Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut
Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut Logo 001.svg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1965
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Hans Billian
Drehbuch Hans Billian
Produktion Karl Heinz Busse
für Music House
Musik Gerhard Narholz
Kamera Dieter Wedekind
Schnitt Elisabeth Neumann
Besetzung

Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut ist ein deutscher Schlagerfilm von Hans Billian aus dem Jahr 1965.

Handlung[Bearbeiten]

Hutfabrikant Hubert Krempe ist wütend: Seine Firma macht keinen Absatz mehr, da jeder Mensch nur einen Kopf hat. Als zudem sein Angestellter Gunther Kleinhirsch zwei Tage zu spät aus dem Urlaub in Tirol kommt, entlässt er ihn. Hubert entscheidet sich jedoch um, als er sieht, dass Gunther einen Tirolerhut trägt, den ihm seine Freundin Zenzi als Andenken mitgegeben hat. Da Tirolerhüte in der Großstadt praktisch unbekannt sind, will Hubert nun diese Hüte produzieren. Er schickt Gunther zu Recherche- und Werbemaßnahmen zurück nach Tirol. Gunther entführt kurzerhand auch seinen Freund, den Komponisten Gerd, als der nicht mitkommen, sondern lieber mit seiner Freundin Lucy im Tonstudio arbeiten will. Im Tiroler Dorf Kirchberg angekommen, ist Gerd zunächst nicht begeistert, findet jedoch schon bald Gefallen an der Journalistin Karin Leisner. Unterdessen planen Lucy und Evelyn Krempe, die Tochter des Hutfabrikanten, in Kirchbach nach dem Rechten zu sehen. Lucy vermutet, dass Gerd ihr fremdgeht, während Evelyn ahnt, dass Gunther weniger arbeitet, als vielmehr Zeit mit seiner Freundin Zenzi verbringt. Beide Frauen sehen sich nach der Ankunft bestätigt und Lucy trennt sich von Gerd. Da sie vor Karin angibt, mit Gerd verlobt zu sein, fühlt die sich hintergangen und lehnt nun ebenfalls jeden Kontakt zu Gerd ab.

Gerd arbeitet mit Gunther an einem Werbelied für den Tirolerhut, das Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut heißt. Dabei hilft ihnen der schüchterne Manfred Ratschenkofer, der Schlagzeug spielt, eigentlich aber in der Filzfabrik seiner Mutter arbeiten muss. Lieber wäre er Musiker. Manfred trifft auf Evelyn, die sich ihm als Weltreisende vorstellt. Er gibt an, Musiker zu sein, und beide werden ein Paar. Auch Gunther und die nun freie Lucy kommen sich näher, während Gerd vergeblich versucht, Karin für sich zu gewinnen. Auch im Dorf gibt es Unfrieden, der von der Ratschenkoferin ausgeht: Gunther will für den Tirolerhut eine besondere Werbemaßnahme starten. Dafür hat er verschiedene Schönheitsköniginnen nach Kirchberg eingeladen, die im Bikini den Tirolerhut präsentieren sollen. Die Ratschenkoferin fürchtet nicht nur den Sittenverfall im Dorf, sondern auch, dass die Tradition des Tirolerhuts von Fremden missbraucht wird. Sie versucht zunächst den Schützenverein gegen die geplante Veranstaltung aufzubringen, doch zeigen sich die Herren von der Idee leichtbekleideter Frauen mit Tirolerhüten angetan. Erst die Frauen des Schützenvereins zeigen sich empört. Kurz vor der Veranstaltung entführen sie die Models und sperren sie in einen Heustall. Eilig disponieren Gunther und seine Freunde um. Als Models springen nun in der Not Zenzi, Lucy, Evelyn und auch die mit Gerd versöhnte Karin ein.

Hubert versucht dennoch, die Veranstaltung mit den richtigen Models zu retten. Er vereinbart mit der Ratschenkoferin einen Handel, in dem ihre Filzfabrik zukünftig das Material für die Krempe’schen Hüte liefert. Zudem stimmen beide der Ehe ihrer Kinder Evelyn und Manfred zu, die schon heimlich miteinander fliehen wollten. Als die Ratschenkoferin die gefangenen Missen befreien will, wird sie von den Frauen des Schützenvereins ebenfalls in den Stall gesperrt. Alle Frauen können jedoch rechtzeitig aus dem Stall fliehen und erscheinen in letzter Sekunde auf dem Fest, auf dem die Tirolerhüte vorgestellt werden. Zudem wird der fertige Schlager Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut gesungen. Am Ende finden sich die Paare: Lucy und Gunther, Evelyn und Manfred sowie Karin und Gerd.

Produktion[Bearbeiten]

Die Dreharbeiten zu Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut fanden in Kirchberg in Tirol sowie in den Bavaria Filmstudios statt. Die Bauten stammen von Wolf Englert und Bruno Monden.

Der Film erlebte am 30. September 1965 seine Premiere.

Im Film sind zahlreiche Schlager zu hören:

Kritik[Bearbeiten]

Der film-dienst nannte Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut einen „Konfektionsfilm um die Entstehung des gleichnamigen Schlagers. Viel Musik, einige Stars und viele, die es werden möchten, sollen die fehlenden Ideen ersetzen. Fade Unterhaltung ohne jeden Schwung.“[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut im Lexikon des Internationalen Films