ICQ

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ICQ
Logo
Entwickler Mail.ru Group
Aktuelle Version ICQ 8.2 Build 7067
(26. Juni 2014)
Betriebssystem Microsoft Windows XP, Vista, 7, 8, Mac OS, Linux
Kategorie Instant Messaging
Lizenz Adware
Deutschsprachig ja
www.icq.com

ICQ (Homophon für I seek you „Ich suche dich”) ist ein Instant-Messaging-Programm, das seit 1998 dem US-amerikanischen Onlinedienst AOL gehörte und im April 2010 nach Russland verkauft wurde. Besitzer ist nunmehr das russische Investment-Unternehmen Mail.ru Group (ehemals Digital Sky Technologies).[1][2] Benutzer können damit über das Internet miteinander chatten oder zeitverschoben Nachrichten versenden. Das verwendete proprietäre, aber von AOL offengelegte Netzwerkprotokoll heißt OSCAR.

ICQ 7: Anmeldefenster

Geschichte

Die erste ICQ-Software wurde im November 1996 vom israelischen Startup-Unternehmen Mirabilis veröffentlicht. Es wurde von den vier israelischen Studenten Yair Goldfinger, Arik Vardi, Sefi Vigiser und Amnon Amir entwickelt. ICQ, das als erster Internet-weiter Instant-Messaging-Dienst im heutigen Sinne gilt, breitete sich rasch aus, weil es damals keine vergleichbare, nur einen Internetzugang voraussetzende Software auf dem Markt gab und das Programm kostenlos erhältlich war.

„Wir hatten alle keinen Job. Was sollten wir tun? Warten, bis uns jemand einstellt, oder selbst etwas unternehmen?“

Yair Goldfinger[3]

America Online (AOL) kaufte Mirabilis im Juni 1998 für 407 Millionen US-Dollar. Am 19. Dezember 2005 gab AOL Time Warner bekannt, dass ICQ ein Patent für Instant Messaging zugesprochen bekommen hat.

Die aktuelle Version der Software läuft unter Windows XP und höher sowie Mac OS. Die letzte unter Windows 98 lauffähige Version ist 5.1. Im Sommer 2008 wurden jedoch alle Nutzer aufgefordert, sich ICQ 6 herunterzuladen. Ältere Versionen laufen nur noch mit sogenannten „Anti-Update-Patches“ von anderen Anbietern.

Die Version 7.2 erschien am 9. Januar 2010. Ende April 2010 wurde bekannt, dass AOL ICQ für 187,5 Millionen US-Dollar an das russische Investmentunternehmen Digital Sky Technologies verkauft hat.[1][4] Im September 2010 benannte sich das Unternehmen von Digital Sky Technologies in Mail.ru Group um.[2]

Die aktuelle Version 7M erschien am 2. Mai 2012.

Ab Januar 2009 stellte ICQ erstmals eine App des Messengers für eine mobile Benutzung auf dem iPhone von Apple zur Verfügung. Im Juli 2010 folgte eine App-Version auch für Android und im März 2012 für das Windows Phone, im April 2012 wurden die Versionen für iOS und Android aktualisiert, sodass Fotos sowie der eigene Standort mit anderen Nutzern geteilt werden und Nachrichten auch im Offline-Modus gelesen und verfasst werden können.[5]

ICQ-Nummern

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Ein Nutzer wird anhand seiner ICQ-Nummer oder auch ICQ-UIN identifiziert. Dabei ist UIN eine Abkürzung für Unique Identification Number, zu deutsch: Eindeutige Identifizierungsnummer. AOL bevorzugt allerdings die Bezeichnung Universal Internet Number, zu deutsch: Universelle Internetnummer. Eine UIN wird bei der Registrierung vergeben und passwortgeschützt.

Derzeit sind über 470 Millionen Nutzer bei ICQ registriert. Das ist jedoch nicht die tatsächlich aktive Nutzerzahl, da einige Nutzer mehrere Nummern besitzen. Ferner gestattet es AOL derzeit nicht, ungenutzte Benutzernummern zu löschen. Davor gab es in der Software versteckte Funktionen, die es ermöglichten.

Die Nummernfolge der ICQ-UINs beginnt bei 10.000, erhöht sich fortlaufend und ist momentan (Stand: 22. Juni 2010) neunstellig. Sechsstellige ICQ-Nummern sind heute eine Seltenheit und werden im Internet für Beträge bis 250 Euro verkauft. Fünfstellige ICQ-Nummern besitzen nur noch Entwickler der ICQ-Software, sie werden aber gelegentlich bei Onlineauktionen für mehrere Hundert Euro angeboten.

Aufgrund des zunehmenden Diebstahls von kurzen oder besonders attraktiven ICQ-UINs mittels Phishing- oder Brute-Force-Attacken reagierte Mirabilis 1999 mit einer Verbesserung des ICQ Password Retrieval Systems, das das Passwort einer UIN an die im Profil eingetragene primäre E-Mail-Adresse verschickt. Seither werden ebenfalls zurückliegende E-Mail-Adressen gespeichert, die beispielsweise von Hackern verändert wurden. Somit ist es möglich, eine gestohlene ICQ-UIN mit verfälschter primärer E-Mail-Adresse nach einem Diebstahl (oder nach Erwerb über zum Beispiel ein Online-Auktionshaus) zurückzuerlangen. Lediglich ICQ-UINs, die niemals zuvor oder lediglich vor 1999 mit einer E-Mail-Adresse assoziiert waren, sind von dieser Möglichkeit ausgeschlossen. Dieser Trick wird gelegentlich auf ahnungslose Käufer von ICQ-UINs angewendet.

Nutzern, die eine ICQ-Nummer besitzen, bietet AOL den Service, kostenlos eine E-Mail-Adresse mit der Endung „@icqmail.com“ zu registrieren. Seit einer Weile wurden der E-Mail-Dienst von ICQmail und AIM zusammengelegt. Hierbei wurden alte E-Mails nicht übernommen, jedoch wurde die Speicherbegrenzung aufgehoben.

Besondere ICQ-Nummern

AOL betreibt unter der ICQ-Nummer 12111[6] mit dem Nickname ICQ System einen Bot. Alle Benutzer mit ICQ 6 oder ICQ 5.1 hatten diesen Bot automatisch in ihrer Kontaktliste. Bei alternativen Clients wurde in der Regel nachgefragt, ob man den Benutzer hinzufügen möchte.[7]

Weitere besondere Nummern sind: 10000[8] und 10111.[9] Beide identifizieren sich als „ICQ System“.

Eigenschaften der Software

Versionen

  • Lite-Version: moderner als Pro-Version und mit Xtraz ausgestattet. ICQ Lite ist im Gegensatz zu ICQ Pro in vielen Sprachen verfügbar.
  • ICQ2Go: Das offizielle Java-Applet ICQ2Go! lässt sich von jedem PC aus bedienen, auf dem ein Browser installiert ist, der Java oder Flash unterstützt, auch wenn sich sonst keine ICQ-Software auf dem PC befindet. Es unterstützt nur das Versenden von SMS und Textnachrichten, ist jedoch vor allem in Internetcafés oder auf fremden PCs sehr von Nutzen. Man kann es weltweit per Internet aufrufen und so von überall mit Leuten chatten. Die Flash-Variante von ICQ2Go wurde Mitte Juni 2008 erneuert und bietet nun Rich-Text-Format-Nachrichten von ICQ6, ein neues moderneres Design und erlaubt das Verwenden von ICQ6-Statusnachrichten.
  • Pro-Version: enthält viele Funktionen. ICQ Pro gibt es nur in englischer Sprache und wird nicht mehr weiterentwickelt. Die letzte Version ist ICQ Pro 2003b vom 23. Oktober 2003.
  • ICQ 5: ICQ Voice-Chat, Push2Talk etc.
  • ICQ 6: Erschien am 17. April 2007.
  • ICQ 6.5: Erschien am 27. November 2008 und ergänzt ICQ 6 um sogenannte „Open Xtraz“. ICQ 6.5 ist derzeit in zehn Sprachen erhältlich. Neben dem „offiziellen“ ICQ 6.5 gibt es mehrere Partnerversionen, darunter ProSieben und Sat.1. ICQ 6.5 befindet sich derzeit noch als einzige ICQ-Version (nach 2006) in der Entwicklung.
  • ICQ 7 Lite: Eine Version, die derzeit nur auf dem russischen Markt angeboten wird, jedoch mithilfe eines Patches auch in Deutschland genutzt werden kann.
  • ICQ 7: Erschien am 19. Januar 2010. Zu den Neuerungen zählen neben einem neuen Design die Verknüpfung mit Onlinecommunitys wie zum Beispiel Facebook und Twitter.
  • ICQ for iPhone – Das Programm wird im iTunes Store angeboten.
  • ICQ for Blackberry – Kann exklusiv nur über das Blackberry[10] erworben werden.
  • ICQ for Windows Mobile – GM (v1.0.23.1): Erschienen am 3. November 2009. Version für Pocket PCs und Smartphones.
  • ICQ for Mac und ICQ for Linux – In Adobe AIR realisierte Versionen für Computer mit Linux- bzw. Mac-Betriebssystem. Somit ist es seit Ende Mai 2011 zum ersten Mal möglich unter Linux einen offiziellen ICQ-Client zu verwenden. Für Mac-Betriebssysteme gab es zuvor nur eine seit 2002 nicht mehr veränderte Version.[11]

