Hyundai Santa Fe

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Hyundai Santa Fe
Produktionszeitraum: seit 2000
Klasse: SUV
Karosserieversionen: Kombi
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Hyundai Santa Fe ist ein Sport Utility Vehicle des südkoreanischen Herstellers Hyundai, das seit Herbst 2000 hergestellt wird. Es verfügt über Front- und wahlweise Allradantrieb und war im Hyundai-Konzern bei seinem Erscheinen zwischen dem Hyundai Tucson und dem größeren Geländewagen Terracan platziert, zwischen Tucson und Veracruz (2006–2012) in den USA bzw. dem ix55 (2009–2011) in Europa.

Santa Fe (Typ SM, 2000–2006)[Bearbeiten]

1. Generation
Hyundai Santa Fe (2000–2004)

Hyundai Santa Fe (2000–2004)

Produktionszeitraum: 2000–2006
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotoren:
2,0–3,5 Liter
(100–149 kW)
Dieselmotoren:
2,0 Liter
(83–107 kW)
Länge: 4501 mm
Breite: 1847 mm
Höhe: 1676 mm
Radstand: 2620 mm
Leergewicht: 1686–1814 kg
Heckansicht

Mit der Einführung des Hyundai Santa Fe im März 2001 versuchte der koreanische Autohersteller erstmals, auf dem Gebiet der „sportlichen Universalfahrzeuge“ (SUV) Fuß zu fassen. Dies gelang aber nicht wirklich, möglicherweise bedingt durch das seinerzeit noch ungewöhnliche Karosseriedesign. Ganz anders in den USA, wo die Nachfrage nach dem Hyundai Santa Fe gerade wegen seines Designs besonders groß war, sodass er sofort zum Bestseller der Hyundai-Modellpalette wurde und es zu langen Lieferzeiten kam. Gerade das Modell Santa Fe trug auf dem amerikanischen Markt dazu bei, die Marke durchzusetzen. In Russland wird der Santa Fe seit 2005 von der Taganrogski Awtomobilny Sawod hergestellt.

Seit 2007 trägt das Modell dort nun den Modellnamen Santa Fe Classic. In der Volksrepublik China wird der Santa Fe ebenfalls weiterhin montiert und wird dort unter dem Markennamen Beijing-Hyundai vermarktet. Parallel dazu gibt es seit 2008 auch eine billigere Version unter dem Namen Hawtai Santa Fe[1]. Eine spezielle Sportversion ist unter dem Haw-Tai-Markennamen der C9[2] welcher mit einem aggressiven Styling auf sich aufmerksam macht und mit Leistungen von 118 und 215 PS erhältlich ist.

Technik[Bearbeiten]

Serienmäßig hatten alle Santa Fe-Modelle der ersten Generation, außer der Variante mit dem 2,7-l-V6-Motor, Frontantrieb (2WD-Two-Wheel-Drive). Gegen Aufpreis war für alle anderen Motorvarianten Allradantrieb (4WD) erhältlich.

Der Allradantrieb war bis Ende 2005 ein rein mechanisch geregeltes System. Eine Viscokupplung verteilte je nach Schlupf die Antriebskräfte zwischen Vorder- (VA) und Hinterachse (HA). Standard waren 60 % VA zu 40 % HA, bei Schlupf bis max. 10 % VA und 90 % HA. An die Stelle der eingesetzten Viscokupplung trat ab dem Facelift 2005 (beim Diesel VGT, 2006 bei den Ottomotoren), ein elektronisch geregeltes System mit elektromagnetisch betätigter Mehrscheibenkupplung („Interactive Torque Management“). Dadurch wurde in Kombination mit der Antischlupfregelung (je nach Absatzmarkt) eine variable Kraftverteilung für jedes einzelne Rad möglich. Bei Fahrten auf der Straße lenkt das System die gesamte Antriebskraft auf die Vorderräder. Lediglich bei durchdrehenden Vorderrädern werden die Hinterräder mit Antriebskraft versorgt.

Eine Traktionskontrolle war je nach Absatzmarkt für verschiedene Motorvarianten verfügbar. Ein ESP wurde nie angeboten, ABS war dagegen in den meisten europäischen Ländern Serie.

