Ian Rogers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ian Rogers, 2010 im Pressezentrum der Dortmunder Schachtage

Ian Rogers (* 24. Juni 1960 in Hobart, Tasmanien) ist ein australischer Schachspieler.

Leben[Bearbeiten]

Ian Rogers feierte in den 1980er Jahren zahlreiche Erfolge. Er wurde 1980 Internationaler Meister und 1985 Großmeister, als der damals einzige Australier (Walter Browne wurde 1970 als Australier zum Großmeister ernannt, spielt aber seit 1973 für den US-amerikanischen Schachverband).[1] Über 20 Jahren führte er die Rangliste Australiens an und gewann vier Australische Meisterschaften (1980, 1986, 1998 und 2006).

Der ausgebildete Meteorologe begann nach Beendigung seiner Studien an der University of Melbourne eine Schachprofikarriere und zog Mitte der 1980er Jahre in die Niederlande um, da ihm ein Wohnsitz in Europa einfacher erlaubte, an zahlreichen niveauvollen Turnieren teilzunehmen. 1983 war er geteilter Sieger bei der Commonwealth-Meisterschaft, Erster in Nuroro 1984, 1985 Erster in Wijk aan Zee und in Kragujevac, 1988 siegte er in Kalkutta. 1988, 1989 und 1990 gewann er in Groningen.

Im Juli 2007 erklärte Rogers überraschend seinen Rücktritt vom professionellen Schach aus gesundheitlichen Gründen. Als Autor, Trainer und Kommentator ist er aber weiterhin aktiv. Seine Elo-Zahl beträgt seit Oktober 2007 unverändert 2545, seine höchste Zahl von 2618 erreichte er im Januar 1999.

Mannschaftsschach[Bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Zwischen 1978 und 2006 nahm Rogers an 14 Schacholympiaden teil (nur 1998 fehlte er), dabei spielte er zwölfmal am Spitzenbrett der australischen Mannschaft.[2] Bei der asiatischen Mannschaftsmeisterschaft 1981 erreichte er mit Australien den dritten Platz.[3]

Vereinsschach[Bearbeiten]

In der britischen 4NCL spielte Rogers von 1996 bis 1999 bei der Mannschaft des British Chess Magazine, von 2000 bis 2002 für Beeson Gregory, mit denen er die 4NCL 2001 und 2002 gewann und von 2003 bis 2007 für The ADs.

In der deutschen Schachbundesliga spielte Rogers von 1995 bis 1997 und von 1998 bis 2000 beim Delmenhorster Schachklub (dem er auch in den Spielzeiten 1994/95 und 1997/98 in der 2. Bundesliga angehörte) sowie in der Saison 2000/01 beim SV Castrop-Rauxel.

In der niederländischen Meesterklasse (bis 1996 Hoofdklasse) spielte Rogers bis 2007 bei der Hilversums Schaakgenootschap.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 79
  2. Ian Rogers´ Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  3. Ian Rogers´ Ergebnisse bei asiatischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)