Hypocrisy

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Hypocrisy
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Hypocrisy live in Glasgow, Schottland (2006)
Hypocrisy live in Glasgow, Schottland (2006)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Death Metal
Gründung 1990
Website http://www.hypocrisy.cc
Gründungsmitglieder
Peter Tägtgren
Masse Broberg (bis 1994)
Mikael Hedlund
Aktuelle Besetzung
Gesang, E-Gitarre, Keyboard
Peter Tägtgren
Bass
Mikael Hedlund
Reidar „Horgh“ Horghagen (seit 2004)
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre
Jonas Osterberg (1992–1994)
Schlagzeug
Lars Szöke (1992–2004)
E-Gitarre
Andreas Holma (2004–2006)

Hypocrisy (engl. „Heuchelei“) ist eine 1990 von Peter Tägtgren gegründete Death-Metal-Band aus Stockholm, Schweden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Anfänge und erste Alben (1990–1994)

Nachdem Peter Tägtgren während eines Florida-Aufenthaltes im Jahre 1990 mit der örtlichen Death-Metal-Szene in Berührung gekommen war, nahm er 1991 unter dem Projektnamen Seditious im Alleingang das Demo Rest in Pain auf, das ihm einen Plattenvertrag mit dem jungen Label Nuclear Blast einbrachte. Tägtgren war aber mit dem Gesang unzufrieden und lud Masse Broberg als Sänger, Mikael Hedlund als Bassist, Lars Szöke als Schlagzeuger und Jonas Osterberg als zweiten Gitarristen ein. Somit wurde aus dem Ein-Mann-Projekt eine Band, die nun den Namen Hypocrisy trug. Hedlund und Szöke spielten in der zweiten Hälfte der 1990er ebenso wie Peter Tägtgren bei der Black-Metal-Band The Abyss, sowie auch zeitlich versetzt bei War mit.

1992 erschien das Debütalbum Penetralia, welches weitestgehend den Trends der damaligen Death-Metal-Szene folgte, die Musik aber auch um melodische Wendungen erweiterte. Wie schon die erste Demo wurde auch das Debüt aufgenommen und gemischt im Abyss-Studio, welches sich anfänglich in Stockholm, jedoch seit Anfang 1995 in Pärlby befindet und bis heute von Tägtgren zusammen mit seinem Bruder Tommy betrieben wird. Mit dem Nachfolger Osculum Obscenum, bei dem Peter Tägtgren fortan wieder als alleiniger Studiogitarrist fungierte, erarbeitete sich die Band zunehmend einen eigenen Stil, der allerdings teilweise die Melodien des Debütalbums gegen Anleihen aus dem Black Metal und Doom Metal eintauschte. Das Album enthielt auch eine Coverversion des Songs Black Metal von Venom.

Auf der 1994 erscheinenden EP Inferior Devoties präsentierten sich Hypocrisy erneut in reduziertem Line-up. Sänger Masse Broberg hatte die Band verlassen und zu Dark Funeral gewechselt, somit übernahm Peter Tägtgren selbst den Gesang. Die EP bot Neuaufnahmen älterer Songs sowie die Slayer-Coverversion Black Magic.

[Bearbeiten] Die klassische Phase (1994–1997)

1994 folgte das Album The Fourth Dimension. Der Stil der Band entwickelt sich weiter und zeigt durch den Einsatz von Keyboards Bestrebungen, sich um eine düstere Atmosphäre zu erweitern. In der Zwischenzeit wurde Tägtgren als Produzent immer gefragter und war mit dem Abyss-Studio zunehmend an den Produktionen anderer Bands beteiligt.

Angekündigt durch die EP Maximum Abduction, erschien 1996 das nächste Album „Abducted“. Von diesem Album stammt auch Roswell ‘47, einer der bekanntesten Songs der Band, welcher den angeblichen UFO-Absturz von Roswell im Jahre 1947 thematisiert. In gewisser Hinsicht erarbeiteten sich Hypocrisy mit diesem Album ein „Alien“-Image, zumal auch der Albentitel (Entführung, engl.: Abduction) und das Cover Bezüge zum UFO-Phänomen aufwiesen (vgl. Entführung durch Außerirdische).

Ursprünglich wollte Peter Tägtgren die Band nach dem 1997er Album The Final Chapter auflösen, um sich komplett dem Abyss-Studio und seinem Dark-Metal/Rock-Projekt Pain widmen zu können, doch aufgrund der Beliebtheit von Hypocrisy entschied er sich, die Band weiterbestehen zu lassen.

