Iberia (Fluggesellschaft)

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Iberia
Logo der Iberia
Airbus A330-302 der Iberia
IATA-Code: IB
ICAO-Code: IBE
Rufzeichen: IBERIA
Gründung: 1927
Sitz: Madrid, SpanienSpanien Spanien
Drehkreuz:

Madrid-Barajas

Heimatflughafen:

Madrid-Barajas

Unternehmensform: S.A.
Leitung: Antonio Vázquez Romero (CEO)[1]
Mitarbeiterzahl: 22.500[2]
Umsatz: 5,5 Mrd. Euro
Fluggastaufkommen: 24,3 Mio. (2010) [3]
Allianz: oneworld
Vielfliegerprogramm: Iberia Plus
Flottenstärke: 76 (+ 18 Bestellungen)
Ziele: National und international
Website: www.iberia.de

Iberia (vollständig Iberia Líneas Aéreas de España S.A.) ist die größte spanische Fluggesellschaft mit Sitz in Madrid und Drehkreuz auf dem Flughafen Madrid-Barajas. Sie ist Mitglied der Luftfahrtallianz oneworld und zusammen mit British Airways Teil der International Airlines Group.

Geschichte[Bearbeiten]

1927 bis 1929[Bearbeiten]

Iberia wurde am 28. Juni 1927 mit einem von einem spanischen Investor und der damaligen Deutschen Luft Hansa (DLH) bereitgestellten Grundkapital von 1,1 Millionen Peseten gegründet. Die DLH hatte im Rahmen ihrer geplanten Flugverbindung nach Südamerika großes Interesse an der iberischen Halbinsel. Nach Abschluss des Pariser Luftfahrtabkommens im Mai 1926 war für die DLH die Flugstrecke nach Spanien über Frankreich offen. Bereits im Oktober 1926 wurden die Verhandlungen über die Gründung einer spanischen Gesellschaft mit einem spanischen Konsortium abgeschlossen.[4]

Mitte 1927 konnte die jetzt Iberia genannte Gesellschaft die Geschäfte aufnehmen. Das Deutsche Reich schloss Ende des Jahres ein Luftverkehrsabkommen mit der spanischen Regierung, um sich die Streckenrechte für den geplanten Verkehr nach Südamerika sichern zu können. In diesem Abkommen ging es um Durchflug- und Landerechte, besonders auch auf den Azoren, den portugiesischen Kapverden und den Kanaren. Technische Schwierigkeiten mit den für den Verkehr vorgesehenen Dornier Do R- und Romar-Flugbooten verzögerten aber die Verkehrsaufnahme.[5] Iberia konnte am 14. Dezember 1927 die Strecke zwischen Barcelona und Madrid mit von der DLH gecharterten Rohrbach Ro VIII aufnehmen.[6] Spanien konnte aber ab Januar 1928 an das Flugnetz der DLH angeschlossen werden, indem die Strecke Stuttgart-Marseille bis Barcelona verlängert wurde,[7] wenn auch der Betrieb der Iberia zum Jahresende 1928 wieder eingestellt wurde. Der Verkehr der Iberia wurde vom 14. Dezember 1927 bis 31. Dezember 1928 auf der Strecke Barcelona-Madrid durchgeführt. Nach anfänglichem werktäglichen Dienst wurde die Flugdichte aber bereits im Februar 1928 heruntergesetzt.[8] Die gecharterten fünf oder sechs Rohrbach Ro VIII wurden bis auf die im April 1928 verunglückte M-CCCC[9] im April und Mai 1929 wieder an die DLH zurückgegeben.

In diesen Jahren war Iberia sowohl technisch als auch organisatorisch vollständig von der Deutschen Luft Hansa abhängig.[10]

1937 bis 1944[Bearbeiten]

Eine Douglas DC-4 der Iberia in den 1950er-Jahren
Eine Sud Aviation Caravelle der Iberia in den 1970er-Jahren
Eine Douglas DC-9-30 der Iberia 1978
Eine Boeing 747-200 der Iberia 1998

Zu Beginn des Spanischen Bürgerkrieges befanden sich die meisten Flugzeuge der LAPE, der staatlichen spanischen Fluggesellschaft, auf republikanischem Gebiet. Die vier in nationalistischen Besitz geratenen Flugzeuge der LAPE wurden als Verbindungs- und Reiseflugzeuge für Franco und seine Generalität genutzt, so dass ein Luftverkehr in der nationalen Zone, auch aus Mangel an Piloten, nicht möglich war.[11]

