Ignaz von Olfers

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Ignaz von Olfers

Ignaz Franz Werner Maria von Olfers (* 30. August 1793 in Münster (Westfalen); † 23. April 1871 in Berlin) war ein deutscher Naturwissenschaftler und Diplomat. Zuletzt war er Generaldirektor der Königlichen Museen zu Berlin.

Familie[Bearbeiten]

Er war der Sohn des Hofrats Franz Theodor v. Olfers. Er heiratete am 3. Dezember 1823 in Berlin Hedwig v. Staegemann (1799-1891), die Tochter des Dichterjuristen und Preußischen Staatsrates Friedrich August von Staegemann (1763-1840) und der Elisabeth Fischer gesch. Graun (1761-1835). Der Ehe entstammen vier Kinder:

Leben[Bearbeiten]

Ignaz von Olfers studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er 1819 Mitglied des Corps Guestphalia Heidelberg wurde.[2] Er war promovierter Mediziner und Legationsrat in der preußischen Gesandtschaft in Neapel. Nach einem längeren Aufenthalt in Brasilien, dem naturwissenschaftliche Forschungen zugrunde lagen, wurde er 1831 preußischer Gesandter in Bern.

Auf Vermittlung von Wilhelm von Humboldt und seinem Bruder Alexander wurde Ignaz von Olfers 1839 zum Generaldirektor der Königlichen Museen in Berlin ernannt. Er war einer der engsten Vertrauten des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. und für diesen neben Alexander von Humboldt wichtigster Verbindungsmann zu den Naturwissenschaften und den Schönen Künsten. Olfers plante und entwarf mit dem Architekten Friedrich August Stüler den Umbau der Museumsinsel in Berlin.

1854 wurde Olfers Ehrenmitglied des 1853 gegründeten Katholischen Lesevereins (jetzt KStV Askania-Burgundia) Berlin, der ersten Korporation im KV. 1856 wurde er zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ernannt.

Infolge eines Streits mit Gustav Friedrich Waagen, dem damaligen Direktor der Königlichen Gemäldegalerie, über die gescheiterte Restauration eines Bildes von Andrea del Sarto, erlitt Olfers einen Schlaganfall. Nach fünfjährigem Krankenlager verstarb Olfers 1872 in Berlin und wurde auf dem Alten Domfriedhof der St.-Hedwigs-Gemeinde bestattet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die beiden Brüder waren Mitglieder des Corps Masovia
  2. Kösener Korps-Listen 1910, 112, 162

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Ignaz von Olfers – Quellen und Volltexte