Digital Humanities

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Das Fach Digital Humanities (engl. für "digitale Geisteswissenschaften") umfasst die Anwendung von computergestützten Verfahren und die systematische Verwendung von digitalen Ressourcen in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Es handelt sich um ein interdisziplinär ausgerichtetes Fach, dessen Vertreter sowohl durch eine traditionelle Ausbildung in den Geistes- und Kulturwissenschaften ausgewiesen sind wie durch ihre Vertrautheit mit einer Reihe von einschlägigen Konzepten, Verfahren und Standards der Informatik. In Deutschland sind das insbesondere Forscher der Computerphilologie, der Historischen Fachinformatik und der Computerlinguistik. Typische Arbeits- und Forschungsfelder sind z.B. digitale Editionen, quantitative Textanalyse, Visualisierung komplexer Datenstrukturen oder die Theorie digitaler Medien.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Zur Begrifflichkeit

Die Begriffe "Digital Humanities", "e-Humanities" und "Humanities Computing" werden synonym verwendet, wobei die beiden ersteren heute gebräuchlicher sind. E-Humanities ist analog zu e-Science gebildet und steht für "enhanced" oder auch "enabled" Humanities.

[Bearbeiten] Wissenschaftsorganisation

Die US-amerikanische Fachorganisation The Association for Computers in the Humanities (ACH), die europäische Association for Literary and Linguistic Computing (ALLC) und die kanadische Society for Digital Humanities / Société pour l'étude des médias interactifs (SDH-SEMI) sind in der Dachorganisation The Alliance of Digital Humanities Organizations (ADHO) zusammengefasst. Mitglied einer dieser Organisationen wird man durch das Abonnement der Zeitschrift Literary and Linguistic Computing, die somit die wichtigste Fachzeitschrift in diesem Feld darstellt. Die ADHO organisiert einmal im Jahr die Konferenz Digital Humanities, die abwechselnd in den USA bzw. Kanada stattfindet oder in Europa. Außerdem vergibt die ADHO alle drei Jahre den Busa Preis für besondere Verdienste in den Digital Humanities.

[Bearbeiten] Themen

Zentrale Themen des geisteswissenschaftlichen Computereinsatzes sind:

[Bearbeiten] Wissenschaftliche Projekte

[Bearbeiten] amerikanische Projekte

[Bearbeiten] deutsche Projekte

[Bearbeiten] Schweizer Projekte

[Bearbeiten] europäische Projekte

[Bearbeiten] Literatur

  • Susan Schreibman, Ray Siemens, John Unsworth: A Companion to Digital Humanities. Oxford 2004. ISBN 978-1405103213. (Google Bücher)
  • Andreas Aschenbrenner, Tobias Blanke, Stuart Dunn, Martina Kerzel, Andrea Rapp, Andrea Zielinski: Von e-Science zu e-Humanities - Digital vernetzte Wissenschaft als neuer Arbeits- und Kreativbereich für Kunst und Kultur. In: Bibliothek. Forschung und Praxis. Bd. 31, Nr. 1, 2007, S. 11–21 (online (PDF)).
  • Peter Haber: Digital Past. Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter. München 2011.
  • Heike Neuroth, Andreas Aschenbrenner, Felix Lohmeier: e-Humanities - eine virtuelle Forschungsumgebung für die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. In: Bibliothek. Forschung und Praxis, 3 (2007), S. 272-279
  • Heike Neuroth, Fotis Jannidis, Andrea Rapp, Felix Lohmeier: Virtuelle Forschungsumgebungen für e-Humanities. Maßnahmen zur optimalen Unterstützung von Forschungsprozessen in den Geisteswissenschaften. In: Bibliothek. Forschung und Praxis, 2/2009
  • Torsten Schrade: Epigraphik im digitalen Umfeld. (URN: urn:nbn:de:0289-2011051816). In: Skriptum 1 (2011), Nr. 1. ISSN 2192-4457. (Artikel unter Creative Commons-Lizenz verfügbar)

[Bearbeiten] Weblinks

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