ING Groep

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ING Groep N.V.
Logo der ING Groep N.V.
Rechtsform Naamloze Vennootschap
ISIN NL0000303600
Gründung 1991
Sitz Amsterdam, NiederlandeNiederlande Niederlande
Leitung Jeroen van der Veer, Chairman[1]
Ralph Hamers, Chief Executive Officer[2]
Mitarbeiter 84.718 (2012)[3]
Umsatz 42,644 Mrd. (2012)[3]
Branche Finanzdienstleistungen
Produkte Versicherungen, BankdienstleistungenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.ing.com

Die ING Groep N.V. ist ein niederländischer Allfinanz-Dienstleister in der Form einer Aktiengesellschaft mit Sitz in Amsterdam.

Die Bank ist eine der 28 Großbanken, die vom Financial Stability Board (FSB) als „systemically important financial institution“ (systemisch bedeutsames Finanzinstitut) eingestuft wurden.[4] Sie unterliegt damit einer besonderen Überwachung und strengeren Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenkapital.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Zentrale der ING Groep in Amsterdam, das sog. „ING House“

Der Konzern entstand im Jahr 1990 aus einer Fusion des Versicherers Nationale-Nederlanden mit der NMB Postbank Group und nannte sich nach dem Zusammenschluss Internationale Nederlanden Groep (ING). Die Abkürzung ING wurde jedoch so bekannt, dass man den Namen entsprechend änderte.

Bei der ING Groep N.V. handelt es sich um eine Holding, die als Muttergesellschaft für verschiedene Banken und Versicherungen fungiert, so zum Beispiel für die niederländische ING Bank, oder die deutsche Tochter ING-DiBa. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist das Unternehmen der achtgrößte Finanzdienstleister weltweit und damit Spitzenreiter in den Niederlanden.

Auf der Forbes-Liste für das Geschäftsjahr 2007 ist die ING Groep nach Umsatz das neuntgrößte Unternehmen der Welt.

Nach den Fehlspekulationen Nick Leesons und dem Zusammenbruch wurde die Barings Bank für den symbolischen Preis von 1 Pfund Sterling im Jahre 1995 übernommen. Im Jahre 1999 wurde außerdem die deutsche BHF-Bank übernommen.

Finanzkrise 2007/2008[Bearbeiten]

Aufgrund der Finanzkrise musste die ING-Groep am 19. Oktober 2008 zehn Milliarden Euro Staatshilfen in Anspruch nehmen. Damit wurde die Eigenkapitalquote gestärkt, folglich konnte der Konzern sich zusätzliche Liquidität am Markt günstiger besorgen. Zusätzlich wurde, nach eigenen Angaben, auch der Börsenkurs gestützt, der am 17. Oktober 2008 nach Bekanntgabe eines Verlustes von 500 Millionen Euro im dritten Quartal 2008 auf den niedrigsten Stand seit Mitte der 1990er-Jahre eingebrochen war. Für das Gesamtjahr 2008 wurde ein Nettoverlust von 171 Millionen Euro ausgewiesen. Die ING-Bank ist das erste niederländische Finanzunternehmen, das Mittel aus einem Notfonds der niederländischen Regierung zur Unterstützung von Banken in Anspruch nehmen musste. Im Februar 2009 wurden 80 Prozent eines nominell 28 Milliarden Euro großen Immobilienkredit-Portfolios durch den niederländischen Staat übernommen. Dabei soll der Konzern, nach Angaben der Europäischen Union, bis zum Jahr 2013 in zwei Teile zerschlagen werden. Mit diesem Schritt soll das Risiko halbiert und das Geschäft des Konzerns reduziert werden.[6] Im Rahmen der im Jahr 2009 vorgestellten Strategie „Back to Basics“ wurden bereits mehrere Geschäftsbereiche und Beteiligungen verkauft.

Desinvestitionen nach der Finanzkrise[Bearbeiten]

  • ING Canada
  • ING Insurance Australien/New Zealand
  • ING Private Banking Schweiz
  • ING Private Banking Asia
  • ING Reinsurance USA
  • ING Summit Industrial Fund
  • ING Real Estate Manager „REIM“
  • ING Direct USA
  • ING Insurance Latein America
  • Verkauf von drei US-Brokern
  • 5 % Anteil an Fuban Financial
  • ING Direct Canada
  • ING Direct UK Großbritannien

Unternehmen der Gruppe[Bearbeiten]

Filialbanken

Direktbanken

  • ING-DiBa (Deutschland, Österreich)
  • ING Direct Australia (Australien)
  • ING Direct France (Frankreich)
  • ING Direct Spain (Spanien)
  • ING Direct Italy (Italien)

Sonstige Finanzdienstleistungen

Versicherungen

  • Insurance Europe (Ungarn, Polen, Tschechien, Slowakei, Bulgarien, Rumänien, Russland, Spanien, Griechenland und Türkei)
  • Insurance Asia/Pacific (Japan, Hong Kong, Malaysia, Südkorea, China, Indien und Thailand)
  • Insurance Americas (USA)

Präsenz nach Ländern[Bearbeiten]

ING Group global locations

ING Group ist in folgenden Ländern präsent:

  • Australien
  • Belgien
  • Brasilien
  • Bulgarien
  • China
  • Deutschland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Großbritannien
  • Hong Kong
  • Indien
  • Indonesien
  • Italien
  • Japan
  • Kanada
  • Kasachstan
  • Luxemburg
  • Mexiko
  • Mongolei
  • Niederlande
  • Österreich
  • Philippinen
  • Polen
  • Rumänien
  • Russland
  • Schweiz
  • Singapur
  • Slowakei
  • Spanien
  • Süd Korea
  • Taiwan
  • Thailand
  • Türkei
  • Tschechien
  • Ungarn
  • Ukraine
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Vereinigte Staaten
  • Weißrussland

Asset Management[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: ING – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. [2]
  3. a b Jahresberichte
  4. Policy Measures to Address Systemically Important Financial Institutions. In: Financial Stability Board (FSB) vom 4. November 2011 (PDF-Datei; 105 kB)
  5. Update of group of global systemically important banks (G-SIBs) (PDF; 43 kB) vom 1. November 2012
  6. boersennews.de: Finanzkonzern ING wird zerschlagen (Zugriff am 26.Oktober 2009)