Igor Štohl

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Igor Štohl 2006 bei einem Bundesliga-Wettkampf in Berlin
Name Igor Štohl
Verband TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei
SlowakeiSlowakei Slowakei
Geboren 27. September 1964
Bratislava, Tschechoslowakei
Titel Großmeister (1992)
Aktuelle Elo-Zahl 2498 (Dezember 2014)
Beste Elo-Zahl 2600 (Juli 1999)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Igor Štohl (* 27. September 1964 in Bratislava) ist ein slowakischer Schachmeister und Schachpublizist.

Werdegang[Bearbeiten]

Igor Štohl, SFR Neukölln, 1998 in Solingen.[1]

Štohl hat das Schachspiel mit zehn Jahren erlernt. 1982 wurde er Zweiter bei der Juniorenweltmeisterschaft, ein Jahr später Internationaler Meister. Im Jahr 1984 war er slowakischer Meister. Er gewann mehrere internationale Turniere, unter anderem die Dortmunder Schachtage 1991.[2] Im Jahr 1992 erhielt er den Großmeistertitel.[3]

Seit Jahren arbeitet er für ChessBase, wo er auch an einer Monographie über den Weltmeister Emanuel Lasker mitgewirkt hat. Seit 2012 trägt er den Titel FIDE Senior Trainer.

Štohl ist ein promovierter Jurist, hat aber nie in diesem Bereich gearbeitet. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Igor Štohl nahm an fünf Schacholympiaden teil, und zwar 1990 und 1992 für die Tschechoslowakei, 1994, 2000 und 2006 für die Slowakei.[4] Außerdem nahm an den Mannschaftseuropameisterschaften 1989 (für die Tschechoslowakei), 1997, 1999 und 2001 (für die Slowakei) teil.[5]

Vereine[Bearbeiten]

In der Slowakei spielte Štohl für den MSK Martin, den SK Slovan Bratislava, mit dem er 2013 Mannschaftsmeister wurde[6] und am European Club Cup 1998 teilnahm[7] sowie die Mannschaft von Corpora Lipovec, mit der er 2001 und 2002 am European Club Cup teilnahm[7]. In der tschechischen Extraliga spielte er in der Saison 1993/94 für den TJ Bohemians Prag, mit dem er Meister wurde und am European Club Cup 1994 teilnahm[8], in der Saison 1994/95 für den ŠK CSABI Slavia Havířov, von 1995 bis 1998 für die Mannschaft von A64 MILO Olomouc, mit der er 1998 Meister wurde und am European Club Cup 1996 teilnahm[7], in der Saison 1999/2000 für den ŠK Dům armády Prag, von 2000 bis 2003 für den ŠK Hagemann Opava, mit dem er 2002 Meister wurde, von 2003 bis 2006 für den ŠK Bauset Pardubice, mit dem er 2005 und 2006 Meister wurde, von 2007 bis 2010 für den TJ Zikuda Turnov, seit 2012 spielt er für den TJ TŽ Třinec.[9] In der deutschen 1. Bundesliga spielte Štohl von 1990 bis 1995 für den Münchener SC 1836, von 1995 bis 1997 für den Delmenhorster Schachklub, von 1997 bis 2004 für die SF Neukölln und von 2006 bis 2008 für den TSV Bindlach-Aktionär. Ab der Saison 2009/10 war er für den SV Hattingen fünft- und viertklassig gemeldet. In der österreichischen 1. Bundesliga (bis 2003 Staatsliga A) spielte Štohl von 1990 bis 1994 für den SK Flötzersteig-Breitensee, in der Saison 1996/97 für Energy Trade-Excalibur Friedberg, von 2000 bis 2002 für Union Raika Gamlitz, von 2004 bis 2007 für Union Styria Graz, mit denen er 2006 Meister wurde, und von 2007 bis 2010 für den SK Advisory Invest Baden, mit dem er 2008 Meister wurde. In Ungarn spielte er bis 2002 für Nagykanizsa TSK und von 2002 bis 2010 für den Csuti Antal SK. Zalaegerszeg, mit dem er 2003, 2004, 2005, 2006 und 2008 die Mannschaftsmeisterschaft gewann und am European Club Cup 2004 teilnahm[7]. In Polen spielte er 1999 und 2000 für KS MOSiR-Budosak Zabrze[10], in Kroatien spielt er für Osijek.

Schachbücher[Bearbeiten]

  • Vilnius 1960, 2001
  • Instructive Modern Chess Masterpieces, Gambit Publications Ltd, 2001, ISBN 1-904600-04-2 (deutsche Übersetzung: Instruktive Meisterwerke aus der modernen Schachpraxis, 2003)
  • Garry Kasparov's Greatest Chess Games, Volume 1, Gambit Publications Ltd, 2005 (deutsche Übersetzung: Garri Kasparows beste Schachpartien Band 1, 2005)
  • Garry Kasparov's Greatest Chess Games, Volume 2, Gambit Publications Ltd, 2006 (deutsche Übersetzung: Garri Kasparows beste Schachpartien Band 2, 2007)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Igor Štohl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsche Bundesliga 1998/99, Runde 5: Spielort Solingen auf TeleSchach
  2. Dortmunder Schachtage 1991
  3. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 81
  4. Igor Štohls Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  5. Igor Štohls Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  6. Ergebnisse der slowakischen Extraliga 2012/13 bei chess-results.com
  7. a b c d Igor Štohls Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)
  8. Ergebnisse des TJ Bohemians Prag beim European Club Cup 1994 auf olimpbase.org (englisch)
  9. Igor Štohls Ergebnisse in der tschechischen Extraliga auf olimpbase.org (englisch)
  10. Igor Štohls Ergebnisse bei polnischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)