Hybridpost

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Hybridpost bezeichnet ein gemischtes logistisches System für die Zustellung von Briefen. Der Brief legt einen Teil der Strecke als elektronische Datei zurück. An zentraler Stelle (idealerweise in der Zielregion) wird die Datei gedruckt, kuvertiert und vom anbietenden Postdienstleister oder dessen Kooperationspartner zugestellt.

Die Datenübermittlung vom Absender an den Dienstleister erfolgt in der Regel als Datei, entweder über spezielle Software oder per Webinterface. Die gängigsten Dateiformate sind dabei .PDF (Portable Document Format) und .DOC (Microsoft Word). Es gibt auch Hybridpost-Anbieter, die selbst keine Postdienstleister sind. Statt des regulären Postversands ist auch die Übermittlung als Fax möglich.

Vorteile und Nachteile[Bearbeiten]

Durch die Verwendung dieses Verfahrens können möglicherweise Transportkosten eingespart und die durch den Transport anfallende Umweltverschmutzung reduziert werden. Hybridpost kann von Unternehmen eingesetzt werden, um den (automatisierten) Briefversand outzusourcen. Für Privatpersonen kann Hybridpost komfortabler sein als der klassische Briefversand, insbesondere wenn kein eigener (Farb-)Drucker zur Verfügung steht.

Als Nachteil kann gesehen werden, dass Fehldrucke unter Umständen unbemerkt bleiben und dann an den Empfänger zugestellt werden. Außerdem erhält der Empfänger kein vom Absender unterschriebenes Original, sondern bestenfalls einen Ausdruck mit dem Bild einer Unterschrift. Rechtssicherheit ist daher bei Hybridpost nicht oder nur eingeschränkt gegeben. Darüber hinaus kann der Hybridpost-Dienstleister den Briefinhalt einsehen.

Alternativen[Bearbeiten]

  • Sofern die technischen Möglichkeiten bestehen kann der Versand per Fax preiswerter und schneller sein als Hybridpost.
  • Mit dem E-Postbrief und De-Mail werden derzeit volldigitale, rechtssichere Alternativen zur Hybridpost geschaffen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]