Iñigo López de Mendoza

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Íñigo López de Mendoza

Íñigo López de Mendoza, Marquis de Santillana y Conde del Real de Manzanares (* 19. August 1398 in Carrión de los Condes, Palencia; † 25. März 1458 in Guadalajara) war ein spanischer Staatsmann und Dichter.

Leben[Bearbeiten]

Mendoza war adeliger Abstammung, diente am Hof des König Johann II. von Kastilien und zeichnete sich im Militärdienst aus. Beim Sturz von Álvaro de Luna (1453) spielte Mendoza eine wichtige Rolle. Später wurde er zum Marquis erhoben (1455). In seinen letzten Jahren widmete er sich dem Schreiben. Er verfasste eine Sammlung lehrhafter Sprichwörter, „Proverbios de gloriosa doctrina“, und einen Dialog ähnlichen Stils, „Dialogo de bias contra fortuna“. Seine „Comedieta de Ponza“, von Dante Alighieri beeinflusst, beschrieb die Schlacht in der König Alfons V. von Aragón in genuesische Gefangenschaft geriet (1435).

Der Marqués de Santillana gilt als ein früher Vertreter eigenständiger Poesie in spanischer Sprache. Unter dem Einfluss der italienischen Renaissance (Dante, Petrarca) entstanden seine Sonette. Er veranlasste die Übersetzung klassischer griechischer und lateinischer Autoren.

Mendoza ist der Vater des ersten Herzog von El Infantado und der Stammvater aller folgenden Herzöge. Ein weiterer Sohn ist der Kardinal und Kanzler Pedro González de Mendoza.

Literatur[Bearbeiten]

  • R. Lapesa: La obra literaria del marqués de Santillana, 1957

Werke im Volltext[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]