Ideales Bosegas

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Ein ideales Bosegas ist eine quantenmechanische Version des klassischen idealen Gases. Es handelt sich also um ein Gas freier, nicht miteinander wechselwirkender Bosonen. Bosonen sind Teilchen mit ganzzahligem Spin, die der Bose-Einstein-Statistik folgen.[1]:264[2]:229

Die statistische Mechanik für Bosonen wurde von Satyendra Nath Bose für Photonen entwickelt. Weiterentwickelt für massive Teilchen wurde sie von Albert Einstein, der erkannte, dass ein ideales Gas aus Bosonen einen Phasenübergang besitzt und zu einem Bose-Einstein-Kondensat kondensieren würde, wenn die Temperatur unter einen bestimmten kritischen Wert sinkt. Dies ist für ein klassische ideales Gas nicht der Fall.

Anwendungen[Bearbeiten]

Der Lambdaübergang von Helium 4He zu suprafluidem Helium II weist einige Parallelen zur Bose-Einstein-Kondensation auf[1]:340, wohingegen flüssiges 3He als Ideales Fermigas modelliert werden kann.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Torsten Fließbach: Statistische Physik: Lehrbuch zur Theoretischen Physik IV. Springer, 2010, ISBN 9783827425270 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2.  Wolfgang Nolting: Grundkurs Theoretische Physik 6: Statistische Physik. Springer, 2007, ISBN 9783540688709 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).