Ibn Dschubair

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Dieser Artikel behandelt einen arabischen Geographen des 12./13. Jahrhunderts. Für den gleichnamigen kurdischen Astronomen siehe al-Battani.

Ibn Dschubair, auch Ibn Jubayr (mit vollem Namen ‏أبو الحسن محمد بن أحمد بن جبير الكناني‎ / Abū l-Ḥasan Muḥammad b. Aḥmad b. Ǧubair al-Kinānī; * 1145 in Valencia, Spanien; † 1217 in Alexandria, Ägypten) war ein arabischer Geograph und Reiseschriftsteller.

Als Postbeamter des almohadischen Gouverneurs von Granada unternahm er drei ausgedehnte Reisen:

Dschubair gilt als Begründer der als Rihla bekannten Erlebnisberichte in anschaulicher Tagebuchform, seine Werke wurden Vorbild für Berichte späterer Pilger.

Besonders interessant sind Dschubairs Berichte über das Zusammenleben von lateinisch-christlichen "Franken" und Muslimen in den Kreuzfahrerstaaten. Er stellt die christlichen Kreuzfahrer als gerechte Grundherren dar, die den muslimischen Bauern nur Steuern auferlegten und ihnen sonst viele Freiheiten ließen.[1] Oft wird dieser Bericht, sowie andere ähnliche Quellen, als Beleg für ein friedliches und tolerantes Miteinander von Kreuzfahrern und Einheimischen und in den Kreuzfahrerstaaten angesehen.

Die Reise Ibn Dschubairs, von Granada zu Mekka.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ibn Ğubair: Bericht über die Stadt Messina auf der Insel Sizilien. In: The Travels of Ibn Jubayr. Leyden 1906
  • Michael Jan de Goeje: Edition of the travels of Ibn Jubayr (1907, 5th vol. of Elias John Wilkinson Gibb Memorial Series).
  • The Travels of Ibn Jubayr: being the chronicle of a Spanish moor concerning his journey to the Egypt of Saladin, the holy cities of Arabia, Baghdad the city of the Caliphs, the Latin kingdom of Jerusalem, and the Norman kingdom of Sicily, translated by Ronald J. C. Broadhurst, London, Cape 1952
  • Maurice Gaudefroy-Demombynes: Ibn Jobair: Voyages. Traduits et annotes. Paris, Paul Geuthner 1949 -1965 (Documents relatifs a l'histoire des Croisades, 4 - 7).
  • Regina Günther: Ibn Dschubair. Tagebuch eines Mekkapilgers. Stuttgart 1985.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Regina Günther: Ibn Dschubair. Tagebuch eines Mekkapilgers. Stuttgart 1985, S. 223f.