Husaren-Regiment „Königin Wilhelmina der Niederlande“ (Hannoversches) Nr. 15

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Husar des Preußischen Husaren-Regiments Königin Wilhelmina der Niederlande (Hannoversches) Nr. 15, Wandsbeck
Regimentschef: Wilhelmina, Königin der Niederlande
Denkmal von 1938: Der Bronzener Meldereiter

Das Husaren-Regiment „Königin Wilhelmina der Niederlande“ (Hannoversches) Nr. 15, auch als Wandsbeker Husaren bezeichnet, war eine Kavallerieeinheit der Preußischen Armee.

Organisations- und Kommandostruktur 1914[Bearbeiten]

18. Division in Flensburg - Generalleutnant Max von Kluge
18. Kavallerie-Brigade in Altona - Oberst von Printz

Geschichte[Bearbeiten]

Uniform eines Rittmeisters 1905

Das Regiment wurde ursprünglich am 19. Dezember 1803 als Kavallerie-Verband der Streitkräfte des Königreichs Hannover gebildet. Nach dem verlorenen Krieg von 1866 und der Annexion des Landes durch das Königreich Preußen wurde das Regiment als Husaren-Regiment (Hannoversches) Nr. 15 in die Preußische Armee übernommen. Im Zusammenhang mit der Gründung des Deutschen Reichs am 18. Januar 1871 in Versailles und dem Inkrafttreten der Verfassung vom 16. April 1871 wurde die Abteilung im Juni 1871 in die damalige Stadt Wandsbek (bzw. Marienthal) verlegt. Dieser Standort sorgte für die volkstümliche Bezeichnung Wandsbeker Husaren. Zu Ehren der niederländischen Königin Wilhelmina benannte Wilhelm II. das Regiment 1898 in Husaren-Regiment „Königin Wilhelmina der Niederlande“ (Hannoversches) Nr. 15 um.

Gefechtskalender[Bearbeiten]

Deutsch-Französischer Krieg[Bearbeiten]

Während des Deutsch-Französischen Krieges kam das Regiment mehrfach zum Einsatz:

1870[Bearbeiten]
1871[Bearbeiten]
  • bis 1. Januar --- Belagerung von Mézières
  • 5. Januar --- Rocroy (2. und 3. Eskadron)
  • 14. Januar --- Noidant le Rocheux vor Langres (1. Eskadron)
  • 21. Januar --- Etuz und Pin (4. Eskadron)
  • 23. Januar --- Dannemarie (4. Eskadron)
  • 29. Januar --- Sombacourt (1. Eskadron)

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Verbleib[Bearbeiten]

Nach dem Waffenstillstand und dem Rückmarsch in die Heimat wurde das Regiment demobilisiert und schließlich 1919 aufgelöst. Teile schlossen sich der als Freikorps tätigen Brigade Grodno an und wurden später als Reichswehr-Kavallerie-Regiment 9 in die Vorläufige Reichswehr übernommen.

Die Tradition übernahm nach der Bildung der Reichswehr die Ausbildungs-Eskadron des 14. Reiter-Regiments in Ludwigslust.

Noch heute erinnern in der Nähe der ehemaligen Kaserne Am Husarendenkmal in Hamburg-Marienthal ein Gedenkstein von 1923 und ein Bronzener Meldereiter von 1938 an den aufgelösten Truppenteil.

Kommandeure[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
Oberst Freiherr von Diepenbroick-Grüter 1901 bis 1902
Oberstleutnant/Oberst von Sechow 1909 bis 1912
Major/Oberstleutnant Freiherr von Hoverbeck gen. von Schoenaich 1913

Bekannte Angehörige[Bearbeiten]

Uniform[Bearbeiten]

Die Uniform der Reiter bestand aus einer dunkelblauen, mit weißen Schnüren besetzten Jacke (Attila), dunkelblau melierten Reithosen, grauen Hosen mit rotem Vorstoß (Biese) und einer schwarzen Seehundfellmütze.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ewald von Trauwitz-Hellwig: Das Königlich Preußische Husaren-Regiment Königin Wilhelmina der Niederlande (Hannoversches) Nr. 15 im Weltkriege 1914-1918. Wandsbek o.J. (1931).
  • Hans-Werner Faerber: Wandsbeker Husaren, eine Episode preußischer Kavalleriegeschichte. Hamburg 1991. ISBN 3-87474-984-3.
  • Hamburg-Lexikon. 2. Auflage. Zeiseverlag. Hamburg 2000. ISBN 3-9805687-9-2.
  • Chronik Hamburg. 2. Auflage. Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag. Gütersloh/München 1997. ISBN 3-577-14443-2.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Kriegstagebuch des Husaren Gustav Ostendorf von 1914-1918. bearbeitet durch den Oldenburger Historiker Martin Teller [1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.bunte-fraktion-wustrow.de (PDF; 251 kB)