Iberia bestand bei Ausbruch des Bürgerkrieges noch und besaß auch noch die notwendigen Konzessionen. Ihr damaliger Direktor, Daniel de Araoz, wandte sich an die Deutsche Lufthansa mit der Bitte, einen innerspanischen Luftverkehr in der nationalen Zone aufzubauen. Obwohl es nirgendwo vermerkt ist, ist anzunehmen, dass das Einverständnis sowohl Deutschlands als auch des nationalen Spaniens zu diesem Schritt vorlag. Die Nationalen waren an schnellen Verbindungen innerhalb des Landes wegen des Krieges interessiert, da der erdgebundene Verkehr durch Kriegszerstörungen und auf Grund des Frontverlaufs teilweise gestört war. Die deutsche Seite gewann durch die Dienstleistung der DLH eine Forderung an die Nationalen, die diese durch Rohstoffe und Lebensmittel bezahlen konnten. Daran war das Reich wegen des eigenen Mangels an diesen Gütern besonders interessiert.[12]

Bereits am 16. August 1937 eröffnete die DLH die Strecke Vitoria-Burgos-Salamanca-Caceres-Sevilla-Tétouan, die Nordspanien mit Spanisch-Marokko verband. In Burgos landeten die Streckenmaschinen aus Deutschland, so dass dort ein Anschluss an den Dienst der DLH bestand. Der Verkehr wurde durch Flugzeuge der DLH mit deutschem Personal betrieben, der einzige Spanier in Diensten der Iberia war Direktor Araoz.[13] Ab 19. April 1938 wurde auch Las Palmas in das Streckennetz der Iberia einbezogen.[14] Am Ende des Bürgerkriegs umfasste das Streckennetz 4.500 km, zwölf Flugplätze wurden angeflogen.[15]

Am 1. Juli 1939 erwarb Iberia die sieben Junkers Ju 52/3m, die den innerspanischen Luftverkehr betrieben hatten, von der Lufthansa. Durch den Kriegsbeginn ergab sich für die DLH die missliche Lage, dass die Iberia den Kaufpreis, der in monatlichen Raten von 40.000.- RM bezahlt werden sollte, auf Grund des geringen Güteraustausches zwischen Spanien und dem Reich nicht mehr begleichen konnte.[16] Nachdem die Lufthansa der spanischen Regierung im August 1939 einen Bericht über den Aufbau des innerspanischen Luftverkehrs vorgelegt hatte, ergab sich im Anschluss daran die Frage einer Verstaatlichung der Iberia.[17] Diese trat am 7. Juni 1940 in Kraft. Die Interessen der DLH wurden bei dieser Lösung vollständig befriedigt. Sie erhielt für ihr Aktienpaket 800.000.- Ptas., die spanische Regierung trat in die Verbindlichkeiten der Iberia gegenüber der DLH in Höhe von 1,14 Mio. Ptas. ein.[18]

Zwischen August 1937 und Juni 1940 flog Iberia 3,8 Mio. Kilometer und beförderte 64.000 Passagiere und 590 Tonnen Fracht und Post. Insgesamt wurden acht Ju 52/3m mit zivilen Kennzeichen, die mit M- begannen, eingesetzt. Eine Ju 52/3m wurde am 29. März 1939 schwer beschädigt und ausgemustert.[19]