Versionen älter als ICQ 6 können normalerweise nicht mehr verwendet werden, da der Verbindungsaufbau durch die Server abgewiesen wird. Nur mithilfe eines sogenannten „ICQ Update Patch“[12] ist die Nutzung älterer Versionen möglich.

Skins

Während das Erscheinungsbild von ICQ bereits in frühen Programmversionen mittels Zusatzsoftware verändert werden konnte, implementierte AOL erstmals in der Fünfer-Version eine echte Unterstützung für sogenannte Skins. Zwar ist das Angebot der offiziellen Skins sehr gering, jedoch haben ICQ-Nutzer die Möglichkeit entdeckt und begonnen, mit der Software SkinBuilder eigene, kompatible Skins zu erstellen. Diese .skn-Dateien werden dazu in den Skins-Ordner der ICQ-Installation kopiert und anschließend in den Programmeinstellungen aktiviert. Außerdem enthalten verschiedene ICQ-Editionen, zum Beispiel die ProSieben-Edition oder die Sat.1-Edition, eigene Skins.

Seit Version 6 basiert die Software auf einer neuen Umgebungsstruktur (Boxely), die es Benutzern ermöglicht, eigene Skins zu erstellen. Diese kommen als sogenannte Pakete in einen Ordner namens Packages, der sich im Installationsverzeichnis von ICQ 6 befindet.

Seit Version 7 kann der Nutzer ICQ in beliebiger Farbe darstellen lassen. Dazu müssen keine Packages oder Zusatzsoftware geladen werden.

„Xtraz“

In der Lite-Version von ICQ sind zusätzliche Funktionalitäten enthalten, sogenannte Xtraz. Damit folgt ICQ dem Trend, den Microsoft mit dem Windows Live Messenger und Yahoo mit dem Yahoo Messenger (eigentlich Yahoo! Instant Messenger) eingeläutet haben, mehr als nur Instant Messaging zu bieten.

Dazu gehören unter anderem:

  • Verschiedene Spiele, die alleine oder zu zweit gespielt werden können, zum Beispiel Pool (Poolbillard-Simulation mit Punktesystem), Checkers, Backgammon (mit Punktesystem), Warsheep (Taktisches Rundenstrategiespiel), Vier gewinnt, Slide-a-lama (Im Stil von Vier gewinnt gehaltenes Rundenspiel), RPS (Rock-Paper-Scissors; zu deutsch Schere, Stein, Papier) und Zoopaloola.

Mit Version 5 kamen folgende hinzu:

„Open Xtraz“

Open Xtraz sind kleine Anwendungen, die von ICQ-Benutzern selbst entwickelt werden können. Zu den ersten verfügbaren Open Xtraz gehören zum Beispiel „See Too“ zum gemeinsamen ansehen von Videos, das Fotoalbum „pazAlbum“ oder die Bookmarkverwaltung „ICQ Favorites“.[13]

Protokoll

Das ICQ-Protokoll namens OSCAR baut auf TCP auf. Nachdem Mirabilis von AOL aufgekauft worden war, wurde das ICQ-Protokoll stark an das Protokoll des AOL Instant Messengers angepasst. So werden die ICQ-Nummern intern mittlerweile als Screennamen gespeichert. Durch diese Maßnahme ist es möglich, mit beiden Messengern jeweils auch Nutzer des anderen Messengers zu kontaktieren.

Seit Version 4 ist es auch möglich, über ICQ ins IRC zu gelangen. Dabei verbindet sich ICQ mit dem hauseigenen IrcQnet.icq.com-Server.

Das ICQ-Übertragungsprotokoll wird hin und wieder verändert, woraufhin Multi-Protokoll-Clients meist Verbindungsschwierigkeiten bekommen. Eine Änderung wurde beispielsweise im Februar 2006 durchgeführt, wodurch unter anderem Trillian und Miranda IM Probleme beim Empfang von Nachrichten bekamen. Aktualisierungen für die beiden Clients, die das Problem behoben, wurden jedoch einige Tage später bereitgestellt. Die Originalsoftware und andere alternative Clients blieben von dieser Änderung unbehelligt.

Ein weiteres Problem ist, dass über den offiziellen Server mitunter Versionsnummern von älteren Clients gebannt werden. Das betrifft aber auch alternative Clients, da diese sich als eine bestimmte Version des originalen ICQ-Clients ausgeben müssen. In besonderer Härte wurde das am 11. Juli 2006 durchgeführt, worauf ein Großteil alternativer Clients sich nicht mehr verbinden konnte. Durch eine minimale Programmänderung (Aktualisierung der übertragenen Clientinformationen) können solche Probleme aber in kürzester Zeit behoben werden.

Auch am 28. Mai 2008 wurde eine tiefgreifende Änderung am Loginvorgang durchgeführt, wodurch ab diesem Zeitpunkt der Login nur zusammen mit einer MD5-Checksumme möglich war. Deshalb konnten sich viele alternative Clients, aber auch alle ICQ-Versionen niedriger als sechs, nicht mehr mit dem ICQ-Netzwerk verbinden. Durch Aktivierung des „sicheren Logins“ lässt sich das Problem bei alternativen Clients beheben, Nutzer früherer ICQ-Versionen (vor ICQ 6) konnten sich nach wenigen Stunden wieder mit ihren Daten einloggen.[14]

ICQ startete einen Test mit dem offenen Protokoll XMPP,[15] stellte aber den Testbetrieb Anfang 2008 nach Bekanntwerden wieder ein.

Kritik

Datenschutz in den Nutzungsbedingungen

Bei den vom Betreiber ICQ Inc. am 7. Juni 2000 festgelegten Nutzungsregeln verzichtet der Benutzer auf alle seine geistigen Eigentumsrechte an den über den ICQ-Service zugänglich gemachten Daten, was z. B. beim Senden von Informationen und Dateien durch Instant Messaging der Fall ist.

Auszug aus den Nutzungsregeln:

„You agree that by posting any material or information anywhere on the ICQ Services and Information you surrender your copyright and any other proprietary right in the posted material or information. You further agree that ICQ Inc. is entitled to use at its own discretion any of the posted material or information in any manner it deems fit, including, but not limited to, publishing the material or distributing it.“[16]

Zu deutsch:

Sie stimmen zu, dass Sie Ihr Urheberrecht sowie jegliche andere Eigentumsrechte an gesendetem Material durch das Senden aufgeben. Des Weiteren stimmen Sie zu, dass ICQ Inc. befugt ist, nach eigenem Ermessen jegliches gesendete Material oder gesendete Informationen in jeder Art und Weise zu benutzen, beispielsweise, aber nicht ausschließlich, indem es das Material veröffentlicht oder verbreitet.

In der „Privacy Policy“ heißt es hingegen:

„Your ICQ Services Information will not be shared with third parties unless: -You have published such information in Public Areas …“[17]

Zu deutsch:

Informationen über Ihre ICQ-Dienste werden nicht an Dritte weitergegeben, es sei denn Sie haben diese Informationen in öffentlich zugänglichen Bereichen veröffentlicht.

Der oben genannte Absatz bezieht sich allerdings auf ICQ Service Information, die wie folgt definiert ist:

„When you register with and/or use the ICQ Services, you may provide ICQ with, or ICQ may otherwise obtain personally identifiable information (your “ICQ Services Information”).“

Zu deutsch:

Wenn Sie sich bei ICQ anmelden und/oder die ICQ-Dienste benutzen, kann es sein, dass Sie ICQ persönliche Daten zur Verfügung stellen, oder dass ICQ diese Daten auf andere Art und Weise erhält (Ihre „ICQ-Dienste-Information“).

Dieser Absatz bezieht sich also nur auf die Informationen, die der Nutzer über sich selbst angibt bzw. die ICQ über den Nutzer sammelt. Er bezieht sich allerdings nicht auf den Inhalt von IM-Nachrichten.

Es ist demnach unklar, wie es um die Vertraulichkeit des Inhalts von Instant-Messaging-Nachrichten steht.