[Bearbeiten] Nach dem Final Chapter (ab 1997)

Sänger Peter Tägtgren auf dem Metalcamp 2007

Der Auftritt auf dem schleswig-holsteinischen Wacken Open Air des Jahres 1998 wurde für eine Live-Veröffentlichung in Bild und Ton mitgeschnitten. Diese Aufnahmen wurden 1999 unter dem Titel „Hypocrisy Destroys Wacken“ auf CD und VHS veröffentlicht. Noch im selben Jahr entstand zudem das Studioalbum Hypocrisy. Es führte die mit The Fourth Dimension eingeleitete Wendung zum atmosphärischen, langsameren Death Metal weiter und bietet mit Fractured Millennium einen weiteren Bandklassiker. Das im Jahr 2000 erschienene Album Into the Abyss war dagegen wieder an die frühen Tage der Bandgeschichte angelehnt, bot jedoch auch wieder eine hervorragende Produktion sowie atmosphärische Passage und demonstrierte damit, dass die Band nur schwer in ein Genre einzuordnen ist.

Diesen Ruf unterstrich das 2002 erschienene Album Catch 22 nur, da es anstelle der atmosphärischen Passagen eher punkige Einflüsse zeigte und zudem durch eine bewusst roh belassene Produktion eine ganz andere Seite der Band zeigte, auch wenn dies bei vielen Fans auf Unverständnis stieß. Das 2004er Album The Arrival brachte folglich die Keyboard-Atmosphäre zurück, war jedoch auch sehr abwechslungsreich und übernahm von seinem Vorgänger Anleihen an den Thrash Metal. Zudem enthielt das Album mit The Abyss eine Neuaufnahme eines Songs vom Album The Fourth Dimension.

Im Januar 2004 verließ Lars Szöke die Band, da er es leid war, ständig auf Tour zu sein.[1] Er wurde durch Reidar „Horgh“ Horghagen von Immortal ersetzt. Ebenfalls 2004 stieß Andreas Holma' als zweiter Gitarrist zur Band, der jedoch schon 2006 aufgrund von Motivationsmangel durch den Darkane-Gitarristen Klas Ideberg ersetzt wurde. Tägtgren beschrieb vor allem den Einstieg von Horgh als Grundlage für eine stilistische Erweiterung der Band. Folglich bot das am 19. September 2005 erschienene Album Virus eine erneute Hinwendung zu härteren und schnelleren Songs, jedoch war dieser Schritt längst nicht so radikal wie zuvor bei Catch 22.

2009 erschien das Album "A Taste of Extreme Divinity", das wieder mehr schnellere und härtere Songs beinhaltete.

Nach vier Jahren Live-Pause war die Band 2010 wieder live unterwegs.

[Bearbeiten] Diskografie

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Hypocrisy
  DE 85 07.06.1999 (1 Wo.) [2]
Into the Abyss
  DE 64 14.08.2000 (1 Wo.) [2]
Catch 22
  DE 78 11.03.2002 (1 Wo.) [2]
The Arrival
  AT 71 29.02.2004 (1 Wo.) [3]
Virus
  DE 76 10.10.2005 (1 Wo.) [2]
  AT 75 09.10.2005 (1 Wo.) [3]
  SE 58 29.09.2005 (1 Wo.) [4]
A Taste of Extreme Divinity
  DE 62 06.11.2009 (… Wo.) [2]
  AT 66 06.11.2009 (… Wo.) [3]

[2]

[3] [4]

[Bearbeiten] Alben

  • 1992: Penetralia
  • 1993: Osculum Obscenum
  • 1994: The Fourth Dimension
  • 1996: Abducted
  • 1997: The Final Chapter
  • 1999: Hypocrisy
  • 2000: Into the Abyss
  • 2002: Catch 22
  • 2004: The Arrival
  • 2005: Virus
  • 2008: Catch 22 (V2.0.08)
  • 2009: A Taste of Extreme Divinity

[Bearbeiten] Sonstiges

  • 1993: Pleasure of Molestation (EP)
  • 1994: Inferior Devoties (EP)
  • 1995: Maximum Abduction (EP)
  • 1999: Hypocrisy Destroys Wacken (Livealbum)
  • 2001: Rest in Pain (Bonus CD)
  • 2001: 10 Years of Chaos and Confusion (Best-of)
  • 2011: Hell Over Sofia (Livealbum)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. deadfall.org: Interview mit Peter Tägtgren - 28. August 2004, zugegriffen am 24. September 2008
  2. a b c d e f musicline.de: Chartverfolgung Alben, zugegriffen am 24. September 2008
  3. a b c d austriancharts.at: Hypocrisy in den österreichischen Charts, zugegriffen am 24. September 2008
  4. a b swedishcharts.com: Hypocrisy in den schwedischen Charts, zugegriffen am 24. September 2008

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Hypocrisy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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