Nachdem Iberia am 22. November 1940 mit der SAETA, einer Neugründung des Jahres 1939, verschmolzen worden war, zog die DLH ihr noch verbliebenes Personal zurück. Das Kapital der Iberia teilte sich in 51 %, die das Ministerio del Aire hielt, 24,5 % für die DLH und 24,5 % für Ala Littoria. Diese hatte aber kein Interesse daran und trat ihre Anrechte an spanische Bürger ab. Diese spanische Seite bestand aus zwei Privatleuten, die die Aktien als Strohmänner für die DLH übernahmen, so dass der echte Anteil der Lufthansa 49 % betrug. So gelang es der DLH, entscheidenden Einfluss auf die Geschäftsführung der Iberia zu gewinnen. Die Beteiligung erfolgte seitens der DLH nicht mit Devisen, sondern mit vier fabrikneuen und zwei gebrauchten Ju 52/3m, die 1941 und 1942 geliefert wurden. Im Laufe des Krieges nutzten die Alliierten die Sperrung der Lieferung von Flugbenzin, um den Einfluss der DLH auf Iberia zu beseitigen. Der Flugbetrieb der Iberia musste 1941 und 1942 drastisch reduziert werden.[20] Im März 1943 sah sich die Iberia gezwungen, den Verkehr dann ganz einzustellen, bis sich die DLH bereit erklärte, ihre Anteile am 7. August 1943 an das spanische Industrieministerium INI zu verkaufen.[21] Da die DLH unter erheblichen Flugzeugmangel litt, wurden 1942 erstmals zwei Ju 52/3m der Iberia gechartert, 1943 eine weitere Ju 52/3m. Eine der Ju 52/3m wurde bei einem alliierten Luftangriff auf Stuttgart am 9. August 1944 zerstört.[22]

Nachdem die DLH ihre Beteiligung an die spanische Regierung verkauft hatte, ließen die Alliierten im November 1943 den Export von Benzin wieder zu.[23] Allerdings war bereits im Februar 1944 ein neues Embargo in Kraft getreten, das Spanien veranlassen sollte, die Exporte von Wolfram nach Deutschland zu stoppen. Nach einem Kompromiss mit den Alliierten wurde im Juli 1944 dann endgültig die Versorgung normalisiert.[24] Mit der gleichzeitig einsetzenden Entspannung der Beziehungen zwischen den Alliierten und Spanien wurde eine Luftverbindung nach Madrid interessant. Da Spanien offiziell neutral war, kam nur die British Overseas Airways Corporation (BOAC) für diese Aufgabe in Frage. Die Verhandlungen führten dazu, dass die Strecke vom Vereinigten Königreich über Lissabon nach Madrid ab 23. Oktober 1944 beflogen werden konnte.[25] Auf dem Teilstück Lissabon-Madrid flog die BOAC bis April 1945 in Konkurrenz zur Lufthansa.

1950er- bis 1990er-Jahre[Bearbeiten]

Der Sitz von Iberia in Madrid
Mehrere Flugzeuge der Iberia an ihrer Heimatbasis, dem Terminal 4 des Flughafens Madrid-Barajas

1960 stellte Iberia ihr erstes Düsenflugzeug, eine Douglas DC-8, in Dienst. Später wurde Iberia der größte Betreiber der Boeing 727 und erster Betreiber der Douglas DC-9-32 in Europa.

Im Jahr 1972 trat Iberia dem ATLAS-Konsortium bei und arbeite im Anschluss bei der Wartung von Großraumflugzeugen und der Schulung von Besatzungen mit den Fluggesellschaften Air France, Alitalia, Lufthansa und Sabena zusammen.

Das noch heute genutzte Logo wurde bereits 1977 anlässlich des 50. Geburtstags von Iberia eingeführt und stellt das Kürzel IB mit spanischer Krone im oberen Teil des I dar. Die Firmenfarben geben kombiniert Teile der Farben der spanischen Flagge mit dem Image Spaniens als Land mit viel Sonne wider.

Ab Anfang der 1990er-Jahre wurde ein Flottenerneuerungsprogramm mit 22 Airbus A320-200 und 24 McDonnell Douglas MD-87 eingeleitet. Bei letzterem Muster war Iberia der weltweit größte Betreiber. Ab 1993 folgten Boeing 757 und ab 1996 der Airbus A340-300, der seither die Boeing 747 abgelöst hat.

Im März 1999 wurde die Tochtergesellschaft Viva Air und im September 1999 die Fluggesellschaft Aviaco inklusive ihrer Flotte integriert, wodurch Iberia auch ein Betreiber der McDonnell Douglas MD-88 wurde.

Entwicklung seit 2000[Bearbeiten]

Ein Wartungshangar der Iberia
Economy-Klasse an Bord eines Airbus A340-600 der Iberia

Im Juni 2003 übernahm Iberia als zweite Fluggesellschaft Europas nach Virgin Atlantic den neuen Airbus A340-600.

2004 löste Iberia ihr Drehkreuz in Miami auf. Sie hat damit auf die Einführung der Visumpflicht für Transitpassagiere in den USA reagiert und fliegt Ziele in Lateinamerika von Madrid aus seither ohne Zwischenstopp in den USA oder Puerto Rico an.

Am 6. Februar 2007 gaben die zwei spanischen Banken Caja Madrid und BBVA bekannt, ihre Anteile an Iberia zu verkaufen. Ende des Jahres jedoch übernahm die Caja Madrid die Anteile von Logista und BBVA und wurde mit 22,99 % zum Mehrheitsaktionär von Iberia. British Airways, der bereits 10 Prozent von Iberia gehören, nutzte ihr Vorkaufsrecht nicht, um in den Besitz weiterer Aktien zu kommen.

Im März 2008 erhöhte British Airways ihren bestehenden Anteil an Iberia jedoch auf 13,15 %. Am 29. Juli 2008 erklärten Iberia und British Airways, dass über eine Fusion beider Fluggesellschaften verhandelt werde.[26] Am 12. November 2009 kündigten British Airways und Iberia die Fusion tatsächlich an, mit der die beiden Unternehmen zusammen zur sechstgrößten Fluggesellschaft der Welt wurden. Die Fusion hat einen finanziellen Umfang von 7 Milliarden US-Dollar und wurde am 21. Januar 2011 mit dem Eintrag in das Handelsregister abgeschlossen.[27] Das gemeinsame Dachunternehmen der beiden Gesellschaften ist seither die neu entstandene Holding International Airlines Group.

Im Oktober 2011 wurde die Gründung der neuen Tochterfluggesellschaft Iberia Express bekannt gegeben, die ab 23. März 2012 zunächst vier Flugzeuge und einige der Kurz- und Mittelstrecken der Muttergesellschaft von und nach Madrid übernahm[28] und seitdem sukzessive wuchs. Mit Iberia Express soll verstärkt in Konkurrenz mit Billigfluggesellschaften getreten werden.[29] Die Gründung von Iberia Express rief bei den Piloten starke Proteste hervor, da sie vermuten, dass Iberia die Europaverbindungen gänzlich von Iberia Express bedienen lassen will und selbst nur noch Langstreckenverbindungen anbieten werde. An Streiktagen mussten zeitweise hunderte Flüge abgesagt werden.[30]

Im November 2012 kündigte Iberia den Abbau von 4500 Arbeitsplätzen an. Der Chief Operating Officer sagte: „Iberia kämpft ums Überleben.“ und „Jeden Tag verbrennt die Gesellschaft 1,7 Millionen Euro.“[31] Im Streit um einen Sanierungsplan, der einen Abbau von nun 3800 Arbeitsplätzen und Gehaltskürzungen vorsieht, rief das Boden- und Kabinenpersonal am 18. Februar 2013 zum größten Streik in der Geschichte des Unternehmens auf. Der fünftägige Streik sollte bis zum 22. Februar anhalten. In dieser Zeit sollten laut Iberia mehr als 1200 Flüge abgesagt werden und 70.000 Passagiere betroffen sein.[32] [33]

Gegenwart[Bearbeiten]

Am 27. März 2013 teilte Iberia mit, dass Rafael Sanchez-Lozano seinen Posten mit sofortiger Wirkung abgebe. Nachfolger werde Luis Gallego, Chef der Billigflug-Tochtergesellschaft Iberia Express. Die spanische Regierung hatte zuvor einen Schlichter eingesetzt. Demnach sollen deutlich weniger Arbeitsplätze abgebaut werden als ursprünglich geplant und der Gehaltsverzicht geringer ausfallen.[34]

Im Frühjahr 2013 erhielt Iberia ihren ersten von acht Airbus A330-300, die einen Teil der Airbus A340-300 ablösen sollen. Die A330 sind erstmals mit persönlichem Inflight Entertainment auch in der Economy-Klasse ausgestattet. Die A340-600 sollen entsprechend nachgerüstet werden. Die Muttergesellschaft International Airlines Group gab Anfang August 2013 zudem bekannt, dass man für Iberia Optionsverträge über 32 Airbus A350-900 und zwölf Boeing 787-9 abgeschlossen hat[35], mit denen die Langstreckenflotte langfristig grundlegend erneuert werden soll.