Dabei behält sich ICQ vor, diese Daten Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung zu stellen.[18]

Nutzung alternativer Clients

ICQ gestattet nicht die Nutzung seiner Dienste über andere Clientsoftware, Auszug aus dem Endbenutzer-Lizenzvertrag:

„You agree not to (1) create or use any software other than the Software provided by ICQ or by America Online, Inc., or any affiliate thereof, to enter your ICQ number and password or to access the ICQ Services, without the express written authorization of ICQ; (2) extract information from the ICQ Services, reverse engineer, decompile, disassemble, alter, duplicate, make copies, create derivative works from, distribute or provide others with the Software, the ICQ communications protocol or any information available on, derived or extracted from the ICQ Services, or any part thereof; (3) block, disable or otherwise affect any advertising, advertisement banner window, links to other sites and services, or other features that constitute an integral part of the Software and ICQ Services; (4) connect, use, attempt to connect or use in any way the ICQ Services, for any commercial purpose and any other purpose that is not for your private personal use in good faith and as explicitly offered on the ICQ Web site; and (5) incorporate, integrate or otherwise include the Software or any portion thereof (including the ICQ communications protocols) into any software, program or product that communicates, accesses, or otherwise connects with the ICQ Service or any other instant messaging, Internet, or online service.“[19]

Zu deutsch:

„Sie stimmen zu, weder (1) Software zu erstellen oder zu nutzen, die nicht von ICQ, America Online, Inc. oder ihrer Partner bereitgestellt wurden, um ihre ICQ-Nummer und Passwort einzugeben oder die ICQ-Dienste zu nutzen ohne die ausdrückliche Genehmigung von ICQ; (2) Informationen aus den ICQ-Diensten zu extrahieren, rückzuentwickeln, zu dekompilieren, zu disassemblieren, zu verändern, zu duplizieren, zu kopieren, abgeleitete Werke zu erstellen, zu verbreiten oder anderen die Software, das ICQ-Kommunikationsprotokoll oder jeglicher erhältlichen, abgeleiteten oder extrahierten Informationen oder Teilen darüber zur Verfügung zu stellen; (3) Werbung, Werbebannerfenster, Links zu anderen Seiten oder Diensten oder andere Funktionen, die als integraler Teil der Software und ICQ-Diensten gelten, zu blockieren, zu deaktivieren oder auf irgendeiner anderen Weise zu beeinflussen; (4) zu den ICQ-Diensten in irgendeiner Weise zu verbinden, zu nutzen, versuchen zu verbinden oder zu nutzen für kommerzielle Absichten oder jegliche Absichten, die nicht dem privaten, persönlichen Gebrauch mit gutem Vorsatz entsprechen oder nicht explizit durch die ICQ-Webseite erlaubt werden; und (5) Software oder Teile davon (sowie die ICQ-Kommunikationsprotokolle) in andere Software, Programme oder Produkte, welche mit den ICQ-Diensten oder einem anderen Instant Messaging-, Internet-, oder Onlinedienst kommunizieren, ansteuern oder in irgendeiner anderen Art verbinden, zu integrieren, einzugliedern oder auf andere Weise einzuarbeiten.“

Die Rückentwicklung und Reimplementierung ist entgegen den obigen Abschnitten des Endbenutzer-Lizenzvertrages im Rahmen des deutschen Urheberrechts § 69e erlaubt. Die Nutzung der entstandenen Software im Zusammenhang mit den Diensten von America Online/ICQ Inc. widerspricht aber weiterhin dem Endbenutzer-Lizenzvertrag, wenn diese nicht explizit von ICQ Inc./AOL lizenziert wurden. Momentan sind nur AIM, ABV-ICQ, Atlas-ICQ, Bigmir-ICQ, ICQ, ICQ2GO, ProSieben-ICQ, Rambler-ICQ und Sat1-ICQ offiziell lizenzierte bzw. offiziell modifizierte Clients. Andere dürfen laut Lizenzvertrag nicht mit den ICQ-Diensten genutzt werden.

Sicherheitslücken

Im Februar 2008 wurde eine Sicherheitslücke in ICQ 6 Build 6043 bekannt, die versierte Nutzer ausnutzen konnten, um beliebigen Schadcode auszuführen.[20] Sie wurde Mitte März mit einem Zwangsupdate von ICQ6 geschlossen. Der Spam-Schutz von ICQ6 blockiert nun potenziellen Schadcode, der diese Sicherheitslücke ausnutzte.

