ING-DiBa

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  ING-DiBa AG
Logo der ING-DiBa
Staat Deutschland
Sitz Frankfurt am Main
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 500 105 17[1]
BIC INGD DEFF XXX[1]
Gründung 1965 in Frankfurt am Main
Website www.ing-diba.de
Geschäftsdaten 2013[2]
Bilanzsumme 127.338 Mio. Euro
Einlagen 107.332 Mio. Euro
Kundenkredite 85.396 Mio. Euro
Mitarbeiter 3.357
Leitung
Vorstand Roland Boekhout (Vors.)
Bernd Geilen
Katharina Herrmann
Martin Krebs
Remco Nieland
Aufsichtsrat Ben Tellings (Vors.)

Die ING-DiBa AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist eine Direktbank und ein Tochterunternehmen der niederländischen ING Groep, die international tätig ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Bürokomplex LEO, neuer Hauptsitz der ING-DiBa in Frankfurt am Main
Gebäude der ING-DiBa in Hannover

Die ING-DiBa wurde 1965 als Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung AG (BSV) in Frankfurt unter maßgeblicher Beteiligung des damaligen Vorsitzenden der IG Bau-Steine-Erden Georg Leber gegründet. Zweck des Institutes war es, allen Arbeitnehmern in Deutschland eine Bank zur Verfügung zu stellen, bei der sie die neu eingeführten Vermögenswirksamen Leistungen in Höhe von sieben DM im Monat ansparen konnten. Georg Leber kommentierte das Verhalten der etablierten deutschen Banken damals mit folgendem Satz: „Die deutschen Banken kommen mir vor wie ein alter Hund, der satt ist. Dem kann man ruhig einen fetten Knochen hinhalten, der knurrt nicht einmal.“

1981 betrug das Kapital rund 75 Millionen DM und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) war über die gewerkschaftliche Vermögensholding BGAG Eigentümer der Bank für Gemeinwirtschaft (BfG), und über die BfG mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafter der BSV. Von 1986 bis 1997 war Hans Matthöfer in seiner Funktion als Vorsitzender des Vorstandes der BGAG zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bank.

1994 firmierte das Unternehmen in Deutsche Direktbank AG und, nach einer Klageandrohung der Deutschen Bank, in Allgemeine Deutsche Direktbank AG um. 1998 erwarb der niederländische Bankkonzern ING Groep 49 % der DiBa-Anteile. Ab 1999 trat die Bank unter DiBa (für: Direktbank) auf.

Sie etablierte sich als die Bank, die ihre Dienstleistungen per Internet, Telefax oder Telefon anbot. 1999 übernahm sie die Bank GiroTel. Im Jahr 2002 erwarb die DiBa 100 % der Frankfurter Degussa Bank und verkaufte sie am 27. November 2006 mit einem Verlust von 14 Mio. Euro nach IFRS an eine von M. M. Warburg & CO angeführte Investorengruppe.

Anfang 2002 kaufte die ING Groep weitere 21 % hinzu, 2003 übernahm sie die DiBa vollständig. Die DiBa verstärkte für die Immobilienfinanzierung ihren Telefonvertrieb durch die Zusammenarbeit mit Kreditvermittlern und stieg dadurch zu einem großen deutschen Immobilienfinanzierer auf.

Im Juli 2003 übernahm die mit über zwei Millionen Kunden positionierte Direktbank Deutschlands DiBa die zweitgrößte Direktbank Deutschlands, die Nürnberger Entrium Direct Bankers AG. Damit hatte sie neben der Zentrale in Frankfurt am Main und dem Standort in Hannover eine weitere Niederlassung in Nürnberg. 2004 änderte die Bank ihren Marktauftritt zu ING-DiBa, zum 1. Juli 2005 folgte die Umbenennung in ING-DiBa AG. Des Weiteren ist die ING-DiBa AG Mitglied im Bundesverband deutscher Banken.

Zum 1. Januar 2007 wurde die schrittweise Umstellung von der DiBa zur ING-DiBa abgeschlossen.

Seit dem 8. September 2014 ermöglicht die ING-DiBa ihren Kunden eine Identifizierung per Webcam als Alternative zum Postident-Verfahren.[3]

Produkte in Deutschland[Bearbeiten]

Erfolgreichstes Produkt ist das Tagesgeldkonto Extra-Konto. Daneben hat die ING-DiBa private Immobilienfinanzierungen, Brokerage, Ratenkredite, Sparprodukte und Girokonten im Angebot.

Die Bank betreibt rund 1.200 eigene Geldautomaten, die u.a. an Aral-Tankstellen und in größeren Einkaufszentren zu finden sind.[4] Zusätzlich wird eine gebührenfreie Nutzung von Fremdautomaten mit der zum Girokonto gehörenden VISA-Karte ermöglicht.

Weiterhin unterhält die Bank noch eine Niederlassung für das Commercial Banking. [5]

ING-DiBa Direktbank Austria[Bearbeiten]

  ING-DiBa Direktbank Austria
Logo ING-DiBa Austria
ING-DiBa Austria Galaxy Tower, 1020 Wien
Staat Österreich
Sitz Wien
Rechtsform Zweigniederlassung der ING-DiBa AG
Bankleitzahl 19 210[6]
BIC INGDAT21XXX[6]
Gründung 2004
Website www.ing-diba.at
Leitung

Unternehmensleitung

Niederlassungsleitung:
Roel Huisman (CEO)

Mit der Übernahme der Entrium Direct Bankers AG im Jahr 2003 übernahm die ING-DiBa auch die österreichische Niederlassung von Entrium. Im Jahr 2004 wurde die Marke ING-DiBa Direktbank Austria im österreichischen Markt eingeführt. Gegenwärtig verfügt die Niederlassung über rund 521.000 Kunden und ist damit die größte Direktbank Österreichs. Die Niederlassung beschäftigt rund 150 Mitarbeiter am Standort Wien Galaxy Tower. Mit der „ING-DiBa am Schwedenplatz“ verfügt die ING-DiBa Direktbank Austria seit dem 9. Mai 2014 über einen Servicepoint mit Kundenverkehr.[7] General Manager ist seit 1. November 2010 Roel Huisman.

