Hutberg (Kamenz)

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Hutberg
Kamenz Hutberg.jpg
Höhe 297 m ü. HN
Lage Deutschland, Sachsen
Gebirge Lausitzer Bergland
Koordinaten 51° 16′ 20″ N, 14° 4′ 40″ O51.27222222222214.077777777778297Koordinaten: 51° 16′ 20″ N, 14° 4′ 40″ O
Hutberg (Kamenz) (Sachsen)
Hutberg (Kamenz)
Typ Bergrücken
Gestein Grauwacke
Lessingturm auf dem Hutberg nach dem 2010 erfolgten Umbau
Lessingturm auf dem Hutberg vor dem Umbau
Wilhelm Weiße bepflanzte den Hutberg mit vielen fremdländischen Gehölzen, unter anderem mit Koniferen

Der Hutberg (obersorbisch Pastwina hora) ist ein 297 Meter hoher Berg und ein beliebtes Ausflugsziel am Rande des Stadtgebietes der sächsischen Kleinstadt Kamenz. Der für eine Kleinstadt sehr weiträumige und großzügige Bergpark wurde 1893 von Wilhelm Weiße als städtische Parkanlage angelegt. Berühmt ist er wegen seiner vielen verschiedenen Koniferenarten sowie der großen Anzahl von Rhododendren und Azaleen, die alljährlich um Pfingsten in vielen verschiedenen Farben blühen und viele Besucher und Touristen anlocken.

Im Zentrum der Parkanlage, gleichsam auf der Spitze des Berges, befinden sich der 18 Meter hohe Lessingturm, der 1868 erbaut wurde, und die Hutberggaststätte. Von dort hat man einen guten Ausblick auf die Stadt sowie über die Hügelketten der Westlausitz im Westen und Süden und den flachen Teichlandschaften im Norden. Hinter dem Turm (in westlicher Richtung) wird der Park waldähnlicher und „wilder“, wobei in den letzten Jahren dieser stärker gartenbautechnisch mit neu gestalteten Wegen erschlossen wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis Ende des 19. Jahrhunderts war der Berg nahezu vollständig entwaldet. Alte Bilder der Stadt zeigen ihn, bis auf Reihenbüsche auf der Südseite (wo auch heute noch vorwiegend Obstbäume stehen) vollständig kahl. Er wurde als städtische Hüteweide genutzt, daher auch der Name (siehe Hutberg).

Auf dem Hutberg befindet sich die Station 66 der Königlich-Sächsischen Triangulation[1]

Thingplatz, jetzt Hutbergbühne

Hutbergbühne[Bearbeiten]

Ehemaliger Thingplatz in Kamenz. Erbaut wurde sie 1934/35 im allgemeinen Bauwahn der Zeit des Nationalsozialismus auf der Südseite nahe der Kuppel der Parkanlage zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkriegs und für Aufmärsche. Das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges bestand aus fünf in einer Linie gereihten Säulen, auf denen jeweils ein überdimensionaler Stahlhelm ruhte. Dieses Denkmal wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs entfernt.

Die nie ganz fertiggestellte Anlage stellt heute eine der größten Freilichtbühnen Sachsens dar und erfreut sich als Hutbergbühne großer Beliebtheit.

Zu DDR-Zeiten wurde die Bühne für Theater-, Musik- und andere Kulturveranstaltungen genutzt.

Nach der Wiedervereinigung um eine überdachte Bühne ergänzt, wird die Hutbergbühne seitdem als Veranstaltungsort für verschiedene Musikveranstaltungen genutzt. So traten zum Beispiel Joe Cocker, Deep Purple, Lynyrd Skynyrd, Jethro Tull, Status Quo, Howard Carpendale auf. Zur Tradition sind die Pfingstkonzerte der Puhdys geworden, die seit den 1990er Jahren jedes Jahr am Samstag vor Pfingsten auf der Hutbergbühne spielen.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Zahlreiche Konzerte auf der Freilichtbühne
  • Jährlicher Blütenlauf zu Pfingsten.
  • Kamenzer Hutberg-Singen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hutberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.openstreetmap.org/browse/node/2222393333