Hyman Bass

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Hyman Bass
Hyman Bass (2007) in Oberwolfach

Hyman Bass (* 5. Oktober 1932 in Houston) ist ein US-amerikanischer Mathematiker, der sich mit Algebra, speziell algebraischer K-Theorie, Gruppentheorie, Zahlentheorie und algebraischer Geometrie beschäftigt sowie mit Mathematikpädagogik.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Bass wurde 1959 an der University of Chicago bei Irving Kaplansky promoviert (Global dimensions of Rings). Danach war er bis 1998 Professor an der Columbia University, wo er auch Chairman des Departments war. 1965/66 war er am Institute for Advanced Study. Außerdem war er als Gastprofessor unter anderem am IHES, der École normale supérieure, dem Tata Institute of Fundamental Research, der Cambridge University, der Universität Rom, dem Mittag-Leffler-Institut in Stockholm und in Berkeley. Seit 1999 ist er Roger Lyndon Collegiate Professor of Mathematics und Professor für Mathematikdidaktik an der University of Michigan, wobei er besonders mit Deborah Ball zusammenarbeitet.

1993 bis 2000 war er Vorsitzender des Mathematical Science Education Board des National Research Councils der USA und des Committee for Education der AMS. 1998 bis 2006 war er Präsident der International Commission on Mathematical Instruction (ICMI). Auf dem International Congress of Mathematical Education in Kopenhagen hielt er 2004 den Plenarvortrag.

Er arbeitete in kommutativer Algebra, war ein Pionier in algebraischer K-Theorie und beschäftigte sich mit dem „Congruence Subgroup Problem“ und in Zusammenhang damit der Darstellung von Gruppen in Bäumen.

Bass war 2001 bis 2002 Präsident der AMS. 2006 erhielt er die National Medal of Science. 1975 erhielt er den Colepreis in Algebra. Er ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und seit 1982 der National Academy of Sciences. Er war Invited Speaker auf den ICM 1966 (Whitehead groups and Grothendieck groups of group rings), 1962 (Projective modules and vector bundles) und 1974 (Algebraic K-Theory: A historical survey). Er ist Fellow der American Mathematical Society.

1970 bis 1982 war er Mitglied von Bourbaki.

Zu seinen Doktoranden zählt Tsit Yuen Lam.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

als Autor[Bearbeiten]

Aufsätze
Monographien
  • Algebraic K-Theory (Mathematics lecture notes series; 11). Benjamin Books, New York 1968.
  • Introduction to some methods of algebraic k-theory (Regional Conference Series in Mathematics; Bd. 20). AMS, Providence RI 1979, ISBN 0-8218-1670-5.

als Herausgeber[Bearbeiten]

  • Algebra, K-theory, Groups, and Education (Contemporary Mathematics; Bd. 243). AMS, Providence RI 1999, ISBN 0-8218-1087-1 (zusammen mit Andy R. Magid und Tsit Yuen Lam).
  • Polynomial automorphisms and related topics. Lecture notes of the International School and Workshop, ICPA 2006. House for Science and Technics, Hanoi 2007.

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Karoubi: In honor of Hyman Bass on his 70th birthday. (K-theory; Bd. 30). Kluwer, Doordrecht 2003, ISSN 0920-3036 (Sonderheft der Zeitschrift K-theory).

Weblinks[Bearbeiten]