Hunawihr

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Hunawihr
Wappen von Hunawihr
Hunawihr (Frankreich)
Hunawihr
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Ribeauvillé
Kanton Ribeauvillé
Gemeindeverband Pays de Ribeauvillé.
Koordinaten 48° 11′ N, 7° 19′ O48.1802777777787.3113888888889263Koordinaten: 48° 11′ N, 7° 19′ O
Höhe 228–686 m
Fläche 4,81 km²
Einwohner 590 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 123 Einw./km²
Postleitzahl 68150
INSEE-Code

Hunawihr mit seiner Wehrkirche, umgeben von Weinbergen

Hunawihr (deutsch Hunaweier) ist eine französische Gemeinde mit 590 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie ist Mitglied des Gemeindeverbandes Pays de Ribeauvillé. Auf Grund des intakten Ortsbildes wurde Hunawihr in die Liste der schönsten Dörfer Frankreichs aufgenommen.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Hunawihr liegt in der Oberrheinebene zwischen Riquewihr und Ribeauvillé am Osthang der Vogesen inmitten von Weinbergen an der Elsässer Weinstraße (Route des vins). Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Ballons des Vosges.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 7. Jahrhundert war das heutige Hunawihr Sitz des Stammesherrn Huno. Über dessen Frau Huna existiert die Legende, dass diese am Brunnen unterhalb der Kirche die Wäsche der Kranken wusch. Ihr Grab in der Dorfkirche entwickelte sich im Laufe des Mittelalters zu einem Wallfahrtsort. 1520 wurde Huna heiliggesprochen.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 518 523 521 537 503 511 591

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Bei der kleinen, burgähnlichen gotischen Kirche St.Jakobus (St. Jacques) aus dem 14. Jahrhundert (im 16. Jahrhundert renoviert) wurde mit dem Ziel, eine Wallfahrtskirche zu schaffen, der Kirchenraum mehrmals erweitert. Das untere Geschoss des massiven Kirchturms wurde mit Fresken, einem spätgotischen Chor und einer steinernen Kanzel ausgestattet. Die Wehrmauer aus dem 12. Jahrhundert bot der Bevölkerung Schutz bei Angriffen. Die Kirche ist eine Simultankirche: in ihr finden katholische und evangelische Gottesdienste statt. Die Kirchturmuhr hat lediglich einen Zeiger: einen mit Weintrauben verzierten Stundenzeiger. Die Kirche ist seit 1929 klassifiziert als Monument historique.
  • Weiterhin sehenswert sind das Rathaus (1517) sowie einige in der Renaissance entstandene Winzerhäuser und der Brunnen Sankt Huna. Der Ort wurde auf Grund des Ortsbildes aufgenommen in die Liste der schönsten Dörfer Frankreichs.
  • Direkt an der Durchgangsstraße befindet sich ein kleiner Storchenpark (Parc des Cigognes).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hunawihr auf Les plus Beaux Villages de France (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hunawihr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien