Igor Levit

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Igor Levit, 2013

Igor Levit (russisch: Игорь Левит; * 1987 in Gorki, heute Nischni Nowgorod) ist ein russisch-deutscher Pianist.

Leben[Bearbeiten]

Erste Unterweisung im Klavierspiel erhielt Levit im Alter von drei Jahren durch seine Mutter Elena Levit, eine Schülerin von Berta Marantz (1907–1998), die bei Heinrich Neuhaus studiert hatte.[1] Nach einem Jahr konzertierte er mit dem Philharmonischen Orchester seiner Geburtsstadt Nischni Nowgorod. 1995 übersiedelte seine jüdische Familie von Russland nach Hannover, wo er das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium besuchte[2]. Levit studierte 1999–2000 am Mozarteum Salzburg bei Hans Leygraf und 2000–2010 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke.

Seit 2000 konzertiert Levit in Europa, USA und Israel. Klavierkonzerte spielte er mit dem English Chamber Orchestra, der NDR Radiophilharmonie Hannover, den Nürnberger Symphonikern, den Stuttgarter Philharmonikern und dem Israel Philharmonic Orchestra. Kammermusik macht er mit Mischa Maisky, Sergei Alexandrowitsch Krylow, Kim Kashkashian, Gavriel Lipkind, Daniel Müller-Schott. Mit Maxim Vengerov und Alisa Weilerstein spielt Levit im Klaviertrio.

Seit 2003 ist Levit Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und seit 2005 Stipendiat der Villa Musica. Ein Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben ermöglichte ihm 2009 die Teilnahme am Meisterkurs bei Yoheved Kaplinsky an der Juilliard School in New York City.[3]

Eleonore Büning bescheinigte ihm 2010 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, schon vor dem Examen „einer der großen Pianisten dieses Jahrhunderts“ zu sein.[4] Im Oktober 2011 strahlte 3sat den 45-minütigen Dokumentarfilm Igor Levit – mein Liszt über den Pianisten und seine Vorliebe für die Musik Franz Liszts aus.

Preise[Bearbeiten]

  • Zweiter Preis, International Maria Callas Grand Prix, Athen 2004
  • Erster Preis, International Hamamatsu Piano Academy Competition, Hamamatsu 2004
  • Zweiter Preis, Kissinger Klavierolymp, Bad Kissingen 2004
  • Silbermedaille und drei weitere Preise[5], Arthur Rubinstein International Piano Master Competition, Tel Aviv 2005
  • Förderpreis, Praetorius Musikpreis, Niedersachsen 2005
  • Luitpoldpreis für junge Künstler, Kissinger Sommer, Bad Kissingen 2009

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berta Marantz. In: Musica Amata (Website).
  2. Uwe Rademacher: Fünf Jahre KWR-Stiftung. In: KWR-Stiftung.de, 21. September 2013.
  3. Carl-Heinz Illies-Förderstipendium, Ehemalige Stipendiaten. PDF. In: Deutsche Stiftung Musikleben (Website).
  4. Eleonore Büning: Eine große Erschütterung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. Mai 2010.
  5. Sonderpreis für Kammermusik, Publikumspreis und Sonderpreis für die beste Aufführung des zeitgenössischen Pflichtstücks

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Igor Levit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien