Identifizierbarkeit

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Als Identifizierbarkeit (häufig engl. Identifiability) bezeichnet man in der Statistik die Eigenschaft von Schätzmodellen, dass Inferenzstatistik auf sie anwendbar ist.

Ein Modell ist dann identifizierbar, wenn es theoretisch möglich ist, die dem Modell zugrundeliegenden wahren Werte zu ermitteln, indem unendlich viele Beobachtungen gemacht wurden (gezogen wurden). Mathematisch bedeutet das, dass unterschiedliche Werte der Parameter des Modells unterschiedliche Wahrscheinlichkeitsfunktionen der beobachtbaren Variablen erzeugen.

In der Praxis, wo endlich viele Beobachtungen vorliegen ist die Identifizierbarkeit eines Modells durch die Anzahl der zu schätzenden Parameter, der Anzahl der Beobachtungen und den damit verbundenen Freiheitsgraden beschränkt.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Hans-Friedrich Eckey, Reinhold Kosfeld, Christian Dreger: Ökonometrie: Grundlagen, Methoden, Beispiele. Gabler Verlag, 30. Oktober 2004, ISBN 9783409337328, S. 321 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).