Avicenna

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Avicenna

Abū Alī al-Husain ibn Abdullāh ibn Sīnā (arabisch ‏أبو علي الحسين بن عبد الله بن سينا‎, DMG Abū ʿAlī b. al-Ḥusain b. ʿAbdullāh b. Sīnā; * um 980 in Afschāna bei Buchara; † Juni 1037 in Hamadan), latinisiert Avicenna, war ein persischer Arzt, Physiker, Philosoph, Jurist, Mathematiker, Astronom, Alchemist und Musiktheoretiker aus Chorasan in Zentralasien. Er zählt zu den berühmtesten Persönlichkeiten seiner Zeit und hat insbesondere die Geschichte und Entwicklung der modernen Medizin maßgeblich geprägt. Einige seiner philosophischen Ausarbeitungen wurden von späteren Mystikern des Sufismus rezipiert.

Leben[Bearbeiten]

Jugend und Ausbildung[Bearbeiten]

Ibn Sinas Vater war ein aus der chorasanischen Stadt Balch stammender ismailitischer Steuereintreiber, der sich im Dorf Afschāna bei Buchara im persischen Samanidenreich niederließ und dort Ibn Sinas Mutter Setāra heiratete. Ibn Sina und ein Bruder wurden in Afschāna geboren, anschließend zog die Familie nach Buchara.

Da seine Muttersprache Persisch war, lernte er zuerst Arabisch, die damalige Lingua franca. Danach wurden ihm zwei Lehrer zugewiesen, die ihm den Koran und Literatur näher bringen sollten. Bereits im Alter von zehn Jahren konnte er den Koran auswendig und hatte viele Werke der Literatur studiert und sich dadurch die Bewunderung seiner Umgebung erworben. Während der nächsten sechs Jahre studierte er autodidaktisch die Rechte (Jura), Philosophie, Logik, Werke des Euklid und den Almagest. Von einem gelehrten Gemüsehändler lernte er indische Mathematik und Algebra. Er wandte sich im Alter von 17 Jahren der Medizin zu und studierte sowohl ihre Theorie als auch ihre Praxis. Er beschrieb die Heilkunst als „nicht schwierig“. Ibn Sina vertiefte sich auch in metaphysische Probleme, besonders in die Werke des Aristoteles, wobei ihm die Schriften von al-Farabi besonders halfen.

Da er sich im Alter von 18 Jahren bereits einen Ruf als Arzt erarbeitet hatte, nahm ihn der samanidische Herrscher Nuh ibn Mansur (976–997) in seine Dienste auf. Zum Dank wurde ihm erlaubt, die königliche Bibliothek mit ihren seltenen und einzigartigen Büchern zu nutzen. So gelang es ihm, im Alter von 21 Jahren sein erstes Buch zu verfassen.

Die Wanderjahre[Bearbeiten]

Ibn Sina verlor 1002 seinen Vater und 1005 mit dem Aussterben der samanidischen Dynastie seine Anstellung. Wahrscheinlich verließ er Buchara bereits, als die Stadt 999 an die türkischen Qarachaniden fiel, und wanderte über Nischapur und Merv in Chorasan nach Choresm aus. Über das reiche Oasengebiet südlich des Aralsees herrschte damals Ali ibn Mamun, dem Ibn Sina in Kath diente, bis er 1012 floh, um nicht in den Dienst des Sultans Mahmud von Ghazni treten zu müssen. Nach erneuter Wanderung durch verschiedene Städte Chorasans kam er noch 1013 nach Gorgan (arabisch: Dschurdschan) nahe dem Kaspischen Meer. Angezogen hatte ihn der Ruhm des dortigen Herrschers Qabus, der als Förderer der Wissenschaft galt. Der Fürst aus der Dynastie der Ziyariden war jedoch kurz vor Ibn Sinas Ankunft ermordet worden. In Gorgan hielt Ibn Sina Vorlesungen in Logik und Astronomie, schrieb den ersten Teil des Qānūn und traf seinen Freund und Schüler al-Dschuzdschani.

In Rayy, wo er sich 1014–1015 aufhielt und im Dienst der Buyiden stand, gründete Ibn Sina eine medizinische Praxis und verfasste 30 kurze Werke. Als Rayy belagert wurde, floh er nach Hamadan. Dort behandelte er eine reiche Frau, wurde Leibarzt und medizinischer Berater des Buyiden Shams ad-Daula und stieg schließlich sogar zu dessen Wesir auf. Eine Meuterei von Soldaten führte zu seiner Absetzung und Verhaftung. Doch als der Emir wieder einmal an einer Kolik litt, soll Ibn Sina zur Behandlung herangezogen und nach erfolgreicher Heilung freigelassen und wieder in sein altes Amt eingesetzt worden sein.

Sein Leben in jener Zeit war äußerst anstrengend: Tagsüber war er mit Diensten für den Emir beschäftigt, während er einen großen Teil der Nächte mit Vorlesungen und dem Diktieren von Notizen für seine Bücher verbrachte. Studenten sammelten sich in seinem Haus, um Ausschnitte aus seinen zwei Hauptwerken zu lesen, dem Kitāb al-Shifā und dem Qānūn.

Alter in Isfahan[Bearbeiten]

Nach dem Tod Shams ad-Daulas (1021) bot Ibn Sina dem Kakuyiden-Emir ‘Alā ad-Daula Muḥammad von Isfahan seine Dienste an und wurde deswegen vom neuen Herrscher Hamadans in der nahen Burg Fardajān eingekerkert. Als ‘Alā ad-Daula vier Monate später gegen Hamadan marschierte (1023), kam Ibn Sina frei und zog zusammen mit seinem Freund al-Juzjānī und zwei Sklaven nach Isfahan, wo ihn Alā ad-Daula 1024 willkommen hieß. Er verbrachte seine letzten Jahre im Dienst des Kakuyiden, den er in wissenschaftlichen und literarischen Fragen beriet. Ihm widmete er eine Zusammenfassung der Philosophie in persischer Sprache namens Dānishnāma-yi ‘Alāī („Das Buch des Wissens für ‘Alā ad-Daula“). Außerdem begleitete er ihn auf Kriegszügen. Freunde rieten ihm, sich zu schonen und ein gemäßigtes Leben zu führen, aber das entsprach nicht Ibn Sinas Charakter: „Ich habe lieber ein kurzes Leben in Fülle als ein karges langes Leben“ antwortete er. Erschöpft durch seine harte Arbeit und sein hartes Leben starb Ibn Sina im Juni 1037 im Alter von 57 Jahren entweder an der Ruhr oder an Darmkrebs. Angeblich wurde sein Ende durch eine übermäßige Gabe eines Medikaments durch einen Schüler beschleunigt. Er wurde in Hamadan begraben, wo noch heute sein Mausoleum steht.

Werke[Bearbeiten]

Es wird behauptet, dass Ibn Sina 21 Haupt- und 24 Nebenwerke in Philosophie, Medizin, Theologie, Geometrie, Astronomie und anderen Gebieten vollendet hat. Andere Autoren schreiben Ibn Sina 99 Bücher zu: 16 über Medizin, 68 über Theologie und Metaphysik, 11 über Astronomie und 4 über das Drama. Die meisten von ihnen waren arabisch; aber auch in seiner Muttersprache Persisch schrieb er eine große Auswahl philosophischer Lehren, genannt Dānishnāma-yi ‘Alāī, und eine kurze Abhandlung über den Puls.

Medizin[Bearbeiten]

Die erste Seite einer Abschrift des Kanon von 1597/98

Der Qānūn at-Tibb (Kanon der Medizin) ist das bei weitem berühmteste von Ibn Sinas Werken. Er vereint griechische, römische und persische medizinische Traditionen. Das Werk ist mehrfach unterteilt. Die Hauptunterteilung sind die fünf Bücher:

  1. Allgemeine Prinzipien (Theorie der Medizin)
  2. Alphabetische Auflistung von Medikamenten (Arzneimittel und ihre Wirkungsweise)
  3. Krankheiten, die nur spezielle Organe betreffen (Pathologie und Therapie)
  4. Krankheiten, die sich im ganzen Körper ausbreiten (Chirurgie und Allgemeinkrankheiten)
  5. Produktion von Heilmitteln (Antidotarium)

Im Qānūn wird beschrieben, dass Tuberkulose ansteckend ist und dass Krankheiten von Wasser und Erde übertragen werden können. Er gibt eine wissenschaftliche Diagnose von Ankylostomiasis (Hakenwurmbefall) und beschreibt die Bedingungen des Auftretens von Eingeweidewürmern. Der Qānūn behandelt die Wichtigkeit von Diäten, den Einfluss des Klimas und der Umwelt auf die Gesundheit und den chirurgischen Gebrauch von oraler Anästhesie. Ibn Sina rät Chirurgen, Krebs in seinen frühesten Stadien zu behandeln und sicherzustellen, dass alles kranke Gewebe entfernt worden ist. Des Weiteren wird die Anatomie des Auges richtig beschrieben, und es werden verschiedene Augenkrankheiten (wie Katarakt) beschrieben. Außerdem werden Symptome ansteckender und sexuell übertragbarer Krankheiten genannt sowie auch diejenigen von Diabetes mellitus. Das Herz wird als Pumpe aufgefasst.

Die Materia Medica („Medizinisches Material“) des Qānūn enthält 760 Medikamente mit Angaben zu deren Anwendung und Wirksamkeit. Ibn Sina war der erste, der Regeln aufstellte, wie ein neues Medikament zu prüfen sei, bevor es Patienten verabreicht wird.

Ibn Sina bemerkte die enge Beziehung zwischen Gefühlen und dem körperlichen Zustand und befasste sich mit der positiven physischen und psychischen Wirkung der Musik auf Patienten. Zu den vielen psychischen Störungen, die er im Qānūn beschreibt, gehört auch die Liebeskrankheit. Wie es heißt, hat Ibn Sina die Krankheit des Prinzen von Gorgan diagnostiziert, der bettlägerig war und dessen Leiden die örtlichen Ärzte verwirrte. Ibn Sina bemerkte ein Flattern im Puls des Prinzen, als er die Adresse und den Namen seiner Geliebten erwähnte. Der große Arzt hatte ein einfaches Heilmittel: Der Kranke sollte mit seiner Geliebten vereint werden.

