IT-Cluster Rhein-Main-Neckar

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Der IT-Cluster Rhein-Main-Neckar ist einer der bedeutendsten IKT-Standorte weltweit. Er konzentriert sich in den Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar.

Neben Hochschulen haben auch Software-Unternehmen, darunter SAP, die Software AG und T-Systems ihren Sitz in der Region.

Im Jahr 2010 publizierte die französische Risikokapital-Firma Truffle Capital in ihrer Studie „Truffle 100 European Clusters“, dass die Region Rhein-Main-Neckar 50 Prozent des weltweiten Umsatzes der hundert größten europäischen Softwareanbieter auf sich vereint. Sie verglich die Region Rhein-Main-Neckar als IT-Cluster mit dem Silicon Valley als „Silicon Valley Europas“.[1]

Laut dieser Studie vereinte der Rhein-Main-Neckar-IT-Cluster 2009 mehr als 12,5 Milliarden Euro softwarebezogener Umsätze. Nächstgrößter europäischer IT-Cluster ist Paris mit 2,4 Milliarden Euro.

Der IT-Cluster Rhein-Main-Neckar ist Bestandteil des Software-Cluster, welcher noch weitere Regionen umfasst. Im Januar 2010 hat der Software-Cluster den Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung Deutschland gewonnen. Vorgegebenes Ziel des Clusters ist es, die Transformation von Unternehmen zu digitalen Unternehmen zu ermöglichen. Dieser Cluster besteht aus den Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf.[2] Im Sommer 2012 empfahl die internationale Jury des Spitzencluster-Wettbewerbs der Bundesregierung die Freigabe für die zweite Förderphase.[3]

In jeder der teilnehmenden Regionen wird der Software-Cluster durch eine regionale Koordinierungsstelle vertreten. In der Region Rhein-Main-Neckar übernimmt diese Funktion der IT for work e.V., in der Region Nord-Baden das Cyberforum e.V., in der Region Rheinhessen-Pfalz die Software Technologie Initiative e.V. und in der Region Saarland das Kompetenzzentrum Informatik Saarland. [4]

Zusammen mit der Software AG und dem Fraunhofer ISI ist der Software-Cluster auch Auftraggeber des seit 2010 jährlich erscheinenden Software-Atlas Deutschland.

Ansässige Unternehmen (Auswahl)[Bearbeiten]

Vergleich von IKT-Clustern weltweit[Bearbeiten]

Die Technische Universität Darmstadt verglich in einer Studie die Region mit IT-Clustern wie Oulu (Finnland), Bangalore (Indien) und dem Silicon Valley.[5]

Standort Hauptgeschäftsfeld Größe Einwohner Beschäftigte Firmen Umsatz
Rhein Main Neckar Software 5.000 km² 7,6 Mio. 80.000 8.000 42 Mrd.
Silicon Valley (USA) Soft- & Hardware 4.000 km² 2,3 Mio. 500.000 7.000 180 Mrd.
Bangalore (Indien) Software 500 km² 5,0 Mio. 80.000 1.500 2 Mrd.
Oulu (Finnland) Telekommunikation 400 km² 0,13 Mio. 18.000 800 5 Mrd.

Weblinks[Bearbeiten]

  • IT for work ist ein Projekt, um gezielt die IT-Firmen in der Region besser zu vernetzen und es weltweit zu präsentieren.
  • IT-Buch Rhein-Main-Neckar ist ein Branchenbuch, in dem sich die IT-Firmen der Region vorstellen können.
  • Der Software-Cluster beschäftigt sich mit der Forschung und Entwicklung von Softwarelösungen für die weitgehende Digitalisierung von Unternehmen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung Truffle Capital: Region Rhein‐Main‐Neckar hat in der europäischenSoftwarebranche weiter die Nase vorn. (PDF; 175 kB)
  2. Software-Cluster - Daten & Fakten. In: software-cluster.com. Abgerufen am 21. Juli 2014.
  3. Fraunhofer IESE (Institut für Experimentelles Software Engineering), Spitzencluster-Jury gibt grünes Licht für die nächste Phase (http://www.iese.fraunhofer.de/de/presse/softwarecluster/PM_2012_16_280812_sc-foerderphase.html)
  4. Software-Cluster - Ansprechpartner. In: software-cluster.com. Abgerufen am 21. Juli 2014.
  5. Quelle: 2009, Technische Universität Darmstadt, Ralf Elbert, Fabian Müller, Joao Daniel Persch