Im Oktober 2013 stellte Iberia ein komplett neues Corporate Design vor. Neben einer vollständig neuen Lackierung der Flugzeuge wird auch der bereits seit den 1970er-Jahren genutzte Schriftzug und das Logo ersetzt.[36]

Im September 2014 wandelte Iberia acht Optionen für den Airbus A330-200 in Bestellungen um, die einen Teil der A340 ersetzen soll.[37]

Ende 2014 konnte die Muttergesellschaft International Airlines Group bekannt geben, dass der Turnaround bei Iberia erreicht wurde und die Fluggesellschaft wieder Gewinn schreibt.[38]

Flugziele[Bearbeiten]

Iberia fliegt über 100 Ziele in 43 Ländern an. Der Langstreckenverkehr ist stark auf Lateinamerika ausgerichtet. Dort bedient Iberia 17 Ziele und bietet darüber hinaus weitere 35 Städte im Codesharing mit ihren Partnern vor Ort an; es werden zudem Ziele in Nordamerika sowie Afrika und dem Nahen Osten angeboten. In Nordamerika werden beispielsweise Boston, Washington, D.C. und Los Angeles angeflogen. Alle Langstreckenflüge starten in Madrid-Barajas.

In Deutschland fliegt Iberia Düsseldorf, Frankfurt am Main und München an, in Österreich Wien sowie in der Schweiz Genf und Zürich.

Im Rahmen eines Franchise-Abkommens führt Air Nostrum unter dem Namen Iberia Regional Air Nostrum Regional- und Zubringerflüge mit kleinerem Fluggerät durch und bedient neben Madrid weitere Flughäfen in Spanien. Die Muttergesellschaft IAG ist zu 90,51 % an Vueling beteiligt,[39] die viele Iberia-Strecken ab Barcelona übernommen hat, wo Iberia heute nur noch mit wenigen Routen präsent ist.

Flotte[Bearbeiten]

Ein Airbus A319-100 der Iberia
Ein Airbus A340-600 der Iberia

Mit Stand Dezember 2014 besteht die Flotte der Iberia aus 74 Flugzeugen[40] mit einem Durchschnittsalter von 8,5 Jahren[41]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt[42] Anmerkungen Sitzplätze[43]
Airbus A319-100 13 02 141
Airbus A320-200 13 136-171
Airbus A321-200 16 172-200
Airbus A330-200 08 - offen -
Airbus A330-300 08 278
Airbus A340-300 07 254
Airbus A340-600 17 342
Airbus A350-900 08 - offen -
Gesamt 74 018

Weitere Flugzeuge werden durch Air Nostrum als Iberia Regional sowie von Iberia Express betrieben.

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Iberia verzeichnet seit ihrer Gründung im Jahr 1927 insgesamt 13 Zwischenfälle mit Todesopfern. Der erste ereignete sich 1939, der letzte 1985[44]:

