Hyosung S&T Motors

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Hyosung KR Motors ist ein südkoreanischer Motorradhersteller und Teil des KR Motors Co., Ltd.-Konzerns. 2007 übernahm S&T Motors Co., Ltd. die Hyosung Motors & Machinery Inc. Die Motorräder von Hyosung werden seitdem unter dem Namen Hyosung KR Motors angeboten. Das Hauptgeschäft der S&T Gruppe ist die Herstellung von Wärmetauschern, Kfz-Teilen, Zubehör für Kraftfahrzeuge sowie verschiedenen Produkten für die Rüstungsindustrie. Weitere Produkte sind Achsen, Antriebe, Getriebe, Werkzeugmaschinen und Gussteile.

Das Unternehmen[Bearbeiten]

Hyosung S&T Motors bedient etwa 40 Prozent des Marktes in seinem Heimatland und ist mit dem Export in über 60 Länder der größte Motorradexporteur Südkoreas. Etwa 500 Mitarbeiter stellen jährlich ca. 50.000 motorisierte Zweiräder her. Jeden Tag können bis zu 300 Zweiräder vom Band rollen. In Europa werden hauptsächlich die Märkte in Deutschland, Frankreich und Spanien beliefert. Etwa 6.000 Zweiräder gehen jährlich nach Spanien, ca. die Hälfte nach Deutschland, und Frankreich importiert etwa 3.500 Maschinen. Neben Asien sind die USA und Australien weitere wichtige Exportländer.

Das Unternehmen wurde 1978 gegründet und ging bereits ein Jahr später eine Kooperation mit Suzuki ein. Bestandteil dieser war die Produktion von 125er Motorrädern und kleiner ATVs, die Suzuki auf dem japanischen Markt verkaufte. Hyosung fertigt alle Motoren selbst und legt dabei großen Wert auf Forschung und Entwicklung. Hier sind ca. 90 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 1982 werden motorisierte Zweiräder exportiert. Hyosung spricht mit seiner gesamten Modellpalette den preisbewussten und markenneutralen Käufer an. Der Erfolg zeigt viele Parallelen zu den koreanischen Automobilherstellern. Diese betreiben ihre Produktionsanlagen ebenfalls in der größten Fertigungsregion Südkoreas. Nach Honda und Yamaha belegte Hyosung den dritten Platz in der Zulassungsstatistik 2007 für die 125 cm³ Klasse.

Die Modellpalette von Hyosung ist sehr vielfältig. Insbesondere im Bereich der Leichtkrafträder deckt Hyosung vom Cruiser bis zum Sportler alles ab. Neben 50cm³-Rollern werden aber auch ATVs und Motorräder mit 125, 250 (ab 2014) und 650cm³ Hubraum angeboten. Seit 2010 erweitert ein 700cm³ Motorrad, konzipiert als Cruiser, die Modellpalette nach oben.

Das Werbemotto des Unternehmens lautet: Made by Hyosung, ridden by the world.

Geschichte[Bearbeiten]

  • 1978: Hyosung gründet die Firma Hyosung Motors & Machinery Inc.. Hyosung ist ein (süd-)koreanischer, in unterschiedlichen Geschäftsfeldern tätiger Mischkonzern. Die Produktpalette reicht von Textilien über Computertechnik bis zu Industriemaschinen. Zur Hyosung-Gruppe gehört auch der südkoreanische Motorradhersteller Daelim.
  • 1979: Hyosung geht eine technische Kooperation mit Suzuki in Japan ein.
  • 1980: Die Fabrik in Changwon wird errichtet und die Produktion wird gestartet. Hyosung produziert für seinen Partner Suzuki die Modelle GP 125 und FR 80. In diesem Jahr werden bereits 1.800 motorisierte Zweiräder von ca. 400 Beschäftigten hergestellt.
  • 1982: Die ersten Motorräder werden exportiert.
  • 1986: Das Forschungs- und Entwicklungszentrum wird eingerichtet.
  • 1987: Das erste eigene Modell, der Love 50, wird entwickelt.
  • 1988: Das 500.000ste Fahrzeug wird produziert. Der Export nach Japan beginnt.
  • 1990: Hyosung gründet seine eigene Vertriebsorganisation.
  • 1991: Das zweite Werk in Daejeon wird fertiggestellt.
  • 1994: Mit dem Roller Cab 50 beginnt der Export nach Europa. Zunächst wird nur Italien beliefert. Der Roller Super Cab mit 50 cm³ Zweitaktmotor und das Motorrad GA 125 "Cruise I" mit 125 cm³ Einzylinder-Viertaktmotor (2-Ventiler) werden entwickelt.
  • 1996: Der Markt boomt. Die Jahresproduktion erreicht 150.000 motorisierte Zweiräder, die Gesamtproduktion aller Hyosung-Fahrzeuge die Millionengrenze. Internationale Zertifizierung nach ISO 9001 durch den TÜV. Entwicklung der EZ 100 (100 cm³ Scooter) und MIDAS (110 cm³ Under Bone).
  • 1997: Technologietransfer und Export nach Indien, Vietnam und auf die Philippinen. Entwicklung der GRAND PRIX (125 cm³ Scooter), SENSE (50 cm³ Scooter) und GF 125 (125 cm³ Motorrad)
  • 1998: Die GA 125 "Cruise II" (Classic) mit jetzt vier Ventilen als Nachfolger der "alten" GA 125 und die RX 125 "Off-Road" mit 125 cm³ werden wie der SD 90(100 cm³ Scooter) entwickelt.
  • 1999: PRIMA (50 cm³ Scooter)
  • 2000: Die "Klein"-Cruiser Aquila 125 (GV 125) und Aquila 250 (GV 250) - beide mit Zweizylinder-V-Motoren (V-Twin) - werden entwickelt. In einigen Ländern werden die Modelle unter dem Namen MIRAGE verkauft.
  • 2001: Die Gesamtproduktion erreicht die Zwei-Millionen-Grenze. Die Entwicklung der ATVs TE-50 und TE-90 wird abgeschlossen. Zwei weitere neue Modelle kommen auf den Markt: Die GV 125C und der Roller SF 50B.
  • 2002: Kooperation mit Linxiang in China. Die RT 125 Karion sowie die GT 125 und GT 250 (COMET 125/250) mit V-Twin werden entwickelt. Weitere neue Modelle: MSI-125/150 und RT 125, MS2-50.
  • 2003: Die Hyosung Motors & Machinery, Inc. wird aus der Hyosung-Gruppe herausgelöst und operiert ab jetzt selbstständig am Markt. Die COMET 600 mit V-Twin wird vorgestellt und die GT 650 "Naked" entwickelt. Weitere neue Modelle: TE 100, SF 50R und KR 100 (MS2-100)
  • 2004: Die GT 650 "S" (mit Halbverkleidung) und die GT 650 "R" (mit Vollverkleidung) werden entwickelt. In Deutschland erfolgt die Markteinführung der GT 650 "Naked". Teilnahme an der Korea International Motorcycle Show (Daegu EXCO).
  • 2005:
    Hyosung GT 650 R
    In den USA wird eine Vertriebsstruktur für Hyosung-Fahrzeuge gegründet (Hyosung USA). Kurz darauf beginnt der US-Vertrieb auch durch United Motors. Gleichzeitig wird das Distributor-Netzwerk in Europa gestärkt. Der Sportcruiser Aquila GV 650, die GT 250 "R" und die GT 125 "R" werden entwickelt. In Deutschland erfolgt die Markteinführung der GT 650 "R" und GT 650 "S".