Alle Modelle mit ABS hatten an allen Rädern Scheibenbremsen (vorne innenbelüftet), die ohne ABS an der Hinterachse Trommelbremsen.

Offroad-Fähigkeiten[Bearbeiten]

Böschungswinkel Vorne/Hinten: 26°/28°

Rampenwinkel: 21°

Bodenfreiheit (min): 180 mm

Bauchfreiheit: 207 mm

Steigfähigkeit: 33 % (18°)

Wattiefe: 500 mm

Sicherheit[Bearbeiten]

In der Basisausstattung waren bei den Modellen in Europa lediglich zwei Frontairbags vorhanden. Je nach Land, Motorisierung und Ausstattung variierten diese Vorgaben. So war zum Beispiel in der Schweiz lange Zeit nur der 2,7-l-V6-Benzinmotor mit Allradantrieb sowie Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer erhältlich (2004 durch den 145-PS-Dieselmotor ergänzt).

Dennoch erzielte der Hyundai Santa Fe in einem 2002 durchgeführten Euro-NCAP-Crashtest 16 von 18 möglichen Punkten beim Seitenaufprall in der getesteten Version ohne Seitenairbags. Beim Frontalaufprall-Test erreichte der Santa Fe 9 von 16 Punkten, die Fußgängersicherheit wurde mit einem von vier möglichen Sternen hingegen schlecht bewertet. Dennoch lag das Ergebnis über dem des Nachfolgemodells (mit Null Sternen).

Modellpflege[Bearbeiten]

Im November 2004 wurden am Santa Fe im Rahmen eines Facelifts kleinere und größere Veränderungen vorgenommen. So erhielt der Santa Fe ein neues Allradsystem, den neuen VTG-Dieselmotor, neue Heckleuchten, geänderte Stoßfänger, einen mit Querstreben versehenen Kühlergrill sowie Detailüberarbeitungen im Innenraum (unter anderem ein geändertes Armaturenbrett).

Farben[Bearbeiten]

Für die Santa Fe-Modelle der ersten Generation waren folgende Lackierungen erhältlich:

Solid
Weiß
Metallic
Warm Silver
Metallic
Stone Grey
Metallic
Ocher Beige
Metallic
Gold
Metallic
Cooper Orange
Metallic
Oyster Blue
Metallic
Pine Green
Metallic
Dark Navy Blue
Metallic
Dark Red
Solid
Ebony Black

Motoren[Bearbeiten]

Santa Fe (Typ CM, 2006–2012)[Bearbeiten]

2. Generation
Hyundai Santa Fe (2006–2009)

Hyundai Santa Fe (2006–2009)

Produktionszeitraum: 2006–2012
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotoren:
2,4–3,3 Liter
(128–178 kW)
Dieselmotoren:
2,2 Liter
(110–145 kW)
Länge: 4675 mm
Breite: 1890 mm
Höhe: 1795 mm
Radstand: 2700 mm
Leergewicht: 1745–2069 kg

Im April 2006 erschien ein grundlegend überarbeiteter Santa Fe. Vom Design her besitzt das Nachfolgemodell mit dem Vorgänger so gut wie keine Gemeinsamkeiten mehr. Hinsichtlich der Abmessungen wuchs das neue Modell in allen Bereichen und bot nun mehr Platz im Innenraum, sodass nun auch erstmals eine dritte Sitzreihe gegen Aufpreis erhältlich ist, die den Fünf- zum Siebensitzer erweitert.

Heckansicht

Das Design und vor allem aber die Qualität sowie die verwendeten Materialien wurden verbessert, um eine jüngere Kundschaft durch ein modernes Design anzusprechen. Ein deutlich verbessertes Fahrverhalten und sportlichere Motoren waren für Hyundai ausschlaggebend dafür, den Santa Fe selbstbewusst „Sportsroader“ zu nennen.

