Igor Antón

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Igor Anton Straßenradsport
Igor Antón bei der Euskal Bizikleta 2008
Igor Antón bei der Euskal Bizikleta 2008
zur Person
Geburtsdatum 2. März 1983
Nation SpanienSpanien Spanien
Fahrertyp Bergfahrer
zum Team
Aktuelles Team Movistar Team
Disziplin Straße
Funktion Fahrer
Team(s)
2004-2013
2014
Euskaltel-Euskadi
Movistar Team
Wichtigste Erfolge

vier Etappen Vuelta a España
eine Etappe Giro d’Italia

Infobox zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2012

Igor Antón Hernández (* 2. März 1983 in Galdácano, Spanien) ist ein baskischer Profi-Radrennfahrer. Igor Antón ist seit 2005 Radprofi im Team Euskaltel-Euskadi und gilt als Bergspezialist. Bereits 2006 gewann er eine Bergetappe der Vuelta a España.

Biographie[Bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten]

Während seiner Zeit als Junior errang er 13 Siege. Im September 2004 debütierte er bei der Tour de l’Avenir als Stagiaire im Team Euskaltel-Euskadi.

Profi[Bearbeiten]

Nach nur wenigen Monaten als Profi beeindruckte Igor Antón beim Giro d’Italia 2005, wo er sich während des Rennens sogar vor Samuel Sánchez den Rang des Kapitäns erarbeitete.

2006 gewann Igor Antón als 23-Jähriger die 16. Etappe der Vuelta a Espana, eine schwere Bergetappe mit Ziel am Calar-Alto-Observatorium auf 2168 Metern Höhe, sein erster Profisieg überhaupt. Am Ende der Rundfahrt belegte er den 15. Platz in der Gesamtwertung. Er gewann auch eine Etappe und die Gesamtwertung der Escalada a Montjuïc.

Im darauffolgenden Jahr gewann er eine verregnete Bergankunft der Tour de Romandie 2007 und wurde Siebter der Gesamtwertung. Seine erste Tour de France beendete er nach der elfte Etappe, fuhr aber eine sehr gute Vuelta a España als Helfer seines Freundes und Kapitäns Samuel Sánchez, der die Vuelta als Dritter beendete. Antón selbst erreichte im Gesamtklassement den achten Platz.

Nach einem von Verletzungen geprägten Saisonstart 2008 gewann Igor Antón eine Etappe der Tour de Suisse, trug mehrere Tage das Gelbe Trikot des Gesamtführenden und wurde schließlich Dritter der Rundfahrt. Er verzichtete auf die Tour de France, um sich auf die Vuelta a España 2008 vorzubereiten. Nach einem für seine Verhältnisse guten Zeitfahren in Ciudad Real, wo er nur zweieinhalb Minuten auf den Etappensieger Levi Leipheimer verlor, gehörte er in den Pyrenäen immer zur Favoritengruppe. Als Sechster der Gesamtwertung stürzte er in der letzten Abfahrt vor der Bergwertung und musste die Vuelta und die Saison beenden.

Nach seiner langwierigen Sturzverletzung des Vorjahres verlief seine Saison 2009 mäßig. Die Tour de France beendete er nach mehreren Stürzen als 66., bei der Vuelta a España wurde er 33.

Überraschend gewann Antón 2010 die Königsetappe der Vuelta a Castilla y León vor Alberto Contador und holte sich das Führungstrikot, welches er allerdings nach dem abschließenden Zeitfahren wieder an Contador abgeben musste. Antón fuhr ein sehr gutes Frühjahr bei den Ardennenklassikern mit einem vierten Platz beim Flèche Wallonne und einem sechsten bei Liège-Bastogne-Liège. Bei der Vuelta a España 2010 erreichte Antón den dritten Platz der dritten Etappe und gewann einen Tag darauf die vierte Etappe. Auf der achten Etappe hielt er den Anschluss an die Favoriten und holte sich das Führungstrikot, welches er durch eine Zeitgutschrift auf der zehnten Etappe wieder an Joaquim Rodríguez abgeben musste. Mit seinem Sieg auf der elften Etappe holte er sich dieses einen Tag später wieder zurück. Auf der 14. Etappe stürzte Antón und musste das Rennen aufgeben.[1]

Beim Giro d’Italia 2011 gewann er die Etappe auf dem gefürchteten Monte Zoncolan, welcher auf 10,1 Kilometern eine durchschnittliche Steigung von 11,9 % mit Rampen von bis zu 22 % aufweist. Durch seinen Sieg übernahm er den dritten Gesamtrang, am folgenden Tag konnte er diesen jedoch aufgrund der Anstrengungen des Vortages nicht verteidigen. Von nun an stellte er sich in den Dienst seines Teamkollegen Mikel Nieve und erreicht noch den 18. Rang in der Gesamtwertung. Bei der Vuelta a España gewann er die 19. Etappe in Bilbao im Alleingang. Für ihn als Baske war es ein sehr spezieller Sieg, den er im Baskenland feiern durfte. In der Gesamtwertung war er allerdings schon sehr weit zurückgefallen.

Seine ersten guten Platzierungen 2012 fuhr Anton bei der Vuelta a Andalucía ein, als er auf den beiden Bergetappen Sechster und Neunter wurde. In der Gesamtwertung war er als 15. Bester seines Teams. Im März wurde er bei der Bergetappe des Critérium International Siebter und sicherte sich so diesen Rang auch in der Gesamtwertung. Beim baskischen Eintagesrennen Klasika Primavera war er bis zuletzt in der Spitzengruppe, offenbarte im Sprint allerdings seine Schwäche und musste sich so Giovanni Visconti und Alejandro Valverde geschlagen geben und wurde Dritter.

Erfolge[Bearbeiten]

2004
2006
2007
2008
2009
2010
2011

Ergebnisse bei den dreiwöchigen Landesrundfahrten[Bearbeiten]

Platzierungen bei den „Grands Tours“
Rundfahrt 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Giro d’Italia 83. - - - - - 18. - -
Tour de France - - DNF - 66. - - - 23.
Vuelta a España - 15. 8. DNF 33. DNF 33. 9. 20.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Radsport-News.com: Anton nach Sturz draußen, Nibali übernimmt Rot. 11. September 2010, abgerufen am 11. September 2010.