  • Am 23. Dezember 1948 kollidierte eine Douglas C-47 (EC-ABK) auf dem Weg von Madrid nach Barcelona mit einem Berg, wobei alle 37 Menschen an Bord ums Leben kamen.[46]
  • Am 28. Oktober 1957 verunglückte eine weitere Douglas C-47 (EC-ACH). Sie stürzte auf dem Weg von Tanger nach Madrid ab, als eines der Triebwerke Feuer gefangen hatte. Alle 47 Menschen an Bord starben.[47]
  • Am 29. April 1959 kollidierte erneut eine C-47 auf dem Weg von Barcelona nach Madrid mit einem Berg. Es herrschte zum Unglückszeitpunkt extrem schlechtes Wetter. Alle 28 Insassen kamen ums Leben.[48]
  • Am 31. März 1965 verlor Iberia eine weitere CV-440. Sie stürzte mit 53 Menschen an Bord aus Málaga kommend vor Tanger ins Meer. Drei Menschen überlebten.[50]
  • Am 5. Mai 1965 verunglückte eine Lockheed L-1049G Super Constellation aus Madrid kommend beim Landeanflug auf Teneriffa. Nach mehreren Landeversuchen während schlechten Wetters schlug die Maschine schließlich 50 Meter vor der Landebahn auf, wobei 30 von 49 Menschen an Bord ums Leben kamen.[51]
  • Am 16. September 1966 musste eine Douglas C-47 kurz nach dem Start von Teneriffa wegen einer Triebwerksstörung im Meer notwassern. Von 27 Menschen an Bord konnten sich 26 aus der langsam sinkenden Maschine retten.[52]
  • Am 4. November 1967 verunglückte eine Sud Aviation Caravelle (EC-BDD) auf dem Weg von Málaga nach London. Die Maschine unterschritt bei leichtem Nebel und Nieselregen aus unbekannter Ursache ihrer Mindestflughöhe und kollidierte schließlich mit Gebäuden und Vegetation, wobei alle 37 Menschen an Bord ums Leben kamen.[53]
  • Am 7. Januar 1972 stürzte eine weitere Sud Aviation Caravelle (EC-ATV) auf Iberia-Flug 602 beim Landeanflug auf Ibiza ab, wobei alle 104 Insassen ums Leben kamen.[54]
  • Am 7. Dezember 1983 kollidierte eine Boeing 727-200 (EC-CFJ) während des Startlaufs auf dem Flughafen Madrid-Barajas mit einer Douglas DC-9 der Aviaco, die irrtümlich die Startbahn befahren hatte. 51 von 93 Menschen an Bord kamen ums Leben.[58]
  • Am 19. Februar 1985 verunglückte Iberia-Flug 610, eine weitere Boeing 727-200 (EC-DDU), beim Landeanflug auf Bilbao, als sie eine Rundfunkantenne streifte und dadurch ein Flügel abgerissen wurde. Keiner der 148 Menschen an Bord überlebte das Unglück.[59][60]
  • Der letzte Flugzeugverlust der Iberia ereignete sich am 9. November 2007. Ein aus Madrid kommender Airbus A340-600 mit der Kennung EC-JOH rutschte bei der Landung auf dem als schwierig geltenden Aeropuerto Internacional Mariscal Sucre in Quito über das Ende der Landebahn hinaus. Alle 359 Insassen überlebten, jedoch wurde das erst eineinhalb Jahre zuvor neu ausgelieferte Flugzeug so schwer beschädigt - unter anderem wurden zwei der Triebwerke abgerissen -, dass es einige Monate später noch vor Ort verschrottet wurde.[61][62] Der Flughafen wurde mittlerweile geschlossen und durch einen einfacher anzufliegenden ersetzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Iberia – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Iberia – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Iberia – Board of Directors (englisch) abgerufen am 17. März 2010
  2. FlugRevue Februar 2009, S.28-33, Europas Brücke nach Südamerika - IBERIA Strategie für 2009
  3. Iberia Group Presentation (ppt) Abgerufen am 14. Januar 2012.
  4. Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates, 15. Dezember 1926, S. 2, BA Berlin, Bestand „Deutsche Bank“
  5. Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates, 6. Sitzung, 6. August 1927, BA Berlin, Bestand „Deutsche Bank“
  6. Verkehrsleitung, Betriebsmitteilungen für den Monat Dezember 1927, BA Berlin, Bestand “Deutsche Bank”
  7. Verkehrsleitung, Betriebsmitteilungen für den Monat Januar 1928, BA Berlin, Bestand “Deutsche Bank”
  8. Mulder, Rob: Iberia and the Rohrbach Ro VIII Roland I, Internet: www.europeanairlines.com.
  9. Inventurlisten DLH 1928 und 1929, DLH-Archiv Köln
  10. Iberia: Hace 50 Años. 17-Noviembre, 1943 – Nacionalizacion Definitiva de la Empresa, (Madrid 1993)
  11. Thiele, Harold/Cerda, Juan Arráez: Die Luftstreitkräfte im Spanischen Bürgerkrieg, in: Jet&Prop 6/98, S. 30-61, hier: S. 56 f.