Seit 2009 wird der Hyundai Santa Fe zusammen mit seinem koreanischen Schwestermodell Pyeonghwa Ppeokkugi 4WD innerhalb des im August 2007 vereinbarten ArvinMeritor-Hyundai-Joint-Ventures im tschechischen Nošovice produziert. Das Pyeonghwa-Schwestermodell wird bislang nur in Korea, der Volksrepublik China und in der Tschechischen Republik angeboten. Bei beiden Modellen werden dieselben Motorisierungen und auch dasselbe Interieur verwendet. Sie sind lediglich durch das verwendete Markenlogo und den auf der Heckklappe angebrachten Modellnamen zu unterscheiden.

Die Fahrzeuge für die nordamerikanischen Märkte hingegen kamen seit März 2006 aus Produktion der Hyundai Motor Manufacturing Alabama in Montgomery (Alabama). Wegen der begrenzten Kapazität des Werkes hatte man die Produktion im September 2010 in das Werk der Kia Motors Manufacturing Georgia in West Point verlagern müssen.

Modellpflege[Bearbeiten]

Im Spätherbst 2009 erhielt der Santa Fe ein Facelift an Front und Heck. Ab diesem Zeitpunkt kam kein Sechszylinder-Benziner mehr zum Einsatz, sondern ausschließlich Vierzylinder.

Ende 2011 wurde eine erneute Überarbeitung am Santa Fe durchgeführt, was fortan an silberfarbig lackierten Unterfahrschutzen vorn und hinten sowie an einer Chromleiste am Heck erkennbar ist. Weitere Charakteristika sind die schwarzen Einfassungen der Nebelscheinwerfer und eine schwarze Dachreling.[3]

An der Dachreling entfielen die beiden fest eingebauten Querträger, jetzt verfügt der Santa Fe über eine offene Reling wie die meisten PKWs. Der Dieselmotor 2.2 CRDI leistet nunmehr 197 PS und bietet ein höheres Drehmoment. Der neue Motor erfüllt die Euro-5-Norm.

Preise und Ausstattungen[Bearbeiten]

Als einzige Ausstattung kommt im CM die GLS-Version zum Einsatz. Sie bietet serienmäßig unter anderem eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber vorne und hinten, eine Alarmanlage sowie einen Bordcomputer, verchromte Türgriffe, eine Dachreling und elektrische Außenspiegel.

Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Sicherheitsausstattung umfangreich erweitert. ESP und ABS sowie Kopf-, Seiten- und Frontairbags, eine elektronische Bremskraftverteilung, aktive Kopfstützen vorn und Seitenaufprallschutz in den Türen sind serienmäßig. Später kam eine Premium-Version dazu, die unter anderem zusätzliche Lederausstattung, Navi, Rückfahrkamera, Tempomat, Xenon-Scheinwerfer, einen Lichtsensor und ein Reifenluftdruckkontrollsystem enthielt.

Sonderausstattung:

  • zum Beispiel das Comfortpaket mit elektrisch einstellbaren Ledersitzen und Sitzheizung, einer Geschwindigkeitsregelanlage und getönten Scheiben sowie Metalleinstiegsblenden und Lederlenkrad/-schaltknauf; bei Fahrzeugen ohne Allradantrieb zusätzlich mit einer doppelten Klimaautomatik mit Luftgütesensor
  • ein elektrisches Panorama-Hub-/Schiebedach
  • Metallic- oder Mineraleffektlackierung

Sondermodelle[Bearbeiten]

Am 23. Mai 2007 brachte Hyundai den Santa Fe als Sondermodell Vanilla White auf den Markt, um die im Vergleich zum kleineren Hyundai Tucson bisher niedrigeren Verkaufszahlen zu steigern. Das Sondermodell war äußerlich an seiner weißen Lackierung, 20-Zoll-Leichtmetallrädern, schwarzen Kotflügelverbreiterungen und einem Unterfahrschutz an Front und Heck zu erkennen. Im Innenraum fanden Ledersitze, -lenkrad und -schaltknauf, eine Sitzheizung vorne, Türeinstiegsleisten in Metalloptik, dunkel getönte Fondscheiben sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage Verwendung. Das auf 100 Fahrzeuge limitierte Modell war ausschließlich mit 2,2-Liter-Dieselmotor und Allradantrieb erhältlich. Der Vanilla White war im Vergleich zum serienmäßigen Santa Fe mit Diesel und Allrad 9.000 Euro teurer.

