Hupac

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hupac AG
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft [1]
Gründung 1. März 1967
Sitz Chiasso, Schweiz
Leitung Bernhard Kunz
(Direktor)
Hans Jörg Bertschi
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 405 (31. Dezember 2009)
Umsatz 481,1 Mio. CHF (2009)
Branche Logistik
Website www.hupac.ch

Die Hupac AG (offiziell ital: Hupac SA[1]) ist eine im alpenquerenden Güterverkehr auf dem Schienenweg tätige Schweizer Unternehmensgruppe. Sie betreibt sowohl begleitet (ganzer Sattelzug) wie unbegleitet (nur Sattelauflieger oder Seecontainer ohne Zugfahrzeug) den sogenannten kombinierten oder intermodalen Verkehr. Der Name wurde aus Huckepack hergeleitet, der nicht mehr gebräuchlichen Bezeichnung für den kombinierten Güterverkehr. Der Hauptsitz befindet sich im Grenzort Chiasso im Kanton Tessin. Direktor der aus insgesamt zehn Unternehmen bestehende Hupac-Gruppe ist Bernhard Kunz.

Hupac beschäftigte per Ende 2009 insgesamt 405 Mitarbeiter und erzielte mit 2009 einen Umsatz von 481,1 Millionen Schweizer Franken. Das Unternehmen beförderte mit täglich 110 Zügen insgesamt 607'284 Strassensendungen (2008: 702'308) mit einem Gesamtgewicht von 10,7 Millionen Tonnen (2008: 12,4 Millionen Tonnen), wovon 406'946 Strassensendungen bzw. 7 Millionen Tonnen im transalpinen Verkehr.[2]

Am Aktienkapital von 20 Millionen Franken sind mit 72% Transport- und Speditionsunternehmen aus der Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden sowie mit 28% mehrere Bahnunternehmen beteiligt. Die Hupac AG ihrerseits hält an verschiedenen Unternehmen im Tätigkeitsumfeld des kombinierten Verkehrs wesentliche Minderheitsbeteiligungen, per Ende 2009 handelte es sich um die Kombioperateure Cemat und RAlpin, die Terminalgesellschaft Combinant und der Datenverarbeitungsdienstleister Cesar Information Services.[2]

Da die Schweizerische Verkehrspolitik eine Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene zum Ziel hat, kann Hupac auf staatliche Fördermittel aus Treibstoffzöllen zählen. So wurde beispielsweise der Terminal in Busto Arsizio und der Gleisanschluss in Gallarate in Norditalien mit solchen Fördergeldern aus der Schweiz finanziert.

Hupac-Gruppe[Bearbeiten]

HUPAC-Lokomotive des Typs EuroSprinter
  • Hupac AG, Chiasso (Stammhaus)
  • Hupac Intermodal AG, Chiasso (100 %)
  • Hupac SpA, Mailand (95,55 %)
  • Hupac GmbH, Singen (100 %)
  • Termi AG, Chiasso (80 %)
    • Termi SpA, Busto Arsizio (5 % direkt, 95 % über Termi AG, Chiasso)
  • Fidia SpA, Oleggio (97 %)
  • Hupac Intermodal BVBA, Antwerpen (99,94 % direkt, 0,06 % über Hupac Intermodal NV, Rotterdam)
  • Hupac Intermodal NV, Rotterdam (100 %)
  • Terminal Singen TSG GmbH, Singen (50 %)

Ferner hält Hupac folgende Minderheitsbeteiligungen:

  • Cemat SpA, Mailand (34,48 %)
  • Cesar Information Services Scarl, Bruxelles (25,1 %)
  • Combinant NV, Antwerpen (35 %)
  • RAlpin AG, Olten (30 %)
  • SBB Carco International (25 %)

Verbindung der Rollenden Autobahn[Bearbeiten]

Seit 2011 wird die RoLa nur noch durch die RAlpin betrieben.

Verbindungen im unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV)[Bearbeiten]

Spezialwaggon der HUPAC für Sattelauflieger

Ca. 170 Verbindungen auf folgenden Strecken:

  • Skandinavien ⇔ Italien
  • Deutschland ⇔ Italien
  • Niederlande ⇔ Italien
  • Belgien ⇔ Italien
  • Import/export Schweiz transalpin
  • Binnenverkehr Schweiz transalpin
  • Import/Export Schweiz nicht transalpin
  • Benelux/Deutschland ⇔ Südosteuropa
  • Benelux/Deutschland ⇔ Polen
  • Belgien ⇔ Südfrankreich/Spanien

Eigene Infrastruktur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Eintrag der «Hupac SA» im Handelsregister des Kantons Tessin
  2. a b Geschäftsbericht 2009