Im 12. Jahrhundert wurde der Kanon von Gerhard von Cremona ins Lateinische übersetzt. Das Werk, von dem 1470 im gesamten Abendland 15–30 lateinische Ausgaben existierten, galt bis ins 17. Jahrhundert als wichtiges Lehrbuch der Medizin. 1493 erschien es in Neapel in einer hebräischen Fassung, 1593 wurde es als eines der ersten persischen Werke in Rom in arabischer Sprache gedruckt. 1650 wurde der Kanon zum letzten Mal an den Universitäten von Löwen und Montpellier benutzt.

Neben dem Kanon gibt es noch 15 medizinische Werke Ibn Sinas, von denen acht in Versen geschrieben sind. Sie enthalten unter anderem die 25 Zeichen der Erkennung von Krankheiten, hygienische Regeln, nachgewiesene Arzneien, anatomische Notizen. Unter seinen Prosa-Werken findet die Abhandlung über Herzmedikamente besondere Beachtung.

Naturwissenschaft[Bearbeiten]

Ibn Sina beschäftigte sich auch mit Naturwissenschaften. In der Astronomie arbeitete er seinem Schüler al-Dschuzdschani zufolge an Ptolemäus’ Sternenmodell und vermutete, dass die Venus der Erde näher stehe als die Sonne. Die Astrologie lehnte er ab, weil ihre Brauchbarkeit nicht empirisch nachweisbar sei und sie mit der islamischen Theologie unvereinbar sei. Ibn Sina zitierte einige Passagen aus dem Koran, um dieses Urteil religiös zu untermauern. Als Chemiker erfand er die Wasserdampfdestillation, um Öle zu erzeugen. Andererseits stand er der damaligen Chemie, der Alchemie, relativ skeptisch gegenüber und glaubte nicht an einen Stein der Weisen. Seine vier Werke über Alchemie beeinflussten Wissenschaftler wie Vinzenz von Beauvais. In der Geologie gab er zwei Ursachen für die Entstehung von Bergen an: „Entweder entstehen sie durch das Aufbäumen von Erdschichten, wie es bei schweren Erdbeben geschieht, oder sie sind die Folge von Wasser, das neue Wege suchte und Täler herausgewaschen hat, wo weichere Gesteinsschichten zu finden sind … Dies muss jedoch eine große Zeit in Anspruch nehmen, in der die Berge selbst geringer werden könnten.“ Auch in der Physik war Avicenna vielfältig tätig; so verwendete er Thermometer, um die Temperatur bei seinen Experimenten zu messen, und stellte eine Theorie über Bewegung auf. Darin befasste er sich mit der Kraft und der Bahnneigung eines Geschosses und zeigte, dass ein Geschoss sich in einem Vakuum ewig fortbewegt. In der Optik argumentierte er, dass die Lichtgeschwindigkeit endlich sei und gab eine Beschreibung des Regenbogens.

Philosophie[Bearbeiten]

Ibn Sina beschäftigte sich ausgiebig mit philosophischen Fragen, sowohl mit Metaphysik als auch mit Logik und Ethik. Seine Kommentare zu Werken des Aristoteles enthielten konstruktive Kritik an dessen Auffassungen und schufen Voraussetzungen für eine neue Aristoteles-Diskussion. Ibn Sinas philosophische Lehren werden sowohl von westlichen als auch von muslimischen Forschern als weiterhin aktuell eingeschätzt. Während westliche Wissenschaftler ihn oft als Rationalisten in der Nachfolge von Aristoteles sehen, neigen muslimische Forscher eher dazu, ihn als Mystiker zu betrachten.

Werke[Bearbeiten]

Avicenna, Handschrift von 1271

Ibn Sina schrieb seine frühesten Arbeiten in Buchara unter dem Einfluss von al-Farabi. Das erste, ein "Kompendium über die Seele" (Maqāla fī ’n-nafs), ist eine kurze Abhandlung, die er den samanidischen Herrschern widmete und in der er sich mit neuplatonischem Gedankengut beschäftigte. Das zweite ist die „Philosophie für den Prosodisten“ (al-Ḥikma al-´Arūḍīya), in der er sich mit der Metaphysik des Aristoteles auseinandersetzt.

