Hyperostosis frontalis interna

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
M85.2 Hyperostose des Schädels
ICD-10 online (WHO-Version 2013)
Hyperostosis frontalis interna bei einer 74-jährigen Frau
Hyperostosis frontalis interna bei einer 83-jährigen Frau in der Computertomographie.

Die Hyperostosis frontalis interna ist eine häufige, gutartige Verdickung der Schädelkalotte im Bereich des Stirnbeins zur Innenseite hin. Die Hyperostose findet sich vornehmlich bei Frauen in und nach den Wechseljahren und bleibt in der Regel symptomlos. Meist wird sie als Zufallsbefund bei einer Röntgenaufnahme oder Computertomographie des Schädels entdeckt.

Die Abgrenzung in der Röntgenuntersuchung zu anderen Erkrankungen wie z. B. Knochenmetastasen oder Morbus Paget gelingt in der Regel durch die symmetrische Verteilung, die typische Ausbreitung rein frontal und nur nach innen, so wie den rein hyperostotischen und nicht destruktiven Charakter leicht.

Ein gemeinsames Auftreten mit Fettsucht, Hirsutismus und Kopfschmerzen wird als Morgagni-Syndrom, Stewart-Morel-Morgagni-Syndrom oder Morgagni-Trias bezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hyperostosen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  • Köhler, Zimmer: Grenzen des Normalen und Anfänge des Pathologischen im Röntgenbild des Skeletts. Georg Thieme Verlag Stuttgart, New York 1989, ISBN 3-13-111723-0
Gesundheitshinweis Dieser Artikel bietet einen allgemeinen Überblick zu einem Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!