Igor Rausis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Igors Rausis.jpg
Igor Rausis beim Schachturnier
11. Winterthurer Schachwoche 2011
Schreibweisen Igors Rausis (lettisch)
Land TschechienTschechien Tschechien
Geboren 7. April 1961
Kommunarsk, Ukrainische SSR
Titel Großmeister
Aktuelle Elo-Zahl 2569 (Oktober 2014)
Beste Elo-Zahl 2582 (Januar 2000)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Igor Rausis (* 7. April 1961 in Kommunarsk, Ukrainische SSR) ist ein tschechischer Schachgroßmeister.

Er begann seine Schachkarriere noch in der ukrainischen Teilrepublik der Sowjetunion, Mitte der 1980er-Jahre ging er in die lettische Teilrepublik und spielte bis 2003 für Lettland. In den Jahren von 2003 bis 2007 spielte er für Bangladesch[1], seit 2007 ist er bei der FIDE für Tschechien gemeldet.[2] Rausis erhielt im Jahr 1992 den Großmeistertitel. Für die lettische Nationalmannschaft spielte er dreimal (in den Jahren 1996, 1998 und 2002) bei der Schacholympiade.[3] Rausis war der Trainer der Nationalmannschaft der Vereinigten Arabischen Emirate,[4] bei der Schacholympiade 2008 war er Trainer der Nationalmannschaft Bangladeschs, bei der Schacholympiade 2010 und auch heute (Stand: Oktober 2011) ist er der Nationaltrainer Algeriens.[5] In Jahren 1985/86 war er einer der ersten Trainer von Alexei Schirow,[6] er hat auch den U-20 Juniorenweltmeister Ahmed Adly trainiert.[7]

Rausis siegte oder belegte vordere Plätze in mehreren Turnieren: I–III. Platz in Saint Martin (1991), I. Platz in Moskau (1992), I–II. Platz in Viernheim (1992), I–III. Platz in Las Palmas (1995), I–II. Platz in Gausdal (1995), I. Platz in Enghien-les-Bains (1995), I. Platz in Jyväskylä (1996), I. Platz in Willsbach (1997), I–II. Platz in Gausdal (2000), I–VII. Platz in Kairo (2001)[8], I–IV. Platz in Gausdal (2002), I. Platz in Bad Bocklet (2002), I. Platz in Lienz (2003), I–III. Platz in Bogny-sur-Meuse (2004), I–IV. Platz in Esbjerg (2006)[9], II–III. Platz beim Keres Memorial in Tallinn (2008), II. Platz beim GM-Turnier Aluschta (2008), I. Platz in Uxbridge 2009 und 2010[10] und I. Platz beim Open in Dieppe 2010.[11]

Rausis spielte lange in der tschechischen Extraliga für BŠŠ Frýdek-Místek, seit der Saison 2011/12 spielte er für ŠK Labortech Ostrava'. In der österreichischen Bundesliga wurde er mit dem SK Baden im Jahr 2008 Mannschaftsmeister. In der deutschen Schachbundesliga spielte er in der Saison 1998/99 für den SC Viernheim und später in der 2. Liga für den SC Schwegenheimund ab Jahr 2012 für den Godesberger SK. In Frankreich spielt er in der Nationale 1 für Orcher la Tour.[12].In Belgien spielte er für Cercle des Echecs de Charleroi.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Igor Rausis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chess Players who changed federations in 2003 (englisch)
  2. Chess Players who changed federations in 2007 (englisch)
  3. Olimpbase (englisch)
  4. Freitag ist Frei-Tag in Dubai abgerufen am 15. Oktober 2011
  5. FÉDÉRATION ALGÉRIENNE DES ÉCHECS abgerufen am 15. Oktober 2011
  6. Alexei Schirow: Fire on Board, Shirov’s Best Games, Everyman Publishers 1996, Seite 16
  7. 'The greatest Arab player since Stamma' abgerufen am 15. Oktober 2011
  8. ChessBase Megabase 2008
  9. Individual Calculations: Rausis, Igor (englisch)
  10. ChessBase Megabase 2011
  11. Archive. Tournament report November 2010 (englisch), abgerufen am 13. Oktober 2011
  12. echecs.asso.fr abgerufen am 15. Oktober 2011 (französisch)