Nach seinem Aufbruch aus Buchara verfasste Ibn Sina weitere philosophische Werke, darunter das "Buch der Heilung" (arabisch: Kitāb ash-Shifā), eine wissenschaftliche Enzyklopädie. Trotz des irreführenden deutschen Titels handelt es nicht hauptsächlich von Medizin. Die Bedeutung des arabischen Titels ist etwa „Angemessenheit“. Das Buch behandelt Arithmetik, Astronomie, Geometrie, Logik, Musik, Naturwissenschaften, Philosophie und Psychologie. Es wurde sowohl von hellenistischen Denkern wie Aristoteles und Claudius Ptolemäus als auch von muslimischen Wissenschaftlern wie al-Farabi und al-Biruni beeinflusst. Das zweite war das „Buch des Wissens für ´Alā ad-Daula“ auf Persisch (pers.: "Dānishnāma-yi ´Alāī"), in dem er seinem Gönner eine Zusammenfassung seiner Philosophie auf der Grundlage des „Buchs der Heilung“ bietet. Ein Teil dieses Werks erschien 1490 in Pavia.

Avicenna verfasste außerdem das „Buch der Ratschläge und Erinnerungen“ (Kitāb al-Ishārāt wa-t-tanibihāt), ein Werk, das sein Denken über eine Vielzahl von logischen und metaphysischen Themen vorstellt. Ein anderes Werk ist „Das Urteil“ (al-Inṣāf), das sich von den anderen Arbeiten durch seine Radikalität und seine Vermischung von aristotelischem Gedankengut und Neuplatonismus unterscheidet. Sein letztes Werk ist „Die östliche Philosophie“ (al-Ḥikma al-mashriqīya), das er in den späten 1020ern schrieb; es ist weitgehend verloren.

Metaphysik[Bearbeiten]

Die frühe islamische Philosophie, die sich noch eng am Koran orientierte, unterschied klarer als Aristoteles zwischen Wesen und Existenz. Ibn Sina entwickelte eine umfassende metaphysische Weltbeschreibung, indem er neuplatonisches Gedankengut mit aristotelischen Lehren verband. Das Verhältnis von Stoff und Form verstand er so, dass im Stoff (materia) die Möglichkeiten der Formen (essentiae) bereits enthalten sind. Gott sei notwendig an sich, alles andere Sein notwendig durch anderes. «Gott ist das einzige Sein, bei dem Essenz (Wesen) und Existenz (Dasein) nicht zu trennen sind und das daher notwendig an sich ist.» Alles andere Sein sei bedingt notwendig und lasse sich in Ewiges und Vergängliches unterteilen. Gott schuf durch seine geistige Tätigkeit die Weltschöpfung. Der Intellekt des Menschen habe die Aufgabe, den Menschen zu erleuchten. In der Frage der Ideen oder Allgemeinbegriffe vertrat Ibn Sina auf Platon aufbauend die These, dass diese ante rem (also vor der Erschaffung der Welt) bereits im Verstand Gottes sind, in re effektiv in der Natur zu finden sind und post rem auch in der menschlichen Erkenntnis. Mit dieser Unterscheidung zwischen ante rem, in re und post rem wurde Ibn Sina für den abendländischen Universalienstreit von großer Bedeutung. Ibn Sina bestritt die Unsterblichkeit der menschlichen Seele, Gottes Interesse an Einzelereignissen sowie eine Erschaffung der Welt in der Zeit.

Drei lateinische Fassungen der Metaphysik wurden 1493, 1495 und 1546 in Venedig gedruckt.

Logik[Bearbeiten]

Ibn Sina widmete sich der Logik sowohl in islamischer Philosophie als auch in Medizin mit großer Hingabe und entwickelte sogar ein eigenes logisches System, das auch als „Avicennische Logik“ bezeichnet wird. So war Ibn Sina wohl einer der ersten, die es wagten, Aristoteles zu kritisieren und von ihm unabhängige Abhandlungen zu verfassen. Besondere Kritik erhielt die Schule von Bagdad von ihm, da sie sich zu sehr auf Aristoteles begründete. Er untersuchte die Theorien von Definition und Klassifikation, sowie die Quantifikation von Prädikaten und kategorische logische Aussagen. Den Syllogismen, insbesondere den logischen Schlüssen bestehend aus zwei Prämissen und einer Konklusion (Beispiel: Alle Menschen sind sterblich. Sokrates ist ein Mensch. Daher ist Sokrates sterblich) gab er Veränderungsformen wie „immer“, „meistens“ oder „manchmal“ bei. – Er entwickelte eine neue Theorie im Hypothetischen Syllogismus, ebenso bestehend aus drei Sätzen, bei denen der erste verbunden mit dem zweiten (beide bedingt) die im dritten Satz genannte (ebenfalls bedingte) Konsequenz haben. (Beispiel: Wenn ich nicht aufstehe, verliere ich meine Arbeit. Wenn ich nicht arbeite, habe ich kein Geld. Daher habe ich kein Geld, wenn ich nicht aufstehe.) Diese Theorie bildete die Basis zur Risikofaktoranalyse. – In der Frage der Induktion bzw. Deduktion war Ibn Sina gewissermaßen gespalten. Während er in der Philosophie sich auf die Deduktion verließ, d. h. von einem allgemein gültigen Satz auf Spezialformen schloss (z. B. Alle Menschen sind sterblich – Daher ist auch Sokrates sterblich), wendete er in der Medizin als einer der ersten die Methode der Induktion an. Er schloss von der Diagnose eines spezifischen Syndroms auf viele andere Syndrome. Damit begründete er eine neuartige wissenschaftliche Methode.

