HypoVereinsbank
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| Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG | |
|---|---|
| Unternehmensform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1998 |
| Unternehmenssitz | München, Bayern, Deutschland |
| Unternehmensleitung |
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| Mitarbeiter | 24.861 (31. März 2007) |
| Bilanzsumme | EUR 362,9 Mrd. (31. März 2007) |
| Branche | Banken |
| Website | www.hypovereinsbank.de |
Die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (kurz: HypoVereinsbank) ist die nach Bilanzsumme drittgrößte, nach Mitarbeiterzahl zweitgrößte Bank in Deutschland.[1] Sie hat ihren Sitz in München und ist Mitglied der Cash Group. Seit dem Jahr 2005 ist die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG ein Tochterunternehmen der UniCredit S.p.A. mit Hauptsitz in Mailand. Somit gehört die HypoVereinsbank zur zweitgrößten Bank in Europa
Sprecher des Vorstands ist Wolfgang Sprißler, die weiteren Mitglieder im Vorstand sind Stefan Schmittmann, Willibald Cernko, Stefan Ermisch, Rolf Friedhofen, Heinz Laber, Ronald Seilheimer, Matthias Sohler, Andrea Umberto Varese und Andreas Wölfer. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Alessandro Profumo.
Die Bank ist in Deutschland aktiv, wobei sie sich auf das Privat- und Firmenkundengeschäft, sowie auf kundenbezogene Kapitalmarktaktivitäten konzentriert. Sie ist eine gemischte Hypothekenbank, so dass sie auch unter Geltung des Hypothekenbankgesetzes als Universalbank das gesamte Bankgeschäft betreibt, und als Hypothekenbank auch berechtigt ist, Pfandbriefe zu emittieren.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Ursprünge
Der älteste Ast des Stammbaumes der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG geht auf die Bayrische Staatsbank zurück, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gegründet wurde. Von der Königlichen Bank Berlin inspiriert, gründete Markgraf Karl Alexander von Brandenburg-Ansbach im Jahr 1780 mit einem kleinen Betriebskapital von 15.000 Gulden seine eigene Hofbank: die Hochfürstlich-Brandenburg-Anspach-Bayreuthische Hofbanco. Sparsamkeitsgründe bewegten den Markgrafen zu diesem Plan, denn er wollte die Gebühren der ausländischen Banken vermeiden und schneller an die Hilfsgelder Englands für seinen Soldatenhandel kommen. Der Krieg zwischen England und Frankreich in Nordamerika hatte England dazu veranlasst, mit deutschen Fürsten Verträge zu schließen und gegen Hilfsgelder Truppen von den deutschen Fürsten zu fordern. Nach den Napoleonischen Kriegen kamen die Markgraftümer Ansbach und Bayreuth zu Bayern und die Bank wurde zur Königlichen Bank. Mit dem Ende der Monarchie in Bayern im Jahre 1918 folgte schließlich die Umbenennung in Bayerische Staatsbank. 1971 fusionierte die Bayerische Staatsbank mit der Bayerischen Vereinsbank. Die heutige Zentrale der HypoVereinsbank befindet sich im ehemaligen Gebäude der Bayerischen Staatsbank in der Münchner Kardinal-Faulhaber-Straße 1.
Die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank (kurz: Hypo-Bank) wurde 1835 auf Initiative König Ludwigs I. von Bayern gegründet. Sie war von Beginn an ein gemischtes Institut, hatte seit dem Jahr 1864 das Recht zur Ausgabe von Pfandbriefen und entwickelte sich im 19. Jahrhundert zur größten Hypothekenbank in Deutschland. Die Hypo-Bank begann in den 1960er-Jahren deutschlandweit und in den 1970er-Jahren international zu expandieren.
Die Bayerische Vereinsbank ging 1869 aus einer privaten Initiative von Münchner und Augsburger Hofbankiers, Angehörigen des Hofadels sowie bürgerlichen Geschäftsleuten hervor. Vom Märchenkönig Ludwig II. erhielt die Initiative die Konzession, eine Aktiengesellschaft unter dem Namen "Bayerische Vereinsbank" zu errichten. Zwei Jahre später erhielt sie die Erlaubnis für das Bodenkreditgeschäft und wurde so zum „gemischten Institut“. Im Gegensatz zu den meisten Banken durfte die Bayerische Vereinsbank fortan außer dem Bank- auch das Hypothekenbankgeschäft betreiben. Anfang der 1950er-Jahre eröffnete die Bayerische Vereinsbank erste Geschäftsstellen im Ausland. Durch die Fusion mit der Bayerischen Staatsbank entstand schließlich eine der größten Banken Bayerns. Der Ausbau der Bankengruppe wurde unter anderem 1978 durch die Fusion mit dem Bankhaus Röchling (Saarbrücken) und 1991 mit der Simonbank (Düsseldorf) forciert.
Nach der 1. Fusion
1998 fusionierten die beiden traditionsreichen Häuser Bayerische Hypotheken- und Wechselbank und Bayerische Vereinsbank zur Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG.
Nach der Fusion verfolgte die HypoVereinsbank die Strategie Bank der Regionen. Sie erweiterte ihr Netzwerk um die zukunftsträchtigen Märkte Mittel- und Osteuropa (CEE) aus. In den Jahren 2000 bis 2002 vollzog sie die Integration der österreichischen Bank Austria Creditanstalt und schuf die HVB Group. Der Bank Austria Creditanstalt oblag innerhalb der Group die Verantwortung für die CEE-Länder. Diese wiederum expandierte in Mittel- und Osteuropa und kaufte unter anderem die bulgarische Bank Biochim und die serbische Eksimbanka.