  • 2006: Markteinführung der Modelle Aquila GV 650 und GT 650R "TTC". Andreas Woditsch und Axel Kuhn organisieren den Hyosung GT 650-Cup im Rahmen der Internationalen Deutschen Straßenmeisterschaft (IDM). Hierfür wird ein spezieller Rennkit für den Umbau zur GT 650 "RR" angeboten. Auf der Intermot in Köln wird eine neue Studie, die GT 650 "X", vorgestellt.
  • 2007:
    Hyosung GV 650i Aquila
    Abschied vom Vergaser: Die Modelle GV 650i, GT 650i"R" und GT 650i kommen mit elektronischer Einspritzung auf den Markt und erfüllen die Abgasnorm Euro 3. Hyosung führt das Sport Quad TE 450 mit knapp 50 PS und 4-Ventil-DOHC-Motor auf dem Markt ein. Der erste deutsche Hyosung Owners Club wird gegründet. Bisher größter Erfolg für Hyosung: Platz 3 in der Zulassungsstatistik der 125 cm³-Klasse nach Honda und Yamaha.
  • 2008: Hyosung feiert sein 30-jähriges Bestehen und bringt aus diesem Anlass das auf 1000 Fahrzeuge limitierte Sondermodell GV 650i "Limited Edition" auf den Markt. 100 davon werden in Deutschland verkauft. Die Entwicklung eines 1000cm³ V-Twins wird begonnen. Dieser soll vom Sportler bis zum Cruiser alle Einsatzmöglichkeiten abdecken. Auf der Intermot in Köln wird die Studie einer neuen GT 650 "R" und eine neue Variante der GT 650 "Naked" vorgestellt. Die neue GT 650i"R" erhält Details wie neue Bremszangen von Magura und ein geändertes Heck, die neue "Naked" kommt mit einem Bug-Spoiler daher.
  • 2009: Die Motorräder von der Intermot in Köln werden im Mai auf dem deutschen Markt eingeführt. Die GT 650i"R" erfuhr neben einem Facelifting (neues Cockpit) auch eine technische Überarbeitung (neue Gabelbrücke, modifizierte Fußrastenträger, neues Rahmenheck und Ersatz der zuvor schwimmend gelagerten durch Vier-Kolben-Festsattel-Bremszangen von Magura). Damit wurde ein wesentlich besseres Ansprechverhalten der Bremsen erreicht. Mit Ausnahme der Gabelbrücke wartet auch die GT 650i "Naked" ebenfalls mit diesen Neuerungen auf. Ein Bugspoiler ist ab Werk nicht vorhanden, kann jedoch als Zubehörteil geordert werden. Auch die GT 250 wird in Deutschland wieder vertrieben und hat ebenfalls von Neuerungen profitiert. Alle 125er Motorräder wurden darüber hinaus optisch überarbeitet, lehnen sich jedoch in ihrem jeweiligen Design weiterhin deutlich an den hubraumgrößeren Schwestermodellen an.
  • 2010: Hyosung stellt den Cruiser ST 700i (interne Bezeichnung: GV 700 C) als „modernen Klassiker“ vor. Als Antrieb dient das auf 689 ccm aufgebohrte 650er-Aggregat aus der GT/GV-Modellreihe mit einer leicht angepassten Getriebeabstufung, anderer Vorderradführung (Teleskopgabel statt Upside-Down) und Bereifung (Diagonal- statt Radialreifen). Die Kooperation mit United Motors endet durch Einstellung deren Geschäftsbetriebs. Zuvor traten auf dem US-Markt Abgrenzungsprobleme aufgrund zunehmender Gebietsschutzverletzungen auf, die zu Lasten von Hyosung USA gegangen waren.[1]
  • 2013: Im August präsentiert der südkoreanische Hersteller die neue XRX 125 LC. Das Motorrad wird als Enduro-Version und als Supermoto mit Straßenbereifung konzipiert und darf mit Führerscheinklasse A1 gefahren werden.[2]
  • 2014: Hyosung präsentiert die völlig neu konzipierte GD 250i als Einzylinder-Viertakt-Vierventiler im kantigen Design.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hyosung motorcycles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "United Motors closed its doors", OtherMakes.net, Zugriff am 21. September 2014.
  2. "Das Leichtkraftrad XRX 125 LC von Hyosung kommt auf den Markt", Motowelt.net, Zugriff am 19. Mai 2014.
  3. Mehr als nur ein Designerstück, motorsport-total.com, Zugriff am 21. September 2014.