IPFire

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IPFire
IPFire-Logo
Basisdaten
Entwickler IPFire-Team
Aktuelle Version 2.15 Core Update 85
(16. Oktober 2014)
Abstammung GNU/Linux
↳ Smoothwall
↳ IPCop
↳ IPFire 1.4.9
↳ Linux From Scratch
↳ IPFire 2.x
Architekturen i586, armv5tel
Lizenz GPL (Freie Software)
Sonstiges Preis: kostenlos
Sprache: mehrsprachig (u. a. Deutsch)
Website www.ipfire.org

IPFire ist eine freie Linux-Distribution, die in erster Linie als Router und Firewall fungiert und sich über eine Webmanagementkonsole konfigurieren lässt. Darüber hinaus bietet die Distribution noch ausgewählte Server-Dienste an und kann bequem zum SOHO-Server erweitert werden.

IPFire stützt sich auf Linux From Scratch und ist auch wie Endian Firewall ursprünglich eine Abspaltung von IPCop, die aber seit Version 2 nur noch die Webschnittstelle von IPCop nutzt.

Systemvoraussetzungen[Bearbeiten]

Das Baukastenprinzip ermöglicht es dem Benutzer, sich ein nach eigenen Bedürfnissen maßgeschneidertes System zu schaffen. Dieses kann entweder ein sehr kleines System sein, das auch auf altgedienter Hardware wie zum Beispiel einem Intel Pentium der ersten Generation lauffähig ist, oder eben auch ein SOHO-System mit einem modernen Mehrprozessorsystem. Alternativ ist auch die Installation auf einem USB-Stick möglich.

Daher richtet sich die für den IPFire benötigte Rechenleistung des PCs ganz nach dem Einsatzbereich und den installierten AddOns. Empfohlen sind mindestens ein Hauptprozessor mit einem Takt von 333 Megahertz, 256 Megabyte Hauptspeicher und zwei Netzwerkkarten – eine für den Anschluss von DSL (oder anderen Router) und eine zum Anschluss ans LAN.[1]

Seit Version 2.13 Core 71 ist es möglich, die Verbindung zum Internet alternativ über eine WLAN-Verbindung herzustellen, kompatible Hardware vorausgesetzt.[2]

Systemdetails[Bearbeiten]

Eines der Grundkonzepte dieser Distribution ist die einfache Bedienbarkeit, welche vor allem auf Benutzer abgestimmt ist, welche sich mit Netzwerken und Serverdiensten wenig auskennen. Dennoch haben die Entwickler darauf geachtet, dass erfahrene Admins mannigfaltige Einstellungsmöglichkeiten haben. Die Grundeinrichtung von IPFire (IP-Adressen, Passwörter) geschieht dialoggeführt auf der Console[3], die weitere Administration findet über eine webbasierten Oberfläche statt.[4]

IPFire bietet ein umfangreiches Paketverwaltungssystem (Pakfire), dadurch kann das schlank gehaltene Grundsystem, welches rein nur als Firewall fungiert, mit zahlreichen Erweiterungen ausgestattet werden und man kann es so auf verschiedene Einsatzszenarien anpassen. Außerdem können Sicherheitsprobleme schnell per Aktualisierung behoben werden. Der verwendete Linux-Kernel wurde gehärtet und entschlackt [5].

Das Basissystem kommt mit folgenden Merkmalen:

Erweiterungen[Bearbeiten]

IPFire bietet von Haus aus mehrere Erweiterungen (Add-ons) an, die durch das Entwicklerteam gewartet werden. Sie werden über das Paketmanagement (Pakfire) installiert und erfordern meistens nur wenig Vorkenntnisse.

Installierbare Add-ons sind unter anderem:

Ports[Bearbeiten]

Das IPFire-Projekt stellt einen experimentellen Port für die ARM-Architektur bereit. Unterstützt werden unter anderen Pandaboard, Raspberry Pi[6] und Marvell Kirkwood basierte Plattformen wie z. B. DreamPlug.

Resonanz[Bearbeiten]

  • IPFire ist Teil des c't-Debian-Server Version 4 und im August 2009 erschienen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

CeBIT

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hardware – Seite im IPFireWiki, vom 2. Februar 2010
  2. IPFire 2.13 Core Update 71 released Englisch (Abgerufen am 22. Oktober 2014)
  3. Installation (Abgerufen am 22. Oktober 2014)
  4. Was ist das Webinterface? (Abgerufen am 22. Oktober 2014)
  5. Feature Highlights IPFire 2.15 #1: Hardening the system Englisch (Abgerufen am 22. Oktober 2014)
  6. http://lists.ipfire.org/pipermail/sig-arm/2012-May/000047.html