  12. Volkmann, Hans-Erich: Die NS-Wirtschaft in Vorbereitung des Krieges, in: Deist, Wilhelm u. a. (Hrsg.), Das Deutsche Reich und der zweite Weltkrieg, Band 1: Ursachen und Voraussetzungen der deutschen Kriegspolitik, Stuttgart 1979, S. 177- 370, S. 317 ff.
  13. Iberia: Hace 50 Años, S. 1
  14. Quartalsbericht II/38, S. 4, BA Berlin, Bestand “Deutsche Bank”
  15. Bilanzkommission 22. Mai 1939, S. 6, BA Berlin, Bestand “Deutsche Bank”
  16. Geschäftsbericht DLH 1939, S. 12, DLH-Archiv
  17. Quartalsbericht IV/39, S. 7, BA Berlin, Bestand “Deutsche Bank”
  18. Quartalsbericht II/40, S. 10 f., BA Berlin, Bestand “Deutsche Bank”
  19. 1938+1939: Aufstellung Iberia, o. D., DLH-Archiv; Post und 1937+1940: Aufsichtsratberichte 1937-1940, Bundesarchiv Berlin, Bestand „Deutsche Bank“
  20. Laut Davies, R. E. G.: The World’s Airlines, London 1964, Anhang, Passagier-Kilometer: 1940: 19,1 Mio., 1941: 0,8 Mio., 1942: 0,6 Mio., 1943: 5,8 Mio. (Angaben für Spanien und Portugal zusammen)
  21. Iberia, 50 Años
  22. Chartervertrag zwischen Iberia und DLH, Berlin 15. März 1943, BA Koblenz, Kriegssachschadenamt
  23. Iberia, Hace 50 Aňos, S. 2
  24. Einhorn, Marion: Wer half Franco? Spanien in der Politik Großbritanniens und der USA 1939-1953, Berlin 1983, S. 262
  25. Stroud, John: Annals of British and Commonwealth Air Transport 1919-1960, London 1960, S. 196
  26. Steve Goldstein: British Airways, Iberia in merger talks. MarketWatch, 29. Juli 2008, abgerufen am 21. Juli 2013 (englisch).
  27. aero.de - British Airways und Iberia als IAG im Handelsregister eingetragen 21. Januar 2011
  28. Tagesanzeiger: Billigflieger Iberia Express nimmt am Sonntag Flugbetrieb auf aufgerufen 23. März 2012
  29. airliners.de - "Iberia Express" geht an den Start 7. Oktober 2011
  30. http://www.nur-flug-tours.de/news/airlinenews-12974.htm
  31. http://www.aero.de/news-16238/IAG-Tochter-Iberia-will-4500-Stellen-streichen.html
  32. Streik in Spanien: Iberia streicht mehr als tausend Flüge in fünf Tagen bei Spiegel Online, 18. Februar 2013 (abgerufen am 18. Februar 2013).
  33. 24. Februar 2013: Iberia streicht 107 Flüge in Europa
  34. [1]
  35. Aero.de - IAG sichert Langstreckenflieger für Iberia, 7. August 2013.
  36. airliners.de - Iberia leistet sich komplett neues Erscheinungsbild 15. Oktober 2013
  37. Iberia wird Betreiber des A330-200 - aero.de
  38. Wie Iberia zum Star wurde, abgerufen am 7. November 2014
  39. airliners.de - IAG übernimmt Mehrheit an spanischer Lowcost-Airline Vueling 23. April 2013
  40. ch-aviation.com - Iberia (englisch), abgerufen am 23. Dezember 2014
  41. Fleet age Iberia (englisch), abgerufen am 23. Dezember 2014
  42. airbus.com – Orders and Deliveries (englisch) abgerufen am 15. Juli 2013
  43. grupo.iberia.com – Flota (spanisch) abgerufen am 12. Juli 2013
  44. Daten über die Fluggesellschaft Iberia im Aviation Safety Network, abgerufen am 8. September 2013
  45. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  46. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  47. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  48. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  49. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  50. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  51. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  52. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  53. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  54. airdisaster.com - Eintrag zum Unfall vom 7. Januar 1972 (englisch) abgerufen am 28. Januar 2011
  55. Flugunfalldaten und -bericht des Iberia-Flugs 504 im Aviation Safety Network
  56. airdisaster.com - Eintrag zum Unfall vom 5. März 1973 (englisch) abgerufen am 28. Januar 2011
  57. news.bbc.co.uk - 1973: Mid-air collision kills 68 (englisch) abgerufen am 28. Januar 2011
  58. airdisaster.com - Eintrag zum Unfall vom 7. Dezember 1983 (englisch) abgerufen am 28. Januar 2011
  59. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  60. airdisaster.com - Eintrag zum Unfall vom 19. Februar 1985 (englisch) abgerufen am 28. Januar 2011
  61. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  62. airfleets.net - Airbus A340 - MSN 731 - EC-JOH (englisch) abgerufen am 8. September 2013