Theologie[Bearbeiten]

Ibn Sina hatte in Buchara einen Großteil seiner Ausbildung für den Koran und die islamische Religion verwendet. Es heißt er habe bereits mit 10 Jahren den Koran auswendig gekannt. Zeitlebens war er ein frommer Muslim, der sich streng an die Scharia hielt. Er verfasste fünf Abhandlungen über verschiedene Suren, die generell voll Respekt sind. Nur seine philosophischen Tätigkeiten brachten ihn manchmal in Konflikt mit der islamischen Orthodoxie: Ausgehend von der Seelenlehre des Aristoteles differenzierte er die drei Seelenvermögen weiter aus und ordnete sie der Weltseele unter. Damit widersprach er zentralen Glaubensinhalten, was ihm die Feindschaft sunnitischer Theologen einbrachte. Wie die christlichen Scholastiker nach ihm versuchte Ibn Sina die griechische Philosophie mit seiner Religion, die Vernunft mit dem Glauben zu verbinden. So benutzte er philosophische Lehren um die islamischen Glaubenssätze wissenschaftlich zu unterlegen. Obwohl er sowohl Religion als auch Philosophie als zwei notwendige Teile der ganzen Wahrheit auffasste, argumentierte er, dass die islamischen Propheten mehr Bedeutung als die antiken Philosophen haben sollten.

Die lateinische Tradition[Bearbeiten]

Ibn Sina als Princeps Abinsceni mit Krone und Szepter, Holzschnitt einer Ausgabe des Canon aus Venedig, 1520

Der Kanon wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts von Gerhard von Cremona in Toledo ins Lateinische übersetzt. Indem Gerhard den Namenszusatz al-raïs mit princeps („Fürst“) und im Explicit des Kanons mit rex („König“) übersetzte, trug er zu der besonders in Italien seit dem 14. Jahrhundert verbreiteten Legende bei, dass Ibn Sina ein „Fürst von Cordoba“ oder von Sevilla gewesen sei. Daher erscheint ibn Sina in bildlichen Darstellungen oft mit Krone und Zepter. Etwa zur gleichen Zeit wie Gerhards Übersetzung entstand in der Übersetzerschule von Toledo eine dem Erzbischof Johannes von Toledo (1151–1166) gewidmete Übersetzung des Kitāb al-Shifā, die zunächst durch den jüdischen Philosophen Abraham ibn Daud bzw. Avendauth (Avendarith israelita philosophus) aus dem Arabischen ins Spanische und dann durch Dominicus Gundisalvi aus dem Spanischen ins Lateinische übertragen wurde. Aus dieser Übersetzung hat besonders das sechste Buch über die Seele unter dem Titel Liber sextus naturalium die philosophischen Debatten der Scholastik seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Eine selbständige Übersetzung speziell des achten Buches über die Tiere wurde in der Zeit nach 1220 von Michael Scotus in Italien angefertigt und Friedrich II. gewidmet: ein in Melfi entstandenes, kaiserlich autorisiertes Exemplar ist im Kolophon auf den 9. August 1232 datiert.

Ibn Sinas Kompendium Dānishnāma-yi ‘Alāī wurde zwar nicht direkt ins Lateinische übersetzt, wurde jedoch indirekt einflussreich für die lateinische Tradition, nämlich dank der Verwendung durch Al-Ghazali als Vorlage für dessen Schrift Maqāṣid al-falāsifa (Die Absichten der Philosophen, 1094), in der dieser seinem Angriff auf die Lehren Ibn Sinas, Al-Farābīs und anderer „Philosophen“ (Tahāfut al-falāsifa, Die Inkohärenz der Philosophen, 1095, lat. Destructio philosophorum) zunächst eine Darstellung von Grundbegriffen der Logik, Metaphysik, Theologie und Physik aus den Lehren dieser Philosophen vorhergeschickt hatte. Maqāṣid al-falāsifa wurde bereits in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Toledo ins Lateinische übersetzt, wohl von Dominicus Gundisalvi, und kursierte dann in einer der Handschriften unter dem Titel Liber Algazelis de summa theoricae philosophiae. Die lateinischen Leser kannten die Abhängigkeit von Ibn Sinas Dānishnāma-yi ‘Alāī nicht, sondern hielten das Buch für eine Darlegung genuiner Lehre Al-Ghazālīs, was dann dazu führte, dass der letztere auch von solchen Autoren besondere Wertschätzung erfuhr, die mit der von ihm bekämpften Traditionslinie sympathisierten.[1]

Ibn Sina unrichtig zugeschrieben wurde eine unter dem Titel Liber Avicennae in primis et secundis substantiis et de fluxu entis oder auch De intelligentiis verbreitete, platonisierende Schrift des 12. Jahrhunderts, die unter anderem aus Dionysius Areopagita, Augustinus und Ibn Sina schöpft und jedenfalls von einem christlichen lateinischen Autor, wahrscheinlich Dominicus Gundisalvi, stammt. Ibn Sina zugeschrieben wurde ferner auch ein Liber de causis primis et secundis, der in der Nachfolge des pseudo-aristotelischen Liber de causis steht und ebenfalls im 12. Jahrhundert in Toledo entstand.

In der lateinischen Scholastik wurde Ibn Sina zu dem – nach Averroes – angesehensten Vertreter der Persischen Philosophie und Vermittler der aristotelischen Philosophie und Naturkunde. Seine Werke wurden nicht nur an den Artistenfakultäten und von Theologen wie Thomas von Aquin und Johannes Duns Scotus, sondern seit dem ausgehenden 13. Jahrhundert auch und besonders an den medizinischen Fakultäten, und dort dann sowohl unter medizinischen wie auch philosophischen Fragestellungen rezipiert, wobei besonders Montpellier in Frankreich und Bologna in Italien eine Schlüsselrolle spielten. In Montpellier gehörte der Kanon seit 1309 (und bis 1557) zum medizinischen Pflichtprogramm. In Bologna wurde die Rezeption maßgeblich von Taddeo Alderotti († 1295), Professor seit 1260, initiiert, dessen Schüler Dino del Garbo die Ansätze in Bologna, Siena, Padua und Florenz weiterführte. Dinos Schüler Gentile da Foligno wiederum, der vornehmlich in Siena und Perugia wirkte, verfasste den ersten annähernd vollständigen lateinischen Kommentar des Kanon, ein Unterrichtswerk, das dann bis ins 16. Jahrhundert große Wirkung entfaltete.

Neue lateinische Übersetzungen des Kanon und weiterer, bis dahin zum Teil unübersetzter Schriften Ibn Sinas fertigte Andrea Alpago († 1522) aus Belluno an. Alpago war rund dreißig Jahre lang als Arzt an der venezianischen Gesandtschaft in Damaskus tätig und studierte dort arabische Handschriften der Werke von Ibn Sina und Averroes und ihrer arabischen Kommentatoren. Seine Bearbeitung des Kanon, die 1527 erstmals im Druck erschien, entstand als kritische Revision und Glossierung der etablierten Übersetzung von Gerhard von Cremona. Sie wurde seit der Erstausgabe in mehr als 30 Neuauflagen und Neuausgaben gedruckt. Der Kanon blieb bis ins 17. Jahrhundert eines der Hauptwerke der medizinischen Wissenschaft.

Sonstige Rezeption[Bearbeiten]

Dante[Bearbeiten]

Dante Alighieri versetzt in seiner Göttlichen Komödie (Inferno 4,143) Ibn Sina zusammen mit seinen beiden muslimischen Glaubensbrüdern Averroes und Saladin in das „edle Schloss“ (nobile castello) im Limbus der Hölle, wo ansonsten nur Personen der vorchristlichen heidnischen Antike, insbesondere Philosophen und Dichter der griechischen und römischen Welt, angesiedelt sind: er teilt dort mit ihnen das Schicksal, durch eine tugendhafte Lebensführung zwar der ewigen Verdammnis entgangen zu sein, da er sonst in einem der tieferen Kreise der eigentlichen Hölle zu strafen wäre, zugleich aber mangels Teilhabe am Sakrament der Taufe von der Erlösung ins Paradiso ausgeschlossen zu sein und deshalb einen Zustand ohne Strafe, aber in ewiger Gottesferne, erleiden zu müssen. Dass er und seine beiden Glaubensbrüder im Unterschied zu ihren heidnischen Leidensgenossen der vorchristlichen Zeit die christliche Lehre bereits kannten und sich zur Taufe hätten entscheiden können, ihr Beharren in einem anderen Glauben folglich auf eigener Wahl beruhte und sie trotzdem nicht mit ihren übrigen Glaubensbrüdern zur Strafe in einem tiefer gelegenen Kreis der Hölle verdammt sind, bringt die besondere Wertschätzung zum Ausdruck, die Dante ihnen entgegenbrachte.

Büsten, Statuen und Portraits[Bearbeiten]

Porträt Ibn Sinas auf dem 20-Somoni-Geldschein

Porträts Ibn Sinas befinden sich unter anderem in der Halle der medizinischen Fakultät der Sorbonne, auf dem tadschikischen 20-Somoni-Geldschein und im Mailänder Dom in einem Kirchenfenster, gestiftet Mitte des 15. Jahrhunderts von der Apothekerzunft Mailands.

Weiters befinden sich Statuen Ibn Sinas im tadschikischen Duschanbe und an seinem Geburtsort in Afschana bei Buchara im heutigen Usbekistan.

Belletristik[Bearbeiten]

In der Moderne wird Avicenna auch in der Belletristik rezipiert. So studiert in Noah Gordons Bestseller Der Medicus der Protagonist des Romans bei Ibn Sina Medizin. Im historischen Roman Die Straße nach Isfahan[2] von Gilbert Sinoué ist Ibn Sina die Hauptfigur; geschildert wird sein gesamter Lebensweg.

Avicenna-Studienwerk[Bearbeiten]

Beginnend mit dem Wintersemester 2014/15 soll das Avicenna-Studienwerk muslimische Studierende mit einem staatlichen Stipendium fördern. Es wird damit das 13. Begabtenförderungswerk in Deutschland sein und unter diesen, neben dem katholischen Cusanuswerk, dem Evangelischen Studienwerk Villigst und dem jüdischen Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk, das vierte konfessionell geprägte.[3]

Avicenna-Preis[Bearbeiten]

Im Jahr 2005 wurde in Deutschland der Avicenna-Preis-Verein[4] von Mitgliedern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft unter der Initiative von Yaşar Bilgin, dem Vorsitzenden der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung, gegründet. Der Preis wird in regelmäßigen Abständen verliehen und zeichnet Initiativen von Personen oder Institutionen zur interkulturellen Verständigung aus. Mitglieder der Jury sind hochrangige Mitglieder aus Politik und Gesellschaft. Im Jahr 2012 gehörte der Jury unter anderem Rita Süßmuth, die ehemalige Präsidentin des Deutschen Bundestages, an. Erstmals wurde der Preis im Jahr 2009[5] an die Allianz der Zivilisationen, engl. Alliance of Civilizations (AoC), verliehen, die 2005 auf Initiative der spanischen und türkischen Regierungen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen gegründet wurde. Stellvertretend nahm ihn der frühere portugiesische Staatschef Jorge Sampaio entgegen. 2012 wurde der Preis an die Friedensnobelpreisträgerin aus dem Jahr 2003, die iranische Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin Shirin Ebadi, in der Frankfurter Paulskirche verliehen.[6]

Dedikationsnamen[Bearbeiten]

Carl von Linné benannte ihm zu Ehren die Gattung Avicennia aus der Pflanzenfamilie der Akanthusgewächse (Acanthaceae).[7][8][9]

Ausgaben und Übersetzungen[Bearbeiten]

lateinisch (Renaissance)
  • Liber canonis. Venedig 1507, Nachdruck Olms, Hildesheim 1964
  • Liber Canonis, De medicinis cordialibus et Cantica. Basel 1556, Neudruck: Teheran 1976 (die erstmals 1544 in Venedig gedruckte zweite Auflage der von Andrea Alpago überarbeiteten Fassung der mittelalterlichen Übersetzung von Gerhard von Cremona)
lateinisch (modern)
  • Avicenna Latinus. Louvain / Leiden 1968ff. (kritische Gesamtausgabe des lateinischen Avicenna; bisher erschienen:)
    • Liber de anima seu sextus de naturalibus. hrsg. Simone Van Riet, 2 Bände, 1968-1972
    • Liber de philosophia prima sive scientia divina, hrsg. Simone Van Riet, 3 Bände, 1977-1983, ISBN 2-8017-0084-3, ISBN 2-8017-0156-4; ISBN 2-8017-0211-0
    • Liber primus naturalium, tractatus primus: De causis et principiis naturalium. hrsg. Simone Van Riet, 1992, ISBN 90-6831-453-X
    • Liber primus naturalium, tractatus secundus: De motu et de consimilibus. hrsg. Simone Van Riet / Jules Janssens / André Allard, 2006, ISBN 978-2-8031-0231-0
    • Liber tertius naturalium: De generatione et corruptione. hrsg. Simone Van Riet, 1987, ISBN 90-6831-096-8
    • Liber quartus naturalium: De actionibus et passionibus qualitatum primarum. hrsg. Simone Van Riet, 1989, ISBN 90-6831-246-4
    • Codices. hrsg. Marie-Thérèse d’Alverny, 1994, ISBN 2-8031-0124-6 (Beschreibung der lateinischen Handschriften)
deutsch
  • Das Buch von der Genesung der Seele. Eine philosophische Enzyklopädie Avicennas. übers. und erläutert von Max Horten, Bonn 1906, Nachdruck Minerva, Frankfurt a.M. 1960
französisch
  • Livre des definitions. übers. von Amélie-Marie Goichon, Kairo 1963 (kritische Ausgabe des arabischen Textes und Übersetzung)
  • Livre des directives et remarques. übers. von Amélie-Marie Goichon, Beirut/ Paris 1951
  • La métaphysique du Shifā’. übers. von Georges C. Anawati, 2 Bände, Vrin, Paris 1978-1985, ISBN 2-7116-0041-6
  • Lettre au vizir Abû Sa'd. übers. von Yahya Michot, Beirut 2000, ISBN 2-84161-150-7 (arabischer Text und Übersetzung)
  • Réfutation de l’astrologie. übers. von Yahya Michot, Beirut 2006, ISBN 2-84161-304-6 (kritische Ausgabe des arabischen Textes und Übersetzung)
  • Le livre de science. übers. von Muhammad Achena und Henri Massé, Paris 1955
englisch
  • Remarks and Admonitions. Part One: Logic. übers. von Shams Constantine Inati, Toronto 1984, ISBN 0-88844-277-7
  • Avicenna’s Treatise on Logic. Part one of 'Danesh-Name Alai' (A Concise Philosophical Encyclopaedia) and autobiography. hrsg. und übers. von Farhang Zabeeh, ’s-Gravenhage 1971
  • Avicenna’s Commentary on the Poetics of Aristotle. übers. von Ismail M. Dahiyat, Leiden 1974, ISBN 90-04-03962-7 (Übersetzung und Kommentar)
  • The Life of Ibn Sina. übers. von William E. Gohlman, Albany NY 1974, ISBN 0-87395-226-X (Autobiographie, nach Avicennas Tod von einem Schüler ergänzt)
  • Avicenna’s Physics of the Healing. A Parallel English-Arabic Text in Two Volumes, Brigham Young University Islamic Translation Series, hg. und Übers. von Jon McGinnis, 2 Bände, Brigham Young University Press, Provo UT 2010.

Digitalisate[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Marie-Thérèse d'Alverny, Danielle Jacquart: Avicenne en Occident. Vrin, Paris 1993.
  • Ernst Bloch: Avicenna und die aristotelische Linke. Leipzig 1949; 1. Auflage, Rütten & Loening, Berlin 1952
  • Lenn E. Goodman: Avicenna. Routledge, London/New York 1992, ISBN 0-415-01929-X.
  • Dimitri Gutas: Avicenna and the Aristotelian Tradition. Brill, Leiden/Boston 1988, ISBN 90-04-08500-9.
  • Jules Janssens: An Annotated Bibliography on Ibn Sina. 2 Bände, Brill, Leiden 1991-99.
  • Ibrahim Madkour (Ibrāhīm Madkūr): Avicenne en Orient et en Occident. (Extrakt von MIDEO. (auch: Midéo = Mélanges de l'Institut dominicain d'études orientales.) Bd. XV. Librairie du Liban, Beyrouth 1982, S. 223-230.)
  • Hermann Ley: Avicenna (= Wissenschaft und Technik verständlich dargestellt. Bd. 13). Aufbau-Verlag, Berlin 1953.
  • Hermann Ley: Ibn Sina. In: Erhard Lange, Dietrich Alexander: Philosophenlexikon. Dietz, Berlin 1982, ISBN 978-3-88436-133-7, S. 426–433 mit Bibliografie
  • Johannes Gottfried Mayer, Konrad Goehl: Kräuterbuch der Klostermedizin. Der „Macer floridus“. Medizin des Mittelalters. Reprint-Verlag-Leipzig, Holzminden 2003, ISBN 3-8262-1130-8, S. 42–124 (Die Grundzüge der Medizin Avicennas und Teilübersetzung von Liber I.)
  • Michael Muthreich: Theoretische Grundlagen im Gottesbegriff bei Avicenna. Universität Gießen, Gießen 1999 (Dissertation).
  • Constantin Sauter: Avicennas Bearbeitung der aristotelischen Metaphysik. Herder, Freiburg im Breisgau 1912; zugleich: Dissertation, Universität München, 6. Juli 1904.
  • Mazhar H. Shah, Avicenna: The general principles of Avicenna’s Canon of medicine. Naveed Clinic, Karachi 1966.
  • Gotthard Strohmaier: Avicenna. Beck, München 1999, ISBN 3-406-41946-1.
  • Robert Wisnovsky: Avicenna’s Metaphysics in Context. Duckworth, London 2003, ISBN 0-7156-3221-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Avicenna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: The Canon of Medicine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robert Podkoński: Al-Ghazâlî's Metaphysics as a Source of Anti-atomistic Proofs in John Duns Scotus’s Sentences Commentary. In: Andreas Speer, Lydia Wegener (Hrsg.): Wissen über Grenzen: Arabisches Wissen und lateinisches Mittelalter. de Gruyter, Berlin 2006 (= Miscellanea mediaevalia, 33), S. 612–25, S. 618f.; Henry Lagerlund: Assimilation of Aristotelian and Arabic Logic up to the Later 13th Century. In: Dov M. Gabbay, John Woods (Hrsg.): Mediaeval and Renaissance logic, North Holland, Amsterdam / London 2008 (= Handbook of the History of Logic, Bd. 2), S. 281–345, S. 284f.
  2. Gilbert Sinoué: Die Straße nach Isfahan. (Aus dem Franz. von Stefan Linster) 3. Aufl., Knaur TB., München 1994, ISBN 3-426-63014-1.
  3. Avicenna-Studienwerk
  4. Avicenna-Preis e.V.
  5. Avicenna-Preis erstmals verliehen: Plädoyer für Toleranz und Gewissensfreiheit - Frankfurt - FAZ
  6. Preisträger
  7. Carl von Linné: Critica Botanica. Leiden 1737, S. 91
  8. Carl von Linné: Genera Plantarum. Leiden 1742, S. 44
  9. Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Plant Names: Common Names, Scientific Names, Eponyms, Synonyms, and Etymology. CRC Press Inc., 2000, ISBN 0-8493-2676-1, S. 242.