Hung parliament

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Als hung parliament wird im englischsprachigen Raum die Situation bezeichnet, dass bei einer Parlamentswahl im Mehrheitswahlverfahren keine Partei eine Mehrheit erreicht. Während diese Situation in Ländern mit Verhältniswahl normal ist (und daher nicht als hung parliament bezeichnet wird), ist dies bei Wahlen mit Mehrheitswahlsystem die (aus Sicht der Befürworter des Mehrheitswahlrechts unerwünschte) Ausnahme. Die Situation des Hung parliaments kann durch die Bildung einer Koalitionsregierung, einer Minderheitsregierung oder Neuwahlen aufgelöst werden.

Synonym für hung parliament wird balanced parliament [1][2] oder (legislature under) no overall control verwendet.[3][4][5] Einen vergleichbaren Ausdruck im Deutschen gibt es nicht.

Ebenfalls kann ein hung parliament durch Nachwahlen oder Parteiwechsel entstehen.

Konkrete Fälle[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2010/may/05/minority-government-electoral-reform-editorial
  2. http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/politics/election_2010/scotland/8630998.stm
  3. http://in.reuters.com/article/idINIndia-48305720100507
  4. http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/dec/04/hung-parliament-minority-coalition-government
  5. http://www.newstatesman.com/uk-politics/2010/05/labour-brown-campaign-cameron
  6. spiegel.de 30. September 1974: England: Die nächste Krise? - Mit den Wahlen zum Unterhaus am 10. Oktober will Harold Wilson wenigstens das Parlaments-Paff beenden. Aber diese Wahlen, die zweiten in diesem Jahr, könnten ebensogut zu einem neuen Remis führen und Britanniens Dauerkrise noch weiter verlängern: Englands Wähler, von Apathie, Verzweiflung und Selbstmitleid befallen, trauen den Parteien und ihren Führern nichts mehr zu.