Iberoamerika

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Karte von Iberoamerika

Iberoamerika ist ein Terminus, der seit der zweiten Hälfte des 19. Jhs. für jene Länder auf dem amerikanischen Kontinent gebraucht wird, die früher Kolonien von Spanien oder Portugal waren. Spanien und Portugal selbst sind in einigen Bezeichnungen inbegriffen, z.B. im iberoamerikanischen Gipfeltreffen oder der Organisation iberoamerikanischer Staaten.

Der Begriff vermeidet den Wortteil Latein, um die in Nord-, Zentral- und Südamerika gesprochenen Varianten der Sprachen Spanisch und Portugiesisch exakter zu treffen. Außerdem betont er die traditionellen Beziehungen zur Iberischen Halbinsel (Spanien, Portugal und Andorra), die auf den Gebieten der Politik, Wirtschaft und Kultur nach wie vor eng sind. Vor allem löst dieser Begriff aber die Missverständlichkeit des Begriffes Lateinamerika, da die französischsprachigen Gebiete in Amerika nie zu Lateinamerika gezählt wurden, obwohl Französisch eine romanische Sprache ist.

Seit den 1990er-Jahren gründeten diese Staaten auf Initiative von Spaniens König Juan Carlos einige Organisationen zur offiziellen Koordination ihrer Zusammenarbeit. Einige veranstalten Konferenzen – teils jährlich oder zweijährlich, teils nach Bedarf.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Iberoamerika – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien