IPTC-IIM-Standard

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Der IPTC-IIM-Standard (oft kurz nur IPTC) dient zur Speicherung von Metadaten in Bilddateien (z. B. in JPEG- oder TIFF-Dateien). Er wurde 1991 als Information Interchange Model (IIM) definiert.[1] Informationen – sowohl Text als auch Datums- und Zahlenwerte – werden in einem durch diesen Standard definierten Format in einem speziellen Bereich der Datei abgelegt.

Hintergrund und Historie[Bearbeiten]

Der IPTC-IIM-Standard wurde vom International Press Telecommunications Council (IPTC) zusammen mit der Newspaper Association of America (NAA) entwickelt und ist grundsätzlich für alle Arten von Medien, also Text, Fotos, Grafiken, Audio oder Video geeignet. Der Standard definiert zwei Aspekte von Metadaten: einerseits eine Liste von Feldern und deren Bedeutung, andererseits ein technisches Format zur Speicherung dieser Felder mit den eingegebenen Werten. Der Standard erlaubt es, Urheberrechtsvermerke, den Namen des Erstellers, eine Überschrift oder Stich-/Schlagwörter anzugeben und direkt in der Bilddatei zu speichern. Diese Art der Speicherung von Metadaten ist in Bildagenturen und Bildarchiven sehr verbreitet. Mit geeigneten Programmen (im professionellen Rahmen meist Bilddatenbanken) lassen sich derart angereicherte Dateien einfach nach bestimmten Eingaben oder Stichwörtern durchsuchen. So kann die Verwaltung, Pflege und Nutzung großer Bildarchive vereinfacht werden.

Ab 2003 ist neben die Speicherung im technischen Format des IPTC-IIM-Standards die Speicherung im XMP-Format (Extensible Metadata Platform) getreten, dabei sind allerdings die im IPTC-IIM-Standard definierten Felder mit ihrer Bedeutung erhalten geblieben. Dies ist im IPTC-Core-Photo-Metadata-Standard seit 2004 definiert. Produkte unterstützen sowohl die Speicherung im Format des IPTC-IIM-Standards als auch im XMP-Format. Einige Produkte führen darüber hinaus eine Synchronisierung der Metadatenwerte zwischen den beiden Formaten durch, dazu gibt es eine umfassende Anleitung (Guideline) der Metadata Working Group.

Nachdem die Version 1 des IIM im Jahre 1991 verabschiedet wurde, ist das Modell weiterentwickelt worden. Mit dem Aufkommen neuer Technologien zur Datendarstellung, insbesondere XML, wurde die Entwicklung des IIM im Jahre 1997 eingefroren. Nur eine geringfügige Änderung wurde im Jahre 2014 übernommen. Die jüngste Version ist 4.2.[1]

Verwendung[Bearbeiten]

Als der Standard erstmals im Jahre 1991 verabschiedet wurde, hatte die Spezifikation eine Standardisierung der Datenübertragung in der Journalismus-Branche zum Ziel. Jedoch, das erste Produkt, welches das IIM implementierte, war im Jahre 1994 Adobes „Photoshop“ – ein Bildbearbeitungsprogramm, kein Nachrichten-Transfer-Programm. In den Folgejahren haben weitere Bildbearbeitungs- und Bildverwaltungs-Programme den Standard implementiert. In einer IPTC-Liste von Programmen, die IIM und IPTC Core unterstützen, befinden sich überwiegend Produkte, die sich der Bild-Bearbeitung und -Verwaltung widmen; lediglich einige Produkte aus dem Hause Adobe zur Bearbeitung multimedialer Daten nutzen den Standard für andere Datentypen; IIM wird nun als ein „Foto-Metadaten-Standard“ bezeichnet.[2] Nur noch wenige Nachrichtenagenturen benutzen IIM zum Austausch von Text-Nachrichten; eine „Hochburg“ der IIM-Anwendung ist immer noch die Fotografie: Seitdem Adobe vor mehr als 10 Jahren IIM zum Hinzufügen von Metadaten zu Fotos in Photoshop implementiert hat und diese Technologie von vielen Software-Herstellern implementiert worden ist, binden Millionen von Fotos IIM-Felder ein und mehrere Dutzend Computerprogramme unterstützen IIM.[3]

Im August 2014 untersuchte der IPTC 19 Software-Produkte zur Bild-Bearbeitung und -Verwaltung aus dem Low-Budget- (< 150 US-$//£) und Freeware-Segment auf ihre Fähigkeiten, IPTC-Daten zu schreiben oder zu lesen. Der Test widmete sich ausschließlich vier Feldern, die der Wahrung von Urheberrechten dienen: Ersteller (Fotograf), Urheberrechtsvermerk, „Nutzungsbedingungen“ (= „Rights Usage Terms“, kein IIM-Feld, sondern ein Feld aus dem jüngeren IPTC-Core-Standard) und Erstellungsdatum. Die Ergebnisse fielen unterschiedlich aus: Die Spanne reicht von „Alle Felder sind zum Schreiben und Lesen verfügbar“ bis „Urheberrechtsvermerk und Nutzungsbedingungen sind nicht verfügbar“.[4]

Umgang mit Metadaten[Bearbeiten]

Online-Communities und Online-Fotodienste behandeln IPTC- (und Exif-)Metadaten hochgeladener Bilddateien unterschiedlich, sowohl bei der Darstellung im Web, als auch in den Fällen, in denen sich Benutzer dazu entscheiden, Bilder aus dem Online-Angebot herunterzuladen. Der Umfang der Metadaten heruntergeladener Fotos ist unterschiedlich, er reicht von „alle Metadaten bleiben erhalten“ bis zu „alle Metadaten werden gelöscht“.[5] Beispiele:

  • Facebook übernimmt beim Upload von Fotos den Titel einer Bilddatei („Titel“ entspricht Objektname, nicht Überschrift) sowie Beschreibung und erstellt daraus ein kombiniertes Titel-/Beschreibung-Feld. Andere Metadaten werden nicht dargestellt. Beim Foto-Download werden alle IPTC- und Exif-Metadaten gelöscht, mit Ausnahme von Ersteller und Urheberrechtsvermerk.
  • Google+ stellt nach dem Upload die Beschreibung und ein paar Exif-Daten dar, u. a. die Geo-Koordinaten. Beim Foto-Download bleiben alle IPTC- und Exif-Metadaten erhalten.
  • Flickr bietet eine Funktion „EXIF anzeigen“ an, sie stellt Exif- und IPTC-Metadaten dar. Beim Foto-Download bleiben Metadaten nur erhalten, wenn das Bild in voller Größe heruntergeladen wird – bei jeder kleineren Größe werden alle Metadaten gelöscht. Schlüsselwörter, die man im Webinterface hinzufügen kann, werden nicht in den IPTC-Header zurückgeschrieben.
  • Pinterest stellt nach dem Upload keine Metadaten dar. Beim Foto-Download bleiben alle IPTC- und Exif-Metadaten erhalten.

Im professionellen Bildjournalismus werden u. a. Vermerke zur Urheberschaft (in den Feldern Ersteller, Anbieter, Quelle) und zu Urheberrechten (Urheberrechtsvermerk) von Fotografen, Grafikern und Agenturen in den IPTC-Metadaten hinterlegt. Der Abschluss der Lieferkette vom Autor (Fotograf/Grafiker) bis zur Präsentation der Bilder auf Webseiten von (beispielsweise) Zeitschriften- und Magazin-Verlagen lässt sich auf zwei Arten des Umgangs mit den Metadaten kategorisieren: Bewahrung oder Entfernung.[6] Beispiele:[7]

Metadaten und Urheberrecht[Bearbeiten]

Die Pflege von IPTC-Metadaten zur Urheberschaft empfiehlt sich für Fotografen/Grafiker, Bild- und Nachrichten-Agenturen, um die Urheberschaft zu belegen. Das deutsche Urheberrecht stellt diese Daten unter Schutz (§ 95c UrhG, „Schutz der zur Rechtewahrnehmung erforderlichen Informationen“). Demnach dürfen von Rechtsinhabern stammende Informationen für die Rechtewahrnehmung nicht entfernt oder verändert werden. Wenn die Informationen für die Rechtewahrnehmung unbefugt entfernt oder geändert wurden, dürfen sie nicht wissentlich unbefugt verbreitet, zur Verbreitung eingeführt, gesendet, öffentlich wiedergegeben oder öffentlich zugänglich gemacht werden.

Fotografen, Grafiker und Agenturen sollten ihre Systeme so verbessern, dass ihre Bilder nicht ohne die passenden Metadaten verbreitet werden. Es wird empfohlen, dass Bilder auf Webseiten immer eingebettete Metadaten beinhalten (das ist derzeit selten der Fall). Autoren (Fotografen/Grafiker) und Agenturen sollten ihre Geschäftsbedingungen dahingehend anpassen, dass sie eine Formulierung in der Art „Digitale Veröffentlichung nur mit Metadaten“ („Digital publication only with metadata“) zum Inhalt haben. In Europa hat es bislang nur wenige Fälle gegeben, in denen das Entfernen von Metadaten Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzungen war.[8]

IPTC-Felder[Bearbeiten]

Die Datenrepräsentation des IPTC-IIM wird als „IPTC-Daten“, „IPTC-Felder“ oder „IPTC-Header“ bezeichnet.[9]
Ein Nachrichtenobjekt (oder auch „Objekt“) kann beispielsweise ein Bild (Foto/Scan/Grafik), ein Text (Nachrichtenmeldung), eine Audio-/Video-Datei oder eine Kombination dieser Objekte sein.[10]

IPTC-Feld
englisch
IPTC-Feld
deutsch
Beschreibung Beispiel Zeichen max. IPTC-Code
Envelope Record
File Format Dateiformat Eine Zahl, die das Dateiformat repräsentiert. Die Information wird genutzt, um die Daten in einem empfangenden System zu einem zuständigen Teil zu leiten und diesem zu erlauben, die dazu passende Aktion auszuführen. Beispiele:
  • „11“ für JPEG-Bilddateien
  • „23“ für MP3-Audiodateien
  • „25“ für NITF-formatierte Nachrichten
11 2 1:20
Coded Character Set Zeichenkodierung Beispiele:[11] ESC % G 32 1:90
Application Record
Object Name Objekt-Name Kurzreferenz auf das Objekt, kann Dateiname sein. Änderungen an bestehenden Daten, wie z. B. aktualisierte Berichte oder neue Bildausschnitte, sollten in Bearbeitungsstand bezeichnet werden. 2007-05-23 - IMG_8393.CR2 64 2:05
Edit Status Bearbeitungsstand Status des Nachrichtenobjekts, entsprechend der Praxis des Anbieters. Korrektur 64 2:07
Urgency Dringlichkeit Spezifiziert die redaktionelle Dringlichkeit des Inhalts. „1“ ist die höchste Dringlichkeit, „5“ die normale und „8“ die niedrigste; „9“ und „0“ sind für Künftiges reserviert. 5 1 2:10
Category Kategorie Kategorie (abgekündigt);[12] Beispiele:[13]
  • „ACE“ für Arts, Culture and Entertainment
  • „EDU“ für Education
  • „SPO“ für Sport
ACE 3 2:15
Supplemental Category Andere Kategorien Frei wählbare Kategorien (abgekündigt)[12] Architektur, Gotik, Neugotik Beliebig viele Kategorien, jede max. 32 Zeichen lang 2:20
Keywords Stichwörter Stichwörter, die ausdrücken, worum es im Inhalt geht. Stichwörter können beliebiger Text sein und müssen nicht von einem feststehenden Vokabular genommen werden. Es wird erwartet, dass ein Anbieter von verschiedenen Arten von Daten, die in der Gegenstands-Materie zusammengehörig sind, dasselbe Stichwort benutzen, damit das empfangende System oder Sub-System über alle Arten von Daten nach betreffendem Material suchen kann. architecture, Architektur, Cologne, Cologne Cathedral, Dach, facade, Fassade, flying buttress, Köln, Kölner Dom, roof, Strebebogen Beliebig viele Stichwörter, jedes max. 64 Zeichen lang, auch mit Leerzeichen 2:25
Special Instructions Spezielle Anweisungen Weitere redaktionelle Anweisungen bezüglich des Gebrauchs der Nachrichtenobjekte, wie z. B. Sperrfristen, Nutzungs­beschränkungen oder Warnungen Nicht zum Verkauf freigegeben, Veröffentlichung erst nach Abschluss des Papst-Besuchs 256 2:40
Date Created Erstellungsdatum Erstellungsdatum in der Form JJJJMMTT. Folgt dem ISO 8601-Standard. Unbekannte Daten werden mit „00“ ausgedrückt. Gibt das Datum der Erstellung des geistigen Inhalts des Nachrichtenobjekts an und nicht das Datum der Erstellung der Datei mit den physischen Daten. Daher würde ein Foto, das während des Amerikanischen Bürgerkriegs aufgenommen wurde, ein Erstellungsdatum aus dieser Epoche (1861–1865) tragen, nicht das Datum, an dem das Foto zur Archivierung digitalisiert wurde. Beispiel:
  • „19900127“ bedeutet, dass der geistige Inhalt am 27. Januar 1990 erstellt wurde
18801015 8 2:55
Time Created Erstellungsuhrzeit Erstellungsuhrzeit in der Form HHMMSS±HHMM (Zeit ± Zeitzonenkorrektur gegenüber UTC). Folgt dem ISO 8601-Standard. Gibt die Zeit der Erstellung des geistigen Inhalts des Nachrichtenobjekts an und nicht unbedingt die Zeit der Erstellung der Datei mit den physischen Daten. Falls die Uhrzeit nicht genau bestimmt werden kann, sollte die beste Näherung vorgenommen werden. Beispiel:
  • „133015+0100“ bedeutet, dass der geistige Inhalt um 13:30 Uhr und 15 Sekunden erstellt wurde, in der Zeitzone „UTC +1" (= MEZ)
120000+0100 11 2:60
Digital Creation Date Digitalisierungsdatum Digitalisierungsdatum in der Form JJJJMMTT. Folgt dem ISO 8601-Standard. Gibt das Datum an, an dem die digitale Repräsentierung erstellt wurde. Daher würde ein Foto, das während des Amerikanischen Bürgerkriegs aufgenommen wurde, ein Erstellungsdatum der letzten Jahre tragen, nicht ein Datum aus dieser Epoche (1861–1865), an dem das Foto auf Film, Glasplatte oder andere Substrate aufgenommen wurde. Beispiel:
  • „19900127“ bedeutet, dass die digitale Repräsentierung des Objekts am 27. Januar 1990 erstellt wurde
20070523 8 2:62
Digital Creation Time Digtalisierungsuhrzeit Digtalisierungsuhrzeit in der Form HHMMSS±HHMM (Zeit ± Zeitzonenkorrektur gegenüber UTC). Folgt dem ISO 8601-Standard. Gibt die Uhrzeit an, zu der die digitale Repräsentierung erstellt wurde. Beispiel:
  • „133015+0100“ bedeutet, dass die digitale Repräsentierung des Objekts um 13:30 Uhr und 15 Sekunden erstellt wurde, in der Zeitzone „UTC +1" (= MEZ)
172917+0100 11 2:63
Originating Program Ursprungsprogramm Identifiziert das Computerprogramm, mit dem das Nachrichtenobjekt erzeugt wurde. Beispiele:
  • „WordPerfect“
  • „Adobe Photoshop“
Adobe Photoshop Lightroom 32 2:65
By-line Ersteller Name des Nachrichtenobjekt-Erstellers, z. B. Autor, Fotograf oder Grafiker; „Namenszeile“ („by-line“) in dem Sinne, wie der Ersteller bei Publikation in einer Zeile bei dem Nachrichtenobjekt genannt wird Erika Mustermann 32 2:80
By-line Title Ersteller-Titel Titel des/der Nachrichtenobjekt-Ersteller(s), also der Person(en), die im Feld Ersteller aufgeführt ist/sind, typischerweise Berufsbezeichnung. Soll bei Publikation hinter die Ersteller-Angabe gesetzt werden. Da dies eine ergänzende Angabe zum Ersteller-Feld ist, muss jenes zwingend ausgefüllt werden, bevor hier etwas eingetragen werden darf. Beispiele:
  • „Porträtfotograf“
  • „Korrespondent“
Architektur-Fotografin 32 2:85
City Stadt/Ort Identifiziert die Stadt oder Ortschaft der Nachrichtenobjekt-Herkunft, gemäß festgelegter Richtlinien des Erstellers. Beispiele:
  • „Zürich“
  • „Mailand“
  • „New York“
Köln 32 2:90
Sublocation Ortsdetail Identifiziert die Lage innerhalb einer Stadt oder Ortschaft der Nachrichtenobjekt-Herkunft, gemäß festgelegter Richtlinien des Erstellers. Beispiele:
  • „Schanzenviertel“
  • „Olympiastadion“
  • „Beethovenhalle“
Domkloster 4 32 2:92
