Husni az-Za'im

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Husni az-Za'im
Syrisch-Libanesischer Gipfel Juli 1949. Von links: Muhsin al-Barazi, Husni az-Za'im, Riad as-Solh und Béchara el-Khoury

Husni az-Za'im (arabisch ‏حسني الزعيم‎, DMG Ḥusnī az-Zaʿīm; * 1897; † 14. August 1949 bei Damaskus[1]) war ein syrischer Militär und Politiker zur Zeit der Syrischen Republik.

Leben[Bearbeiten]

Husni az-Za'im wurde als Untertan des osmanischen Sultans geboren war ein Mitglied der syrischen Minderheit der Kurden. Er trat in die Armee ein und brachte es zum Offizier in der osmanischen Armee. Nachdem Frankreich nach dem Ersten Weltkrieg das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon umgesetzt hat, wurde er Offizier in der französischen Armee. Nach Syriens Unabhängigkeit wurde er Chef des Generalstabs und führte die Streitkräfte Syriens 1948 in den Krieg mit Israel. Die Niederlage der Araber in diesem Krieg schockte Syrien und unterminierte das Selbstvertrauen in die chaotische parlamentarische Demokratie des Landes.

Am 11. April 1949 setzte az-Za'im in einem unblutigen Putsch den syrischen Präsidenten Schukri al-Quwatli ab, der kurzfristig inhaftiert wurde und dann nach Ägypten ins Exil geschickt wurde. Der Staatsstreich war mit der stillschweigenden Zustimmung durch die Botschaft der Vereinigten Staaten durchgeführt und womöglich durch die Syrische Soziale Nationalistische Partei unterstützt worden, obwohl von az-Za'im eine Mitgliedschaft nicht bekannt war. Unter den Offizieren, die bei az-Za'ims assistierten, waren Adib asch-Schischakli und Sami al-Hinnawi, die beide später militärische Führer des Landes wurden.

Al-Za'ims Machtübernahme war der erste militärische Staatsstreich in Syrien und wahrscheinlich auch in der Arabischen Welt und hatte andauernde Folgen, da er die zerbrechliche Demokratie des Landes erschütterte und eine Reihe von Militärrevolten in Gang setzte. Zwei weitere folgten bereits im Jahre 1949. Obwohl seine Herrschaft relativ milde war, keine politischen Gegner wurden exekutiert, machte sich az-Za'im schnell Feinde. Er war ein strenger Gegner einer Militärverwaltung. Seine Politik des Säkularismus und das Inaussichtstellen einer weiblichen Gleichberechtigung durch das Zugeständnis des Wahlrechts dafür, dass sie auf die Verschleierung verzichteten, rief die Ablehnung der muslimischen Religionsführer hervor. Das Frauenwahlrecht wurde erst während der dritten zivilen Regierung von Haschim Chalid al-Atassi eingeführt. Steigende Steuern verärgerten auch die Geschäftsleute und die arabischen Nationalisten waren immer noch unzufrieden über die Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommen von 1949 mit Israel und seine Vertragsabschlüsse mit US-amerikanischen Mineralölunternehmen hinsichtlich des Baus der transarabischen Pipeline.

Nachdem er in der Bevölkerung keinen Rückhalt mehr hatte, wurde az-Za'im nach nur viereinhalb Monaten von seinen Gefolgsleuten Adib asch-Schischakli und Sami al-Hinnawi entmachtet. Als al-Hinnawi die Macht als Führer einer Junta ergriff, wurde Husni az-Za'im ins Gefängnis geworfen und dann zusammen mit Ministerpräsident Muhsin al-Barazi im Mezzeh Gefängnis hingerichtet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die kleine Enzyklopädie, Encyclios-Verlag, Zürich, 1950, Band 1, Seite 746