IBM 704

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Eine IBM 704 (rechts), mit Bandlaufwerken vom Typ IBM 727 (links)

Die IBM 704 der 700/7000 series war der erste in Massenfertigung hergestellte Großrechner, der Gleitkommaarithmetik beherrschte. IBM stellte den von Gene Amdahl mitentwickelten Rechner im April 1954 der Öffentlichkeit vor.

Zu ihrem Vorgänger, der 1953 erbaute IBM 701, auch Defense Calculator genannt, deren überwiegende Produktion an das US-Verteidigungsministerium und die Militärflugzeugindustrie ging, war die IBM 704 nicht kompatibel. Der Rechner hatte eine verbesserte Rechnerarchitektur, drei zusätzliche Indexregister und Kernspeicher statt Williamsröhren. Der neue Befehlssatz wurde zur Grundlage der IBM 700/7000-Großrechnerserie.

Laut Angaben des Herstellers, der bis 1960 123 Geräte verkaufte, konnte die IBM 704 bis zu 40.000 Befehle pro Sekunde ausführen. Die Programmiersprachen Fortran und LISP wurden als erstes für diesen Rechner entwickelt. Die Benennung der primitivsten Lisp Befehle für den Umgang mit Listen (car, cdr) gehen bis heute auf die Benennung der Register der IBM 704 zurück.[1] Die Buchstaben in dem Wort car beziehen sich auf die englische Beschreibung "Contents of the Address part of Register" (Inhalt des Registeradreßteils) und die in cdr auf die englische Beschreibung "Contents of the Decrement part of Register" (Inhalt des Registerdekrementteils).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Early LISP History, Herbert Stoyan, 1994

Literatur[Bearbeiten]

  • Charles J. Bashe, Lyle R. Johnson, John H. Palmer, Emerson W. Pugh, IBM's Early Computers (MIT Press, Cambridge, 1986) ISBN 0262022257

Weblinks[Bearbeiten]