to Boy. In: New York Post, 22. Dezember 2011.
  10. Eleanor Clift: Huma Channels Hillary. But It’s Unlikely to Save her Husband’s Ridiculous Campaign. In: The Daily Beast, 24. Juli 2013; Karen Tumulty: Weiner Admits More Lewd Conduct, Vows to Stay in New York Mayoral Race. In: Washington Post, 23. Juli 2013.