Zur Einführung des neuen Santa Fe III wurde ab September 2012 der Santa Fe II (CM) als Premium-Version mit Automatikgetriebe und Allradantrieb verkauft. Die Kostenersparnis zum ehemaligen Listenpreis betrug rund 10.000 Euro.

Farben[Bearbeiten]

Solid
Vanilla Weiß
Metallic
Platinum Silver
Metallic
Satin Beige
Metallic
Natural Khaki
Metallic
Blue Titanium
Mineraleffekt
Blue Onyx
Metallic
Superior Red
Solid
Ebony Black

Motoren[Bearbeiten]

Santa Fe (Typ DM, seit 2012)[Bearbeiten]

3. Generation
Hyundai Santa Fe (seit 2012)

Hyundai Santa Fe (seit 2012)

Produktionszeitraum: seit 2012
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotoren:
2,4–3,3 Liter
(140–213 kW)
Dieselmotoren:
2,0–2,2 Liter
(110–145 kW)
Länge: 4690 mm
Breite: 1880 mm
Höhe: 1680 mm
Radstand: 2700 mm
Leergewicht: 1752–1968 kg
Sterne im Euro NCAP-Crashtest (2012)[4] Crashtest-Stern 5.svg

Im September 2012 kam die dritte Generation des Hyundai Santa Fe auf dem Markt.

Entgegen anfänglichen Behauptungen, das Modell würde in Europa in Hyundai ix45 umbenannt werden, wurde auch hier der Name Santa Fe beibehalten.[5] Erstmals wird das Modell in zwei Längen angeboten. Neben dem Santa Fe mit kurzem Radstand gibt es seit Frühjahr 2013 den Grand Santa Fe, der den Hyundai ix55 ablöste. In den USA und in Asien wird die kurze Version unter dem Namen Santa Fe Sport vertrieben, die Langversion heißt dort Hyundai Maxcruz.


In den USA stehen folgende Motoren zur Auswahl:

  • Benziner:
    • 2.4 (140 kW/190 PS)
    • 2.0 Turbo (194 kW/264 PS)
    • 3.3 V6 (213 kW/290 PS)


Technische Daten[Bearbeiten]

2.4 2.0 CRDi 2.2 CRDi 2.2 CRDi 4WD
Bauzeitraum seit 09/2012
Motorkenndaten
Motortyp R4-Ottomotor R4-Dieselmotor
Gemischaufbereitung Direkteinspritzung
Motoraufladung Turbolader
Hubraum 2359 cm³ 1995 cm³ 2199 cm³
max. Leistung 141 kW (192 PS) bei 6300/min 110 kW (150 PS) bei 4000/min 145 kW (197 PS) bei 3800/min
max. Drehmoment 242 Nm bei 4250/min 383 Nm bei 1800–2500/min 421 Nm bei 1800–2500/min
Kraftübertragung
Antrieb, serienmäßig Vorderradantrieb Allradantrieb
Getriebe, serienmäßig 6-Gang-Schaltgetriebe
Getriebe, optimal [6-Stufen-Automatikgetriebe]
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 190 km/h 187 km/h 190 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 10,0 s 11,0 s 9,4–9,8 s 9,8–10,1 s
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) 8,7 l Super 6,1 l Diesel 5,9–6,6 l Diesel 6,1–6,8 l Diesel
CO2-Emission (kombiniert) 202 g/km 159 g/km 155–173 g/km 159–178 g/km
Abgasnorm nach EU-Klassifikation Euro 5
  • 2WD = Two-Wheel-Drive (angetrieben über die Vorderachse)
  • 4WD = Allradantrieb (Vorder- und Hinterachse werden angetrieben)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hyundai Santa Fe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Referenzen[Bearbeiten]

  1. http://www.hawtaiautomobile.com.cn/cn/product/index.html
  2. http://www.hawtaiautomobile.com.cn/cn/product/c9.html
  3. Dezenter Feinschliff für Hyundai Santa Fe autohaus.de, 1. Dezember 2011
  4. Ergebnisse des Hyundai Santa Fe beim Euro-NCAP-Crashtest 2012
  5. Hyundai Santa Fe auf der New York Auto Show