Ian Dury

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Ian Dury, 1978

Ian Dury (* 12. Mai 1942 in Harrow, Middlesex; † 27. März 2000 in London) war ein englischer Sänger, Songwriter und Schauspieler. Er selbst behauptete, in Upminster (Essex) geboren zu sein. Seit seinem siebten Lebensjahr war er wegen einer Kinderlähmung gehbehindert.

Musikalische Laufbahn[Bearbeiten]

Seine musikalische Karriere begann Dury 1970 mit der Pub-Rock-Band Kilburn and the High Roads. Einem größeren Publikum bekannt wurde er aber erst in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre mit der Band Ian Dury and the Blockheads. Mit dieser hatte er zwei große Hits, die beide weltweit mehr als eine Million mal verkauft wurden, nämlich Hit Me With Your Rhythm Stick, eine Nummer eins in Großbritannien, und den Rock-Klassiker Sex and Drugs and Rock and Roll. Kleinere Erfolge waren What a Waste und Reasons to Be Cheerful, Part 3. Ein dritter großer Hit war Wake up and make love with me.

Die Band trat auch in Deutschland erfolgreich auf (unter anderem 1978 im Rockpalast und auf der Freilichtbühne im Hamburger Stadtpark).

Ian Dury sang mit seinem unverwechselbaren Cockney-Akzent vorwiegend selbst geschriebene Lieder, die teils klamaukhaft (Take your elbow out of the soup, you’re sitting on the chicken), teils zärtlich (Wake up and make love with me), teils nachdenklich (My old man), immer aber voller Wortwitz waren. In Spasticus Autisticus witzelte er auch über seine eigene Behinderung.

Anfang der 1980er-Jahre löste Ian Dury die Band auf, veröffentlichte nur noch gelegentlich Platten und wandte sich der Schauspielerei zu. So spielte er Nebenrollen, unter anderem in Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber von Peter Greenaway, Piraten von Roman Polański, Judge Dredd von Danny Cannon (mit Sylvester Stallone) und eine Hauptrolle in Brennende Betten von Pia Frankenberg. Außerdem schrieb er Musicals, von denen Apples im Londoner Royal Court Theatre aufgeführt wurde, und 1985 den Titelsong zu der Fernsehserie The Secret Diary of Adrian Mole, Aged 13¾, den er auch selbst sang. 1999 nahm er zusammen mit Madness den Song Drip Fed Fred für das Madness Comeback-Album Wonderful auf.

In den 1990er-Jahren war er als UNICEF-Botschafter aktiv.

Ian Dury starb am 27. März 2000 im Alter von 57 Jahren an Krebs.

2010 wurde sein Leben mit Andy Serkis in der Hauptrolle unter dem Titel Sex & Drugs & Rock & Roll verfilmt.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1977: New Boots and Panties (Stiff)
  • 1979: Do It Yourself (Stiff)
  • 1980: Laughter (Stiff)
  • 1981: Lord Upminster (Polydor)
  • 1984: 4.000 Weeks’ Holiday (als Ian Dury and the Music Students) (Universal/Polydor)
  • 1989: Apples (WEA)
  • 1991: Warts 'N' Audience [live] (Diablo (UK))
  • 1992: The Bus Driver’s Prayer & Other Stories (Templemill/Warner Music UK Ltd.)
  • 1998: Mr. Love Pants (Diablo (UK))
  • 2001: Straight from the Desk [live] (Vivid)
  • 2002: Ten More Turnips from the Tip (East Central One)

Kompilationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1981: Juke Box Dury (Stiff)
  • 1987: Sex & Drugs & Rock ‘n’ Roll (Demon Records)
  • 1996: Reasons to Be Cheerful (Repertoire Records)
  • 1998: Sex & Drugs & Rock ‘n’ Roll – Best (1977-80, Label: Zounds, alle Titel digital remastered)

Tribut-Alben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ian Dury – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien