Ideographie
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Ideographie bzw. -grafie (auch: Ideenschrift) (griechisch für „Begriffsschrift“) ist eine aus Ideogrammen gebildete Schrift. Der hier dargestellte Begriff Ideographie ist nicht mit dem Begriff Idiographie identisch.
Eine Schrift wird als ideographisch bezeichnet, wenn sie den Begriff einer Sache nicht durch die einzelnen Laute eines Wortes darstellt, sondern für den ganzen Begriff ein eigenes Zeichen verwendet. Wird die Sache selbst als Bild wiedergegeben, handelt es sich um ein Piktogramm, andernfalls, wenn die Form des Zeichens willkürlich ist, um ein Ideogramm. Piktogramme werden meist als Untergruppe von Ideogrammen angesehen, also sind Ideogramme entweder Piktogramme oder „willkürliche/konventionelle“ (arbiträre) Zeichen ohne Ähnlichkeit zum vertretenen Begriff.
Ideogramme (auch: Begriffszeichen, ideographische Zeichen, Bildzeichen) sind „Zeichen, die für ganze Wörter oder Begriffe stehen“.[1]
Im Deutschen gebräuchliche Ideogramme sind zum Beispiel Zahlzeichen wie „1“ oder „2“ und die Zeichen „%“ (Prozentzeichen), „§“ (Paragraph) oder „€“ (Eurozeichen).[1]
Konventionalisierte Ideogramme, wie sie zum Beispiel als Verkehrsschilder verwendet werden, sind nicht auf eine einzelsprachliche Verwendung beschränkt, da es sich dabei nicht um Zeichen handelt, welche die Bedeutung sprachlicher Äußerungen systematisch ausdrücken.[2]
Zu den Ideographien zählen die Schriften der Indianer (als Bilderschriften) und Elemente der altägyptischen Hieroglyphenschrift. Auch in der Keilschrift sind solche Elemente vorhanden.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Linke, Angelika; Markus Nussbaumer; Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. 5. Auflage. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 55.
- ↑ Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft, 3. Aufl. 2002, ISBN 3-520-45203-0/Ideographie.