I giorni contati

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Filmdaten
Originaltitel I giorni contati
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1963
Länge 94 Minuten
Stab
Regie Elio Petri
Drehbuch Elio Petri
Tonino Guerra
Produktion Goffredo Lombardo
Musik Iván Vándor
Kamera Ennio Guarnieri
Schnitt Ruggero Mastroianni
Besetzung

I giorni contati ist ein italienisches Filmdrama von Regisseur Elio Petri aus dem Jahr 1963 mit Salvo Randone in der Hauptrolle

Handlung[Bearbeiten]

Cesare erlebt nach der Arbeit, als er mit dem Bus nach Hause fährt, wie ein Fahrgast tot auf einer Sitzbank aufgefunden wird. Er starb einfach während der Fahrt an einem Herzinfarkt. Am nächsten Morgen, als er von seiner Vermieterin, bei der der 54-Jährige seit dem Tod seiner Frau ein Zimmer bewohnt, daran erinnert wird, zur Arbeit zu gehen, bleibt er einfach liegen. Erst am Abend, im besten Anzug, verlässt er sein Zimmer und geht zu seinem Freund, der nachts mit seiner Kolonne die Zebrastreifen auf Roms Straßen malt. Er erzählt ihm, dass er nicht mehr arbeiten will, um die wenige Zeit sinnvoll zu nutzen, die ihm, der im gleichen Alter wie der im Bus Gestorbene ist, noch bleibt.

Stattdessen geht er in Museen, trifft sich mit einer früheren Liebe, die er damals nicht geheiratet hatte, und besucht sein Heimatdorf, von wo er vor vielen Jahren nach Rom ging. Doch langsam geht ihm sein erspartes Geld aus, auch weil er der jugendlichen Tochter seiner Vermieterin, die zwar unzuverlässig ist, mit der er sich aber gut versteht, Geld geliehen hatte. Er begegnet Männern, die mit Versicherungsbetrug Geld verdienen, indem sie erst einem Mann etwas brechen, dann unter Zeugen einen Unfall konstruieren. Cesare soll dafür der Arm gebrochen werden, aber im letzten Augenblick kneift er, um am folgenden Tag wieder zu seiner Arbeit als Klempner zurückzukehren. Als er an einem folgenden Abend im Bus nach Hause fährt, stirbt er.

Hintergrund[Bearbeiten]

I giorni contati war der zweite Film Elio Petris nach Trauen Sie Alfredo einen Mord zu?, mit dem er zu seinen im Neorealismus liegenden Wurzeln zurückkehrte, gleichzeitig auch die Stilmittel der Nouvelle Vague verwendete.[1] Er verarbeitete hier die Erfahrungen seines Vaters, der ein Leben lang Arbeiter war.

Kritik[Bearbeiten]

„Das Neue an diesem Film“, so Adelio Ferrero 1962, „ist die Behandlung solchen Themas in Rhythmus und Form der neorealistischen Bildsprache.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Italian National Syndicate of Film Journalists 1963

Mar del Plata Film Festival 1962

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. so Tullio Kezich, "Il cinema degli anni Sessanta: 1962-1966", Edizioni Il Formichiere
  2. Ferrero, in: Cinestudio No. 5, November 1962