I. SS-Panzerkorps

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
I. SS-Panzerkorps
I. SS-Panzerkorps „Leibstandarte“
Truppenkennzeichen des I. SS-Panzerkorps
Verbandsabzeichen
Aktiv 27. Juli 1943 bis 8. Mai 1945
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Waffen-SS
Typ Panzerkorps
Unterstellte
Truppenteile

siehe Gliederung

Aufstellungsort Berlin-Lichterfelde
Zweiter Weltkrieg Westfront
Schlacht um Caen
Kessel von Falaise
Ardennenoffensive

Ostfront

Plattenseeoffensive
Schlacht um Wien
Kommandierende Generale
Liste der Kommandierenden Generale

Das I. SS-Panzerkorps, auch I. SS-Panzerkorps „Leibstandarte“, war ein Großverband der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Generalkommando I. SS-Panzerkorps wurde am 27. Juli 1943 in Berlin-Lichterfelde aufgestellt. Damit verbunden war die Umbenennung des bisherigen SS-Panzerkorps in II. SS-Panzerkorps. Zum Kommandierenden General wurde SS-Oberst-Gruppenführer Josef Dietrich ernannt. Die Aufstellung der Korpstruppen erfolgte auf dem Truppenübungsplatz Beverloo in Belgien, die der schweren SS-Panzer-Abteilung 101 auf dem Truppenübungsplatz Mailly-le-Camp in Frankreich. Bereits im August 1943 wurde das noch in Aufstellung befindliche Korps nach Oberitalien verlegt.

Im Dezember 1943 war die Aufstellung abgeschlossen und das Korps wurde nach Frankreich verlegt, wo es zur Verfügung der Heeresgruppe D gestellt wurde. Nach der Landung der Alliierten in der Normandie (→ Operation Overlord) kam das Korps unter der Panzergruppe West in der Schlacht um Caen zum Einsatz, anschließend bei der Sicherung des Rückzugs der 7. Armee aus dem Kessel von Falaise und den Rückzugskämpfen bis zur deutschen Grenze. Nach einer Auffrischung in Westfalen folgte im Dezember der Einsatz des Korps als Teil der 6. Panzerarmee bei der Ardennenoffensive. Nach einer weiteren Auffrischung im Januar 1945 wurde das Korps nach Ungarn verlegt und nahm an der im März beginnenden Plattenseeoffensive teil. Es folgten Abwehrkämpfe während der Wiener Operation der Roten Armee und die Kapitulation gegenüber amerikanischen Truppen in Oberösterreich.

Gliederung[Bearbeiten]

Korpstruppen
  • SS-Korps-Nachrichten-Abteilung 101
  • SS-Artilleriekommando I
  • schwere SS-Panzer-Abteilung 101
  • SS-Werfer-Abteilung 101/schwere SS-Artillerie-Abteilung 101
  • SS-Flak-Abteilung 101
  • SS-Korps-Sanitäts-Abteilung 101
  • SS-Korps-Nachschubtruppen 101
Unterstellte Divisionen

Kommandierende Generale[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Reynolds: Ein Gegner wie Stahl. Das I. SS-Panzerkorps in der Normandie 1944. Pour-le-Mérite, Selent 2004, ISBN 3-932381-28-9.
  •  Rolf Stoves: Die gepanzerten und motorisierten deutschen Großverbände 1935–1945. Ed. Dörfler im Nebel-Verlag, Eggolsheim 2003, ISBN 3-89555-102-3.