Igaliku

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Igaliku (Verlassener Kochplatz)
Garðar
Sicht auf Igaliku
Sicht auf Igaliku
Kommune Kommune Kujalleq
Geographische Lage 60° 59′ 27″ N, 45° 25′ 9″ W60.990833333333-45.4191666666670Koordinaten: 60° 59′ 27″ N, 45° 25′ 9″ W
Igaliku (Grönland)
Igaliku
Höhe m
Einwohner 30 (1.1.2012)
Gründung 1782
Zeitzone UTC−3
Besonderheiten nordische Ruinen

Igaliku (in der Wikingerzeit: Garðar) ist eine kleine Schafzüchtersiedlung 34 km nordöstlich von Narsaq im Süden Grönlands am Ende des Aniaaq (Igalikufjord).

Geschichte[Bearbeiten]

Ruinen von Gardar

In der Zeit der nordischen Siedlung auf Grönland im Mittelalter war hier der Bischofssitz; der Ort hieß damals Gardar (Garðar). Die Domkirche war für das damalige Grönland ungewöhnlich groß und gut ausgebaut: Sie war 27 Meter lang und bis zu 16 Meter breit und vermutlich sogar mit Glasfenstern ausgestattet. Von ihr ist jedoch wenig erhalten; die besterhaltenen Ruinen sind die des Bischofshauses und seines Stalles.[1]

Das heutige Igaliku wurde 1782 von dem aus Norwegen stammenden Kaufmann Anders Olsen und seiner grönländischen Frau Tuperna gegründet.

Am 6. August 2004 besuchte der damalige US-Außenminister Colin Powell den Ort und unterzeichnete mit den Außenministern Grönlands und Dänemarks, Josef Motzfeldt und Per Stig Møller, an den Ruinen einen Vertrag zum Ausbau der Thule Air Base im Rahmen der National Missile Defense.[2]

Igaliku heute[Bearbeiten]

Die Siedlung hat heute 30 Einwohner, die hauptsächlich von Schafzucht leben. In Igaliku gibt es eine Jugendherberge und einen kleinen Supermarkt. Der Ort ist Ausgangspunkt für Besteigungen des Bergs Illerfissalik. Eine beliebte Trekkingroute führt in fünf bis sieben Tagen nach Qaqortoq (Julianehåb).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Heinz Barüske: Grönland: Kultur und Landschaft am Polarkreis. DuMont, Köln 1990, ISBN 3-7701-1544-9.
  2. denmark.dk: History made in Southern Greenland