Ibn Yunus

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Ibn Yunus (mit vollem Namen ‏أبو سعد عبد الرحمن بن يونس الصدفي المصري‎ / Abū Saʿd ʿAbd ar-Raḥmān b. Yūnus aṣ-Ṣadafī al-Miṣrī; * um 951 in Fustāt, Kairo; † 31. Mai 1009) war ein ägyptischer Astronom und Mathematiker.

Sein Vater war ein Historiker, Biograph sowie Gelehrter der Hadith (Überlieferungen über Mohammed).

Sein früheres Leben und seine Ausbildung sind unbekannt. Zuvor war die Dynastie der Fatimiden an die Macht gekommen, für die Ibn Yunus über 26 Jahre als Astronom arbeitete, zunächst für den Kalifen al-Aziz und dann für Al-Hākim.

Nach eigenen Beobachtungen stellte er die Großen Hakimitischen Planetentafeln (benannt nach dem Kalifen) auf. Er verbesserte das Gnomon als astronomisches Beobachtungsinstrument und bestimmte die Schiefe der Ekliptik und die Präzession der Äquinoktien. Er schrieb auch eine Darstellung der Trigonometrie. Sein Observatorium wurde Teil des Hauses der Weisheit in Kairo, und war von 1005 bis zum Ende der Fatimiden im Jahr 1171 im Einsatz. Nach ihm ist ein Mondkrater in der Mare Marginis benannt.

Werke[Bearbeiten]

  • az-Zidsch al-Kabir al-Hakim
  • Kitab al-bulugh umniyya

Weblinks[Bearbeiten]