Industrie- und Handelskammer Hannover

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Hauptgebäude am Schiffgraben 49; 1954 von Ernst Friedrich Brockmann, Aussenrelief von Kurt Lehmann

Die IHK Hannover ist die Industrie- und Handelskammer für die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover sowie für die Landkreise Diepholz, Nienburg (Weser), Schaumburg, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Northeim, Göttingen, Osterode am Harz. Ihr gehören über 151.000 Mitgliedsunternehmen an.

Organisationsstruktur[Bearbeiten]

Das Eckgebäude am Schiffgraben um 1880
Großer Hund, Ernemann Sander, 1980, auf dem Brunnen vor dem Haus Schiffgraben 55
Eine der Drei Muschelkalkstelen vor dem Haupteingang, Ulrike Enders, 1992

Das oberste Gremium der IHK Hannover ist die Vollversammlung. Sie wählt aus ihrer Mitte das Präsidium. Präsident der IHK Hannover ist seit 2008 Hannes Rehm.

Heute sind insgesamt 4.000 ehrenamtlich engagierte Unternehmer und Fachkräfte aus den Mitgliedsunternehmen sowie rund 180 hauptamtliche Mitarbeiter am Hauptsitz in Hannover sowie in den sechs regionalen Geschäftsstellen für die IHK Hannover tätig.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Vorläuferorganisationen der IHK beginnt 1824 mit der Schaffung der Kommission zur Beförderung des Ackerbaus und der Industrie. Mit dem Gewerbeverein für das Königreich Hannover wurden viele Funktionen der heutigen IHK und Handwerkskammer durch eine berufsständische Organisation übernommen. Die Verordnung über die Errichtung von Handelskammern im Königreich Hannover vom 7. April 1866 führte auch in Hannover zur Gründung einer Kammer. Am 20. April 1866 wurden die Handelskammern zu Hildesheim, Göttingen, Osterode und Goslar und am 12. September 1866 die Handelskammern zu Hannover und Hameln errichtet. Erster Präsident war der Fabrikant Fritz Hurtzig.

1929 schlossen die Kammern Hildesheim, Göttingen und Goslar einen Vertrag über ihre Auflösung und die Bildung der Industrie- und Handelskammer für Südhannover, die ab 1965 als IHK Hildesheim firmierte. 1933 wurde die IHK wie alle Institutionen gleichgeschaltet. Von 1943 bis 1945 bestand die IHK nicht, sondern war Teil der Gauwirtschaftskammer Hannover-Braunschweig. Zum Kriegsende, am 4. Mai 1945, konstituierte sich aus führenden Wirtschaftlern in Hannover ein vorläufiger Hauptausschuss, der eine Geschäftsführung einsetzte und damit die Kammer nach Schließung der Gauwirtschaftskammer am 10. April 1945 wiederbegründete. Im Zuge staatlicher Reformen veränderten sich die Grenzen des Kammerbezirks mehrmals. 1973 fusionierte die Kammer Hildesheim mit der Kammer Hannover. Im Jahr 2002 beschloss die IHK-Vollversammlung eine Namensänderung. Aus der „IHK Hannover-Hildesheim“ wurde die „IHK Hannover“.[1][2]

Rechtliche Grundlagen[Bearbeiten]

Rechtsgrundlagen für die IHK-Arbeit bilden das IHK-Gesetz [3] sowie das Niedersächsische Ausführungsgesetz zum IHK-Gesetz [4] . Die innere Organisation der IHK Hannover wird durch die Satzung [5] und die Geschäftsordnung [6] geregelt.

Geschäftsbereiche[Bearbeiten]

Die Aufgaben der IHK Hannover werden durch acht Abteilungen wahrgenommen:

  • I. Handel und Dienstleistungen
  • II. International
  • III. Berufsbildung
  • IV. Industrie und Verkehr
  • V. Recht
  • K: Kommunikation
  • P: Personal und Organisation
  • F: Finanzen und Controlling

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Präsidenten[Bearbeiten]

Präsidenten der IHK Hannover:[7][8]

Notgeld über 25 Pfennig zu Beginn der Weimarer Republik, mit Unterschriften von Fritz Beindorff, Wolfeel, von Roon;
1919 gedruckt von J. C. König & Ebhardt

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Gründungsmitglieder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Albert Lefèvre: 100 Jahre Industrie- u. Handelskammer zu Hannover, 1966

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Industrie- und Handelskammer Hannover – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dr. Herbert Wenn: 125 Jahre Industrie- und Handelskammer Hannover. 1991.
  2. Albert Lefèvre: 100 Jahre Industrie- und Handelskammer Hannover. Auftrag und Erfüllung. 1966
  3. http://www.hannover.ihk.de/fileadmin/pdf/ihk/themen/rechtsinformationen/10_IHKG_2013.pdf
  4. http://www.hannover.ihk.de/fileadmin/data/Dokumente/Satzungen__Beitraege__Gebuehren/Niedersaechsisches_Ausfuehrungsgesetz_zum_IHK_Gesetz.pdf
  5. http://www.hannover.ihk.de/fileadmin/data/Dokumente/Satzungen__Beitraege__Gebuehren/Satzung_der_IHK_Hannover.pdf Satzung der IHK Hannover
  6. http://www.hannover.ihk.de/fileadmin/data/Dokumente/Satzungen__Beitraege__Gebuehren/Geschaeftsordnung_der_IHK_Hannover.pdf Geschäftsordnung
  7. Dr. Herbert Wenn: 125 Jahre Industrie- und Handelskammer Hannover. 1991
  8. Albert Lefèvre: 100 Jahre Industrie- und Handelskammer Hannover. Auftrag und Erfüllung. 1966
  9. Waldemar R. Röhrbein: Cölln, Georg von, in: Stadtlexikon Hannover, S. 115
  10. Waldemar R. Röhrbein: Werner, (1) August, in: Stadtlexikon Hannover, S. 672
  11. Waldemar R. Röhrbein: PLEISTER, Wilhelm, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 287f.; online über Google-Bücher
  12. N.N.: Wilh. Boetticher, in: Das Buch der alten Firmen der Stadt Hannover 1954, unter textlicher und redaktioneller Mitarbeit von Heinz Lauenroth (Direktor vom Städtischen Presseamt), Ewald Brix (IHK Hannover), Herbert Mundhenke (städt. Archivrat) und der Handwerkskammer Hannover, Adolf Sponholtz Verlag, Hannover 1954, S. 142f.

52.37599.75122Koordinaten: 52° 22′ 33,2″ N, 9° 45′ 4,4″ O