State/Province Bundesland/Kanton Identifiziert das Bundesland bzw. den Kanton der Herkunft, gemäß festgelegter Richtlinien des Erstellers. Beispiele:
  • „Baden-Württemberg“
  • „Graubünden“
  • „Sussex“
Nordrhein-Westfalen 32 2:95
Country/Primary Location Code ISO-Ländercode Bezeichnet das Länderkürzel des Landes, in dem das Nachrichtenobjekt erstellt wurde, z. B. wo ein Foto erstellt wurde oder ein Ereignis stattfand. Der Code soll aus den in ISO 3166 spezifizierten zwei- oder dreibuchstabigen Codes genommen werden (für Deutschland: DE oder DEU). Der vollständige Name des Landes soll in Land eingetragen werden. Beispiele:
  • „USA“ (Vereinigte Staaten)
  • „FRA“ (Frankreich)
  • „XUN“ (Vereinte Nationen)
DE 2 oder 3 2:100
Country Land Bezeichnet den vollen, publizierbaren[14] Namen des Landes, in dem das Nachrichtenobjekt erstellt wurde, z. B. wo ein Foto erstellt wurde oder ein Ereignis stattfand, gemäß festgelegter Richtlinien des Erstellers. Der vollständige Name soll als sprachliche Bezeichnung ausgedrückt werden und nicht als ein Code, denn ein Code soll in ISO-Ländercode eingetragen werden. Deutschland 64 2:101
Original Transmission Reference Original-Übertragungs-Referenz Ein Code, der den Ort der Original-Übertragung repräsentiert, entsprechend der Praxis des Anbieters. Beispiele:
  • „BER-5“
  • „PAR-12-11-01“
em1234 32 2:103
Headline Überschrift Ein publizierbarer[14] Eintrag, der eine Kurzfassung des Inhalts des Nachrichtenobjekts darstellt. Beispiel:
  • „Lindbergh landet in Paris“
Fassade des Kölner Doms 256 2:105
Credit Anbieter Identifiziert den Anbieter des Nachrichtenobjekts, nicht notwendigerweise den Eigentümer bzw. Ersteller Muster-Foto GmbH 32 2:110
Source Quelle Der Name einer Person oder eines Beteiligten, die/der eine Rolle in der Lieferkette hat. Das kann eine Agentur, das Mitglied einer Agentur, eine Einzelperson oder eine Kombination sein. Die Quelle kann sich unterscheiden vom Ersteller und von den Einträgen in dem Urheberrechtsvermerk. Muster-Foto/Erika Mustermann 32 2:115
Copyright Notice Urheberrechtsvermerk Enthält jeglichen notwendigen Urheberrechtsvermerk © Copyright 2014 Erika Mustermann, all rights reserved - em@mufoto.de 128 2:116
Contact Kontakt Identifiziert die Person oder Organisation, die weitere Hintergrund-Informationen zum Nachrichtenobjekt liefern kann. Erika Mustermann 128 2:118
Caption/Abstract Beschreibung Eine textuelle Beschreibung des Nachrichtenobjekts; wird speziell dann benutzt, wenn das Objekt kein Text ist. Ansicht von Fassade, Dach und Strebebögen des Kölner Doms an der Nordseite. Der Kölner Dom zählt zu den weltweit bedeutendsten Kathedralen im gotischen Baustil. Viele Kunsthistoriker sehen in ihm eine einmalige Harmonisierung sämtlicher Bauelemente und des Schmuckwerks im Stil der spätmittelalterlich-gotischen Architektur verwirklicht. Wichtig zum Verständnis ist die Tatsache, dass der Baubeginn des Kölner Doms zwar ins 13. Jahrhundert fällt (Gotik), der Dom aber erst im 19. Jahrhundert nach jahrhundertelangem Baustopp vollendet wurde (Neugotik). Das Ende des Dombaus wurde am 15. Oktober 1880 mit einem Fest gefeiert, das Wilhelm I. als Mittel zur öffentlichen Repräsentation und als identitätsstiftendes Element des neun Jahre zuvor gegründeten Reiches nutzte. 2000 2:120
Writer/Editor Autor/Redakteur Identifikation des Namens der Person, die im Schreiben, Bearbeiten und Korrigieren des Nachrichtenobjekts oder der Beschreibung involviert ist. Max Mustermann 32 2:122

