Ignaz von Olfers

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Ignaz von Olfers

Ignaz Franz Werner Maria von Olfers (* 30. August 1798 in Münster; † 23. April 1872 in Berlin) war Naturwissenschaftler, Diplomat und Generaldirektor der Königlichen Museen zu Berlin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Familie

Er war der Sohn des Hofrats Franz Theodor von Olfers. Er heiratete am 3. Dezember 1823 in Berlin Hedwig von Staegemann (1799-1891), die Tochter des Juristen, Dichters und Staatsrates Friedrich August von Staegemann (1763-1840) und der Elisabeth Fischer, geschiedene Graun (1761-1835). Der Ehe entstammen vier Kinder:

[Bearbeiten] Leben

Ignaz von Olfers studierte in Heidelberg, wo er seit 1819 Mitglied des Corps Guestphalia war. Er war promovierter Mediziner und Legationsrat in der preußischen Gesandtschaft in Neapel. Nach einem längeren Aufenthalt in Brasilien, dem naturwissenschaftliche Forschungen zugrunde lagen, wurde er 1831 preußischer Gesandter in Bern.

Auf Vermittlung von Wilhelm von Humboldt und seinem Bruder Alexander, wurde Ignaz von Olfers 1839 zum Generaldirektor der Königlichen Museen in Berlin ernannt. Er war einer der engsten Vertrauten des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. und für diesen neben Alexander von Humboldt wichtigster Verbindungsmann zu den Naturwissenschaften und den Schönen Künsten. Olfers plante und entwarf mit dem Architekten Friedrich August Stüler den Umbau der Museumsinsel in Berlin.

1856 wurde er zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ernannt.

Infolge eines Streits mit Gustav Friedrich Waagen, dem damaligen Direktor der Königlichen Gemäldegalerie, über die gescheiterte Restauration eines Bildes von Andrea del Sarto, erlitt Olfers einen Schlaganfall. Nach fünfjährigem Krankenlager verstarb Olfers 1872 in Berlin und wurde auf dem Alten Domfriedhof der Katholischen St. Hedwigsgemeinde in der Liesenstraße bestattet.

[Bearbeiten] Briefwechsel

  • E. W. M. von Olfers (Hrsg.): Briefe Alexander von Humboldts an Ignaz von Olfen Generaldirektor der Königlichen Museen in Berlin, N. E. Sebald, Nürnberg 1913

[Bearbeiten] Literatur

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