Ibrutinib

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Strukturformel
Struktur von Ibrutinib
Allgemeines
Freiname Ibrutinib
Andere Namen
  • PCI-32765
  • IUPAC: 1-[(3R)-3-[4-Amino-3-(4-phenoxyphenyl)pyrazolo[3,4-d]pyrimidin-1-yl]piperidin-1-yl]prop-2-en-1-on
Summenformel C25H24N6O2
CAS-Nummer 936563-96-1
PubChem 24821094
DrugBank DB08901
Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Zytostatikum

Wirkmechanismus

Tyrosinkinase-Inhibitor

Eigenschaften
Molare Masse 440,50 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Ibrutinib (früher PCI-32765, Fa. Pharmacyclics und Janssen Pharmaceutica) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Tyrosinkinase-Inhibitoren, der unter dem Handelsnamen Imbruvica zur Behandlung des Mantelzelllymphoms[2] eingesetzt wird.

Entwicklung und klinische Studien[Bearbeiten]

Ibrutinib ist ein oral einzunehmender Tyrosinkinase-Inhibitor, der die Bruton-Tyrosinkinase (BTK) hemmt. Diese spielt eine zentrale Rolle bei der intrazellulären Signalübertragung in B-Lymphozyten. Das anvisierte klinische Einsatzgebiet von Ibrutinib sind daher maligne B-Zell-Erkrankungen, im engeren Sinne B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphome, aber auch Autoimmunerkrankungen, bei denen B-Zellen eine Rolle spielen, wie die Rheumatoide Arthritis.

Ibrutinib (damals noch unter dem Namen PCI-32765) wurde als Designer drug zur Hemmung von BTK erstmals 2007 synthetisiert. Die Substanz zeigte eine hohe in vitro-Wirksamkeit gegen Lymphom-Zellen und gelangte schließlich in die klinische Testung. In zwei großen Therapiestudien, die hochrangig im New England Journal of Medicine publiziert wurden, zeigte Ibrutinib Wirksamkeit bei intensiv vorbehandelten Patienten mit therapierefraktärer chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) bzw. mit Mantelzelllymphom.[3] Aufgrund dieser Studienergebnisse beurteilte die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) das Medikament mit dem Prädikat breakthrough ("Durchbruch"), was ein beschleunigtes Zulassungsverfahren zur Folge hat.[4] Ibrutinib wurde am 13. November 2013 von der FDA für die Behandlung des Mantelzelllymphoms zugelassen. Der Handelsname in den Vereinigten Staaten lautet Imbruvica.[2] Ibrutinib wurde im Februar 2014 von der FDA für die Behandlung der CLL zugelassen.[5]

Im Juli 2014 empfahl das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der European Medicines Agency (EMA) sowohl Ibrutinib als auch Idelalisib (Zydelig®), einem weiteren Tyrosinkinase-Inhibitor von Gilead Sciences zur Zulassung in den Indikationen Chronische lymphatische Leukämie (CLL) und Follikuläres Lymphom (FL).[6] Idelalisib wurde im Juli 2014 von der FDA zur Behandlung der CLL, FL und des Kleinzelligen B-Zell-Lymphom (small lymphocytic lymphoma, SLL - einer Unterform der CLL) zugelassen.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. a b FDA approves Imbruvica for rare blood cancer. U.S. Department of Health and Human Services, 13. November 2013, abgerufen am 13. November 2013.
  3. Ibrutinib: Kinase-Inhibitor gegen B-Zell-Malignome aktiv. Deutsches Ärzteblatt, 20. Juni 2013, abgerufen am 23. Juli 2013.
  4. Ibrutinib Receives Two Oncology Breakthrough Therapy Designations from U.S. Food and Drug Administration. prnewswire.com, 12. Februar 2013, abgerufen am 29. Juli 2013 (englisch).
  5. a b FDA approves Zydelig for three types of blood cancers. U.S. Department of Health and Human Services, 23. Juli 2014, abgerufen am 29. Juli 2014.
  6. European Medicines Agency recommends approval of two new treatment options for rare cancers. European Medicines Agency's (EMA), 25. Juli 2014, abgerufen am 29. Juli 2014.
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