Hymenektomie

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Hymenektomie ist die medizinische Bezeichnung für eine chirurgische Entfernung des Hymens (Jungfernhäutchen). Im Falle eines Hymen imperforatus mit vollständigem Verschluss der Vaginalöffnung und einer Ansammlung von Menstruationsblut (Hämatokolpos) bezeichnet man den Eingriff auch als Hymenalspaltung.

Um ein Abfließen des gestauten Menstruationsblutes zu ermöglichen, ist ein derartiger Eingriff medizinisch indiziert.[1] Auch beim Hymen altus, bei dem der hintere Hymenalrand bis unter die Harnröhrenmündung reicht, ist die Hymenektomie notwendig.[2] Bei einem sehr rigiden Hymen, welches keinen normalen Geschlechtsverkehr zulässt, oder selbst nach mehrmaliger Penetration zu erheblichen Schmerzen (Dyspareunie) führt, ist eine Spaltung oder Entfernung des Hymens ebenfalls angezeigt. Davon abzugrenzen ist jedoch ein Vaginismus, bei dem die Entfernung des Hymens zu keinem Erfolg führt.[3]

Die Hymenektomie ist ein kleiner Eingriff, der meist vom Gynäkologen in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) ambulant durchgeführt werden kann.

Der Eingriff wird auch in der Tiermedizin durchgeführt, vor allem bei einer unvollständigen Rückbildung des Hymens bei Hündinnen, die allerdings sehr selten ist.[4][5]

Literatur[Bearbeiten]

  • Clifford R. Wheeless, Marcella L. Roenneburg: Atlas of Pelvic Surgery. On-Line Edition
  • Peter Reuter: Springer Lexikon Medizin. Gabler Wissenschaftsverlage, 2004, ISBN 3540204121, S. 963

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paula J Adams Hillard: Imperforate Hymen Treatment & Management. auf e-medicine.com
  2. Nicolai Maass, Barbara Schießl: Gynäkologie und Geburtshilfe in 5 Tagen. Gabler Wissenschaftsverlage, 2011, ISBN 3642204090, S. 86
  3. Manfred Kaufmann, Serban-Dan Costa, Anton Scharl: Die Gynäkologie. Gabler Wissenschaftsverlage, 2006, ISBN 3540256644, S. 782
  4. P. E. HOLT, B. SAYLE: Congenital vestibulo-vaginal stenosis in the bitch. In: Journal of Small Animal Practice. 22, 1981, S. 67–75, doi:10.1111/j.1748-5827.1981.tb01394.x.
  5. Dorina Barner: Vaginopathien bei der Hündin – eine retrospektive Studie. Diss. FU Berlin, S. 20 (online)

Siehe auch[Bearbeiten]

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