IWB

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IWB
(Industrielle Werke Basel)
Logo
Rechtsform Öffentlich-rechtliche Anstalt
Gründung 1852
Sitz Basel, Schweiz
Leitung David Thiel
(CEO)
Jens Alder,
(Verwaltungsratspräsident)
Mitarbeiter 798 (2012)[1]
Umsatz 789 Mio. CHF (2012)[1]
Bilanzsumme 2025 Mio. CHF (2012)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Versorgung, Energiedienstleistung
Produkte Strom, Wasser, Erdgas, Fernwärme, Telekommunikation, EnergiecontractingVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.iwb.ch
ehemaliges Logo

Die IWB (Industrielle Werke Basel) sind das Strom-, Wasser-, Erdgas- und Wärme-Versorgungsunternehmen des Kantons Basel-Stadt in der Schweiz. Als öffentlich-rechtliche Anstalt ist das Unternehmen seit dem Jahr 2010 selbständig und arbeitet eng mit dem Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt zusammen.

Tätigkeitsgebiet[Bearbeiten]

Die Aktivitäten der IWB umfassen im Wesentlichen die Bereiche Stromversorgung, Wasserversorgung, Erdgasversorgung, Fernwärmeversorgung und die Kehrichtverwertung sowie Energie- und Telekommunikationsdienstleistungen.

Als Stromversorger beliefert IWB den Kanton Basel-Stadt mit rund 1’600 GWh Strom pro Jahr. Dieser wird vor allem in acht Wasserkraftwerken und Windkraftwerken in Frankreich und Deutschland, an denen die IWB beteiligt sind, produziert. Ein kleinerer Teil wird in lokalen Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen produziert. Zum Ausgleich von Produktionsschwankungen betreibt IWB auch Stromhandel.

Über ein 568 Kilometer langes Leitungsnetz versorgt IWB ihre Kunden im Kanton Basel-Stadt sowie angrenzende Gebiete mit rund 28 Millionen m³ Trinkwasser. Dieses stammt vollständig aus in zwei Werken gewonnenem Grundwasser. Das Quellwasser wird heute unter dem Namen Basler Wasser in Flaschen abgefüllt als Mineralwasser vertrieben.

Im Bereich der Erdgasversorgung ist IWB weit über den Kanton hinaus regional tätig und versorgen über ihr 1'040 Kilometer langes Netz 406'000 Menschen im Kanton Basel-Stadt sowie in Teilen des Kantons Basel-Landschaft und des Fricktals mit rund 4’000 GWh Erdgas. Dieses wird vollständig von der Gasverbund Mittelland AG bezogen. Die 1852 aufgenommene Erdgasversorgung bildet den ältesten Geschäftsbereich von IWB.

IWB liefert rund 1000 GWh Fernwärme. Diese wird zur Hälfte in der Kehrichtverwertungsanlage produziert. Gut 40 % werden aus Erdgas im Fernheizkraftwerk Voltastrasse und dem Spitzenheizwerk Bahnhof produziert, rund 10 % im Holzkraftwerk Basel aus Holzhackschnitzeln.

Über ihre traditionelle Versorgungsaktivitäten hinaus bietet IWB auch Dienstleistungen in der Wärmetechnik und betreibt ein 299 Kilometer langes Glasfasernetz für Breitband-Internet und Telefonie.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Industriellen Werke Basel haben ihren Ursprung in der 1852 gegründeten privaten Gasindustrie. Diese wurde 1867 verstaatlicht. 1875 wurde die Wasserversorgung in das Gaswerk eingegliedert und 1882 mit dem Pumpwerk Lange Erlen das erste der beiden heute aktiven Grundwasserwerke in Betrieb genommen. 1899 kam das neu gegründete Elektrizitätswerk Basel hinzu, das 1908 jedoch wieder vom Gas- und Wasserwerk getrennt wurde. 1942 begannen die Werke, Fernwärme zu nutzen.

1978 wurde das Elektrizitätswerk wieder mit den Bereichen Gas- und Wasserversorgung zusammengelegt und daraus die Industriellen Werke Basel IWB gebildet. In diese wurde 1998 die Kehrichtverwertungsanlage integriert. Seit dem 1. Januar 2010 ist IWB (Industrielle Werke Basel) ein selbständiges Unternehmen im Besitz des Kantons Basel-Stadt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Albert Huber: Die Basler Wasserversorgung von den Anfängen bis heute, in: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde, 54. Bd. (1955), S. 63–122 (Volltext)
  • Industrielle Werke Basel (Hrsg.), David Tréfás, Christoph Manasse: Vernetzt, Versorgt, Verbunden. Die Geschichte der Basler Energie- und Wasserversorgung. Christoph Merian Verlag, Basel 2006, ISBN 3-85616-286-0

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c IWB Industrielle Werke Basel - Eckdaten. Abgerufen am 27. Dezember 2012.