Die IPTC-IIM-Metadaten eines Beispielbildes mit Beispieldaten der obigen Tabelle lassen sich mit dem Online-Dienst Jeffrey’s Exif Viewer einsehen.

Zeichenkodierung[Bearbeiten]

Der IPTC-IIM-Standard schreibt keine bestimmte Zeichenkodierung vor, sondern ermöglicht es, Daten in verschiedenen Zeichenkodierungen zu speichern. Der Standard sieht vor, dass die verwendete Kodierung im Feld Zeichenkodierung angegeben wird. Tatsächlich ignorieren jedoch einige Anwendungen dieses Feld und nehmen stattdessen an, die Daten seien in einer bestimmten Kodierung geschrieben worden – das kann z. B. die Latin-1-Zeichenkodierung ISO 8859-1 oder UTF-8 sein. Manche Anwendungen gehen sogar von einer Kodierung in der stark eingeschränkten ASCII-Zeichenkodierung aus. Für den Anwender ergibt sich hieraus die Notwendigkeit zu überprüfen, ob die Kodierungen der verwendeten Programme zueinander kompatibel sind.[15]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b The Information Interchange Model auf der IPTC-Website
  2. Software supporting IPTC photo metadata standards IIM and "IPTC Core" auf der IPTC-Website
  3. IIM Information Interchange Model - Who's Using It? auf der IPTC-Website
  4. IPTC Web - Photo Metadata - Software for Rights Test auf der IPTC-Website. Das Datum des Tests ist dort nicht angegeben. Da z. B. „Lightroom 5.6“ im Test erwähnt wird (das am 31. Juli 2014 erschien), kann der Test frühestens im August 2014 erfolgt sein; ein Forum-Beitrag zur Publizierung der Testergebnisse stammt aus dem August 2014.
  5. Stand der Untersuchung: Oktober 2014. Siehe auch Social-Media-Websites: Foot-Metadaten-Test-Resultate mit Tests aus dem Zeitraum Oktober 2012 bis Juni 2013, sowie die Spalte „IPTC support“ in dem Vergleich von Foto-Sharing-Websites der englischsprachigen Wikipedia.
  6. Stand der Untersuchung: Oktober 2014.
  7. Webseiten der Beispiele: Spiegel Online, Frankfurter Allgemeine, Süddeutsche.de, Zeit Online, Focus Online, Stern, Bild, Heise Online, Le Monde.fr, The New York Times, The Times
  8. Christian Donle (Fachanwalt für Urheberrecht): Metadata and its relationship to copyright, Abschnitt „7. Obstacles to metadata protection“ (S. 8, PDF) im Dokument „Legal_Document.pdf“. Das Dokument ist Teil eines Zip-Archivs, das auf IPTC Web - Photo Metadata - CEPIC-IPTC Image Metadata Handbook Update Notification Request verfügbar ist. Dem Zugang zu der Zip-Datei auf der IPTC-Website ist ein Formular vorgeschaltet. In dem Formular kann man sich unter Angabe des Namens und einer E-Mail-Adresse registrieren lassen, um über Updates des Dokuments informiert zu werden. Die Registrierung ist optional, stattdessen kann man das Feld „Name“ leer lassen und im Feld für die E-Mail-Adresse ein „x“ eingeben. Zum Zugang auf den zitierten Beitrag wählt man im Dokument „Legal_Document.pdf“ den Karteireiter „Legal Docs“ aus.
  9. Gemäß Software supporting IPTC photo metadata standards IIM and "IPTC Core" auf der IPTC-Website
  10. Die Tabelle folgt im Wesentlichen der IPTC-IIM-Spezifikation 4.2. Die deutschsprachigen Übersetzungen der IPTC-Felder sind angelehnt an den deutschsprachigen Benutzeroberflächen der Bildverwaltungsprogramme Adobe Photoshop Lightroom und Capture One Pro des Herstellers Phase One. Die Implementierungen der IPTC-Standards durch Adobe in den Produkten Photoshop und Lightroom sind als Referenz verwertbar, da Adobe bei der Spezifikation der IPTC-Standards eine kooperierende Rolle eingenommen hat.
    Die Beispiele sind frei erfunden und benutzen deutsche Umlaute, um zu demonstrieren, dass die verfügbare Zeichenkodierung nicht auf den eingeschränkten 7-Bit-ASCII-Code begrenzt ist. Probleme in diesem Zusammenhang (Thema Zeichenkodierung) sind bekannt.
    Die Tabelle stellt keine vollständige Referenz der Spezifikation dar, denn sie benennt im Wesentlichen die Felder, die aus Anwendersicht zugänglich sind.
  11. Die Zeichenkodierung wird typischerweise nicht vom Anwender gesetzt, sondern vom verwendeten Programm. Beispielsweise verwenden Adobe Photoshop (ab Version CS5), Adobe Bridge (ab Version CS5), Adobe Photoshop Lightroom und Capture One Pro als Zeichenkodierung UTF-8.
  12. a b „Abgekündigt“ bedeutet, dass dieses Feld nicht mehr benutzt werden soll, da es wahrscheinlich ist, dass es in zukünftigen Versionen des IIM nicht mehr enthalten sein wird.
  13. Guideline for mapping Category Codes to Subject NewsCodes auf der IPTC-Website
  14. a b „Publizierbar“ bedeutet, dass erwartet wird, dass die Information in diesem Datensatz derart verfasst wurde, dass sie in der vorliegenden Form gedruckt oder anderweitig publiziert werden kann.
  15. Die IPTC-IIM-Daten eines Beispielbilds demonstrieren eine Inkompatibilität zweier Zeichenkodierungen: Das Feld Supplemental Categories ist in UTF-8 kodiert (s. Darstellung des Buchstabens „ü“ in „Nürburgring“), die Felder City („Nürburg“) und Caption-Abstract („Nürburgring“, „Nürburg“) sind in ISO 8859-1 kodiert. Man erkennt das, indem man in den Browser-Optionen zwischen den beiden Zeichenkodierungen hin und her wechselt. Die unterschiedlichen Zeichenkodierungen entstehen dann, wenn die Daten in unterschiedlichen Anwendungen eingepflegt wurden: die eine verwendet UTF-8, die andere ISO 8859-1 (oder eine artverwandte Kodierung, wie z. B. ISO 8859-15).
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