Hurrungane

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Hurrungane
Westliches Hurrungane: Berdalsbotn, links der Soleibotntind (2083 m)

Westliches Hurrungane: Berdalsbotn, links der Soleibotntind (2083 m)

Höchster Gipfel Store Skagastølstind (2405 moh.)
Lage Sogn og Fjordane (Norwegen)
Teil des Jotunheimen
Hurrungane (Sogn og Fjordane)
Hurrungane
Koordinaten 61° 24′ N, 7° 45′ O61.47.752405Koordinaten: 61° 24′ N, 7° 45′ O
Gipfel in Hurrungane: Store Ringstind (2124 m) und Store Austanbotntind (2204 m)
Hurrungane von Norden gesehen

Als Hurrungane wird der westlichste Teil des norwegischen Jotunheimen-Gebirges bezeichnet. Das Gebiet erstreckt sich östlich der innersten Ausläufer des Sognefjordes, des Lustrafjordes und des Årdalsfjordes. Nach Norden wird es vom Sognefjell und nach Südosten vom tief eingeschnittenen Utladalen begrenzt. Hurrungane liegt auf den Gemarkungen der Gemeinden Luster und Årdal und ist Teil des Jotunheimen-Nationalparks. Im Süden von Hurrungane liegt die Ortschaft Øvre Årdal. Die Straße von Øvre Årdal nach Turtagrø im Norden ist die einzige Verkehrsanbindung.

Landschaft[Bearbeiten]

Hurrungane zeichnet sich durch eine hochalpine, schroffe Landschaft mit zahlreichen Gletschern und Gebirgsseen aus. 25 Gipfel erreichen eine Höhe von mehr als 2000 m, zum Beispiel Store Skagastølstind (2405 m), Styggedalstind (2387 m), Gjertvasstind (2351 m), Sentraltind (2348 m) und Austanbotntind (2204 m). Diese Gipfel sind z.T. bei Kletterern sehr beliebt. Das Gebiet liegt oberhalb der Baumgrenze; es herrschen daher Flechten, Moose und an feuchten Standorten Wollgras vor. Durch die exponierte Lage (Hurrungane ist der erste Hochgebirgszug östlich des Fjords im Landesinneren) gibt es reichlich Niederschlag.

Geologie[Bearbeiten]

Hurrungane ist Teil des Jotundeckenkomplexes und besteht im Wesentlichen aus hochmetamorphen Gesteinen (Gneisen, Granuliten, Amphiboliten) des Präkambriums[1][2], die während der Kaledonischen Orogenese im Silur/Devon auf den Baltischen Schild überschoben wurden. In diesem Rahmen treten an mehreren Stellen Pegmatite auf, die ein sehr breites Spektrum an Mineralen aufweisen [3].

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  1. Koestler A.G. (1983): Zentralkomplex und NW-Randzone der Jotundecke, West-Jotunheimen, Südnorwegen. Strukturgeologie und Geochronologie. Mitteilungen aus dem Geologischen Institut der ETH und der Universität Zürich, Neue Folge 242, 1-225.
  2. Koestler A.G. (1989): Hurrungane 1517 IV, bergrunnskart (geologische Karte) 1:50 000. Norsk Geologisk Undersøkelse, Trondheim
  3. Selbekk R.S., Spürgin S. & Lundmark A.M. (2006): Beryll-allanitt-(Ce) pegmatittene i Berdalen, Hurrungane. Stein 33, nr. 1, 28-31. (auf norwegisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hurrungane – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien