Hungersnot von 1315/17

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Apokalypse in einer zeitgenössischen Darstellung

Die Hungersnot von 1315/17, vereinzelt auch als der große Hunger bezeichnet, war eine Hungersnot in weiten Teilen Europas. Sintflutartige Regenfälle vernichteten die Ernten in den Jahren 1315 bis 1317. Lange Winter und Überschwemmungen verschärften die Ernährungslage. Hungersnöte und Tierseuchen traten noch bis 1322 auf. Betroffen waren unter anderem Deutschland, Frankreich, Niederlande und die Britischen Inseln, Skandinavien und Osteuropa. Die Preise für Getreide stiegen enorm, die Menschen ernährten sich von ungesunden Ersatzstoffen oder sogar von verseuchten Tieren. Mehrere Millionen Menschen starben. An vielen Orten mussten die Kirchhöfe erweitert werden, ganze Dörfer starben aus.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Werner Rösener: Die Bauern in der europäischen Geschichte. Beck, München 1993, ISBN 3-406-37652-5, S.90f.

Literatur[Bearbeiten]

  • William C. Jordan: The Great Famine: Northern Europe in the Early Fourteenth Century. Princeton UP, 1996, ISBN 0-691-05891-1.