Im März 2003 wurde die Hypo Real Estate, die Immobilienfinanzierungstochter der HypoVereinsbank, abgespalten und an die Börse gebracht. Die Hypo Real Estate ist mit einem Finanzierungsvolumen von über 100 Mrd. EUR einer der größten Finanzierer von gewerblichen Immobilienkunden in Europa. Auch einen Minderheitsanteil an der Bank Austria Creditanstalt führte man an die Börse.
Nach der 2. Fusion
Im Jahr 2005 wurde die HypoVereinsbank vom italienischen Finanzinstitut UniCredit S.p.A. übernommen.
Im selben Jahr integrierte die HypoVereinsbank die Vereins- und Westbank, die 1974 ihrerseits aus der Fusion der Vereinsbank in Hamburg mit der Westbank hervorgegangen war. Auch die Vereinsbank in Hamburg kann auf eine lange Tradition verweisen. Sie wurde 1856 auf Initiative namhafter Hamburger Kaufleute gegründet. Die Westbank hingegen hat ihren Ursprung in Schleswig-Holstein und entstand 1943 aus einer Zwangsfusion mehrerer kleiner norddeutscher Banken. Sie nannte sich zunächst Schleswig-Holsteinische und Westbank, seit 1968 firmiert sie unter dem Namen Westbank.
Die HypoVereinsbank möchte weiter wachsen und deshalb hat sie 2006 das Firmenkundenportfolio der Westfalenbank AG übernommen, die 1921 von führenden Unternehmen des rheinisch-westfälischen Industriegebietes in Bochum gegründet wurde. Eine Verbindung zwischen den beiden Instituten besteht jedoch bereits seit die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank AG 1971 einen Anteil an der Westfalenbank besaß.
2006 wurde die bedeutende Mehrheitsbeteiligung an der Bank Austria, der größten Bank Österreichs, ohne Bieterprozess für etwa 13 Mrd. € an die Muttergesellschaft Unicredit verkauft. Dies führte in der Folgezeit zu einer Vielzahl von Klagen von freien HVB-Aktionären. Auch die Investmentgesellschaft Activest wurde an eine Unicredit Fondstochter namens Pioneer Investments verkauft.
Im Januar 2007 kündigte die UniCredit Group an, einen Squeeze-out bei der HypoVereinsbank durchführen zu wollen. Der Preis hierfür wurde auf 38,26 EUR pro Aktie festgelegt. Über den Squeeze-out wurde in der Hauptversammlung am 26. Juni 2007 entschieden. Im Anschluss an die Hauptversammlung erfolgten mehr als 100 Anfechtungsklagen von freien HVB-Aktionären; dies stellt einen Rekord in Deutschland dar. Mit den Stimmen der freien Aktionäre wurde auf der Hauptversammlung der Bonner Rechtsanwalt Thomas Heidel als ein besonderer Vertreter gemäß § 147 AktG gewählt, der unter anderem mögliche Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit der Veräußerung der Bank Austria Beteiligung prüfen sollte.[2] Gegen die Bestellung legte Unicredit wiederum selbst Anfechtungsklage ein.[3] In der Folgezeit bemängelte der besondere Vertreter die Behinderung seiner Arbeit.
Ab April 2008 wird die HypoVereinsbank ihren Marktauftritt dem der UniCredit Group anpassen. Zwar bleibt der Name der Bank erhalten, das bisherige blaue Logo wird aber durch einen schwarzen Schriftzug mit vorangestelltem, roten UniCredit-Logo ersetzt. Gleichzeitig wird auch bei der Bank Austria ein neues Logo eingeführt. Die HypoVereinsbank und die Bank Austria passen somit ihre Marken im Aussehen dem Gesamtauftritt der UniCredit-Gruppe an. [4]
Anteilseigner
| Anteil | Anteilseigner |
|---|---|
| 95 % | UniCredit Group |
Stand: Dezember 2007
Wichtige Tochtergesellschaften
- Bankhaus Neelmeyer in Bremen
- WealthCap (Gesellschaft für Sachwertanlagen)
- DAB bank AG (Direktbank)
- HVB Direkt Gesellschaft für Direktservice und Direktvertrieb mbH (Callcenter)
- HVB Immobilien AG
- HVB Information Services GmbH(Software-Provider und Rechenzentrum des Konzerns)
- HVB Leasing in Hamburg
- HVB Profil (Zeitarbeitsfirma)
- Vereinsbank Victoria Bauspar AG, München
- PlanetHome AG (Immobilienmakler)
Siehe auch
Weblinks
- Homepage der Bank
- HVB-Stiftungslehrstuhl für Finanzmathematik
- HVB Information Services GmbH (Software-Provider und Rechenzentrum des Konzerns)
Quellen
- ↑ Quelle: Die Welt (2006): "Die Top 50 Banken in Deutschland 2005"
- ↑ MHP News, mit weiterführenden Links.
- ↑ Unicredit verweigert Sonderprüfung, Artikel in der Financial Times Deutschland.
- ↑ http://press.hypovereinsbank.de/cms/german/press/showdetail.html?id=8778&pid=0&cid=0&dr=0