Kernprodukt der ING-DiBa Austria ist das täglich fällige Direkt-Sparen. Daneben werden Sparern auch Direkt-Festgelder mit Laufzeiten von sechs bis zwölf Monaten angeboten. Für den langfristigen Vermögensaufbau bietet die ING-DiBa Austria Investmentfonds an. Zudem ist die ING-DiBa Austria mit dem Wohnkredit sowie dem Autokredit und Ratenkredit am Markt vertreten. Die ING-DiBa Direktbank Austria arbeitet seit September 2009 mit Niki Lauda als Testimonial.

Kennzahlen[Bearbeiten]

Nach Angaben aus dem Geschäftsbericht der ING-DiBa betreute die Bank am 31. Dezember 2012 insgesamt 7.762.813 Kunden (davon in Deutschland 7.248.274, in Österreich 514.539), beschäftigte 3.178 Mitarbeiter (davon 109 Auszubildende) und hatte eine Bilanzsumme in Höhe von 120,289 Milliarden Euro bei einem Eigenkapital von 6,065 Milliarden Euro. Der Anteil der Kunden mit Girokonten im stark umworbenen Privatkundenmarkt beträgt 1,1 Millionen.

Unter den 100 größten Banken in Deutschland belegt die ING-DiBa AG den 15. Platz (Stand: 31. Dezember 2012) laut der Fachzeitschrift die bank.[8]

Die Bilanzierung richtete sich bis 2004 nach Dutch-GAAP, ab 2005 nach IFRS.

2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Bilanzsumme [Mio. €] 21.053 40.190 51.997 64.935 72.794 76.274 81.956 87.753 96.333 109.478 120.289 127.338
Kundeneinlagen [Mio. €] 19.236 37.006 47.196 56.594 61.141 62.767 64.365 75.279 82.223 90.860 98.530 107.332
Kundenforderungen [Mio. €] 4.554 10.323 17.160 27.710 36.607 45.776 52.827 56.090 62.694 74.732 82.082 85.396
Eigenkapital [Mio. €] 301 603 843 4.179 4.379 4.559 4.595 4.499 4.831 5.478 6.065 6.228
Ergebnis vor Steuern [Mio. €] −4 44 105 269 387 469 412 280 494 660 486 691
Mitarbeiterzahl 914 1.802 2.088 2.304 2.549 2.740 2.794 2.750 2.696 2.986 3.178 3.357
Kunden [Mio.] 1,8 3,7 4,3 5,3 6,0 6,4 6,6 6,9 7,1 7,4 7,8 8,06

Die ING-DiBa ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e.V. Dieser sieht eine Sicherungsgrenze pro Kunde von derzeit 1,48 Milliarden Euro (30 % des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals) vor[9]. Er kommt dann zum Tragen, wenn die EU-weit gesetzlich garantierte Absicherung in Höhe von 100.000 € ausgeschöpft ist. Die Einlagen der Kunden sind somit durch zwei unabhängige Sicherungssysteme abgesichert.

Anteilseigner[Bearbeiten]

Anteil Anteilseigner
100 % ING Groep

Stand: Dezember 2007

Sponsoring und Werbung[Bearbeiten]

Seit dem 1. Mai 2003 ist die ING-DiBa Hauptsponsor der deutschen Basketballnationalmannschaft mit einem Vertrag bis 2015.[10] Dirk Nowitzki wirbt in mehreren Fernsehspots für die ING-DiBa. Außerdem sponsert die Bank den Helmut-Schmidt-Journalistenpreis.

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Geschäftsbericht 2013. ING-DiBa AG, abgerufen am 17. August 2014 (PDF, 3,95 MB).
  3. http://www.tagesgeld.org/ing-diba-video-legitimation.html
  4. http://www.boerse-online.de/finanzen/aktuell/:ING-DiBa:&%23x201e%3BIch-bin-doch-nicht-bl%F6d&%23x201c%3B/505063.html
  5. https://www.ingcb.com/network-offices/western-europe/germany
  6. a b Eintrag im Kreditinstitutsverzeichnis bei der Oesterreichischen Nationalbank
  7. ING-DiBa am Schwedenplatz. ING-DiBa Direktbank Austria, abgerufen am 23. Mai 2014.
  8. http://www.die-bank.de/
  9. https://www.ing-diba.de/kundenservice/sicherheit/einlagensicherung/
  10. http://www.focus.de/sport/mehrsport/basketball-nationalmannschaft-dbb-verlaengert-vertrag-mit-hauptsponsor_aid_657325.html/

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: ING-Gruppe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • ing-diba.de – Offizielle Website der ING-DiBa in Deutschland
  • ing-diba.at – Offizielle Website der ING-DiBa in Österreich
  • ING-DiBa in der Unternehmensdatenbank der BaFin

50.114218.649008Koordinaten: 50° 6′ 51″ N, 8° 38′ 56″ O