IKOB – Museum für zeitgenössische Kunst

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Das IKOB – Museum für zeitgenössische Kunst ist ein Museum in der deutschsprachigen Stadt Eupen in Belgien. Gegründet wurde das IKOB 1993 von Francis Feidler, der bis Dezember 2012 die Leitung innehatte. Seit Januar 2013 liegt die Leitung in Händen der promovierten Kunsthistorikerin Maïté Vissault (* 1969). 2013 feiert das IKOB sein zwanzigjähriges Bestehen.

Ausstellungen und Sammlung[Bearbeiten]

Durch die Skulpturenausstellungen „Kontakt 93“ (1993, an der u.a. Guillaume Bijl, Jacques Charlier, Ann Veronica Janssens, Bernd Lohaus und Berlinde De Bruyckere teilnahmen) sowie insbesondere „Volle Scheunen“[1] (1997) erlangte das IKOB erstmals internationales Aufsehen, da unter dem Zuspruch des Documenta-Organisators Manfred Schneckenburger renommierte Künstler wie Tony Cragg, Ugo Dossi, Wolfgang Nestler, Maik und Dirk Löbbert oder Marie Jo Lafontaine verpflichtet werden konnten.

Im Jahre 2000 erhielt das IKOB feste Räumlichkeiten und organisiert seitdem Wechselausstellungen auf internationalem Niveau. Im Jahr 2005 wurde aus dem IKOB – internationales Kunstzentrum Ostbelgien das IKOB – Museum für zeitgenössische Kunst. Seither ist das IKOB das einzige Kunstmuseum in der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.

Das IKOB – Museum für zeitgenössische Kunst sieht sich als Vermittler der aktuellen Kunst und nutzt hierdurch seine exponierte Grenzlage. Im IKOB werden vier Wechselausstellungen im Jahr gezeigt, mit denen neue Tendenzen der zeitgenössischen Kunst vermittelt werden. 2010 stellten u.a. die Künstler Ton Slits, Horst Keining, Alice Smeets, als auch der Vertreter Belgiens auf der internationalen Biennale in Venedig im belgischen Pavillon, Angel Vergara, aus.

2011 zeigte das IKOB folgende Künstler in seinen Wechselausstellungen: Koen Vanmechelen, Jean-Marie Biwer, Thomas Brenner. Außerdem präsentierte das IKOB 2011 den IKOB-Kunstpreis, für den folgende Künstlerinnen nominiert wurden: Tatjana Gerhard, Brigitte Reisz, Vera Hilger, Judith Krebbekx, Kati Heck. Die international besetzte Jury wählte Kati Heck[2] zur Preisträgerin. Seit 2005 wird alle drei Jahre der mit bis zu 5000 Euro dotierte IKOB-Kunstpreis[3] an junge bildende Künstler verliehen. Die Jury unter der Präsidentschaft von Jan Hoet ermittelte die 1977 in Moers geborene Künstlerin Stefanie Klingemann als erste Preisträgerin.

Nachdem das Museum Van Bommel Van Dam 2008 die IKOB-Kollektion in Venlo gezeigt hat, wurde 2012 die Sammlung Van Bommel Van Dam im IKOB gezeigt. Weiter folgte eine Ausstellung, in der die Zeichnung im Mittelpunkt stand und folgende Künstler präsentierte: Luc Tuymans, Ronny Delrue, Kris Fierens, Anne-Mie van Kerckhoven, Katleen Vermeir, Roger Raveel und Philippe Vandenberg. Als Auftakt zum Jubiläumsjahr 2013 stellte das ikob - Museum für Zeitgenössische Kunst den weltbekannten Künstler Jan Fabre aus.

Als erste Intervention der neuen Direktorin des ikob, Maïté Vissault, hielt die Ausstellung Bildungsroman einer Sammlung. Die 0-20 Jahre Rückschau auf 20 Jahre IKOB.

Im Herbst 2013 präsentierte das IKOB zwei Künstler zeitgleich: Den deutschen Künstler Paul Schwer (* 1951) und den Belgier Emmanuel Van der Auwera (*1982). Im Januar 2014 wurde die Ausstellung Fata Morgana im ikob eröffnet. Eine thematische Ausstellung, an der 17 Künstler teilnehmen: Ruben Bellinkx, Béatrice Balcou, Marcel Berlanger, Wim Catrysse, Koenraad Dedobbeleer, Andreas Maria Fohr, Katrin Kamrau, Isa Melsheimer, Nicolas Moulin, Benoît Plateus, Ulrike Rosenbach, Adrien Tirtiaux, Jacques Villéglé, Emmanuel Van der Auwera, Leon Vranken, Romain Van Wissen, Freek Wambacq. Die Ausstellung ist gleichzeitig die thematische Einleitung in die Ausstellungssaison 2014.

IKOB-Kollektion[Bearbeiten]

Neben den Wechselausstellungen stellt das IKOB-Museum seit Juni 2010 in vergrößerten Ausstellungsräumlichkeiten auch einen Teil seiner eigenen Sammlung aus: The ikob Collection – in progress. Seit 2003 baut das IKOB eine eigene Sammlung auf, in der Künstler aus Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Luxemburg wie etwa Jacques Charlier, Günther Förg, Johan Tahon, Denmark, Jan van Imschoot, Yves Zurstrassen, Joachim Bandau vertreten sind.

Die IKOB-Kollektion wurde außerdem 2008 im Palais des beaux-arts de Bruxelles in Brüssel sowie 2009 im Museum Van Bommel Van Dam in Venlo gezeigt.

Seit Juni 2012 präsentiert das IKOB als erste öffentliche belgische Institution ein Kunstwerk des deutschen Jonathan Meese, das dem IKOB durch einen privaten Sammler als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volle Scheunen (1997) - IKOB (Hrsg.), Verlag: Grenz-Echo Verlag (GEV) ISBN 9054331011
  2. IKOB Kunstpreis 2011 (PDF; 6,9 MB) grenzecho.net
  3. IKOB Kunstpreis 2005 kunstaspekte.de

Weblinks[Bearbeiten]