Mangelnde Transparenz

Die Nichteinsehbarkeit des Quelltextes von ICQ wird als problematisch und als Risiko für Sicherheit, Anonymität und Privatsphäre der Benutzer angesehen. Dieses Problem teilt ICQ mit fast allen anderen Instant-Messaging-Netzwerken. In Verbindung mit den in Bezug auf alternative Clients restriktiven Nutzungsbedingungen, der zentralisierten Architektur und dem nichtoffenen Protokoll bedeutet das auch eine unbedingte Abhängigkeit der ICQ-Teilnehmer von Mirabilis.

Fehlende Verschlüsselung

ICQ bietet nur ein Scrambling der übertragenen Daten, der Inhalt der Kommunikation ist also für jeden Mittelsmann einsehbar. Manche alternativen Clients (siehe oben) bieten – meist über Plug-ins – Verschlüsselungsmethoden an. Eine Verschlüsselung ist häufig nur möglich, wenn beide Kommunikationspartner denselben Client mit demselben Plug-in verwenden. Ausnahmen bilden Off-the-Record Messaging, das mittlerweile für verschiedene Clients verfügbar ist, und SSL-Verschlüsselung zwischen climm und Licq.

Datenspeicherung

Aus einem internen Dokument,[21] veröffentlicht auf „cryptome.org“, geht hervor, dass AOL die ICQ-Login-Daten bis zu 90 Tage speicherte.

„ICQ usage generates IP connection logs which are retained for up to 90 days.“

Alternativen zum ICQ-Client

Neben dem offiziellen Mirabilis-ICQ-Client gibt es auch andere kompatible ICQ-Clients, von denen die meisten Open-Source-Software sind. Viele sind Multi-Protokoll-Clients, die neben ICQ auch AIM, IRC, XMPP, MSN Messenger (Windows Live Messenger), Yahoo und weitere unterstützen. In den Nutzungsbestimmungen von ICQ Inc. wird die Erstellung und Nutzung alternativer Clients zur Interaktion mit den von ICQ bereitgestellten Diensten allerdings explizit verboten.

Einzelnachweise

  1. a b Peter-Michael Ziegler: ICQ nach Russland verkauft. heise online, 28. April 2010, abgerufen am 22. November 2010.
  2. a b BUSINESS WIRE: Digital Sky Technologies (DST) Changes Name to Mail.ru Group. 16. September 2010, abgerufen am 22. November 2010 (englisch).
  3. Tomorrow, 4/2006, S. 47
  4. Digital Sky Technologies to Acquire AOL’s ICQ Instant Messaging Service. AOL, 28. April 2010, abgerufen am 8. Mai 2010 (englisch).
  5. ICQ geht in die App-Offensive, t3n, 4. April 2012. Abgerufen am 17. April 2012.
  6. ICQ System. ICQ, abgerufen am 22. November 2010 (ICQ-Profil des Bot ICQ System #12111).
  7. Entwarnung: Keine Angst vor ICQ-Kontakt Nr. 12111. In: WinFuture. 23. Juni 2008, abgerufen am 22. November 2010.
  8. ICQ System. ICQ, abgerufen am 22. November 2010 (ICQ-Profil des Bot ICQ System #10000).
  9. ICQ System. ICQ, abgerufen am 22. November 2010 (ICQ-Profil des Bot ICQ System #10111).
  10. ICQ für Blackberry. Abgerufen am 22. November 2010.
  11. ICQ für Linux. Abgerufen am 27. Mai 2011.
  12. ICQ Update Patch. 16. November 2010, abgerufen am 22. November 2010.
  13. Überblick: Open Xtraz Gallery
  14. Connection to ICQ failed auf http://www.virtualcoffeehouse.net, 28. Mai 2008
  15. Öffnet sich AOL für Jabber? [Update]. heise online, 18. Januar 2008, abgerufen am 22. November 2010.
  16. ICQ Terms Of Service – Acceptable Use Policy auf der ICQ-Homepage, 7. Juni 2000
  17. ICQ Privacy Policy auf der ICQ-Homepage, 30. April 2006
  18. Siehe dazu auch die Frage „Mitgelesen bei ICQ?“ im „Leserforum“ der c’t, Ausgabe 17/06 (Seite 11, linke Spalte (unten))
  19. ICQ Terms Of Service – End User License Agreement auf der ICQ-Homepage, 5. April 2006
  20. Kritische Lücke in Instant Messenger ICQ
  21. http://cryptome.org/isp-spy/aol-spy.pdf

Weblinks

 Wiktionary: ICQ – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen