Igor Rausis

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Igors Rausis.jpg
Igor Rausis beim Schachturnier
11. Winterthurer Schachwoche 2011
Verband TschechienTschechien Tschechien
Geboren 7. April 1961
Kommunarsk, Ukrainische SSR
Titel Internationaler Meister (1990)
Großmeister (1992)
Aktuelle Elo-Zahl 2585 (Dezember 2014)
Beste Elo-Zahl 2586 (November 2014)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Igor Rausis (* 7. April 1961 in Kommunarsk, Ukrainische SSR) ist ein tschechischer Schachgroßmeister.

Er begann seine Schachkarriere noch in der ukrainischen Teilrepublik der Sowjetunion, Mitte der 1980er-Jahre ging er in die lettische Teilrepublik und spielte bis 2003 für Lettland. In den Jahren von 2003 bis 2007 spielte er für Bangladesch[1], seit 2007 ist er bei der FIDE für Tschechien gemeldet.[2] Rausis erhielt im Jahr 1992 den Großmeistertitel. Für die lettische Nationalmannschaft spielte er dreimal (in den Jahren 1996, 1998 und 2002) bei der Schacholympiade[3] sowie bei Mannschaftsweltmeisterschaft 1993.[4] Rausis war der Trainer der Nationalmannschaft der Vereinigten Arabischen Emirate,[5] bei der Schacholympiade 2008 war er Trainer der Nationalmannschaft Bangladeschs, bei der Schacholympiade 2010 und auch heute (Stand: Oktober 2011) ist er der Nationaltrainer Algeriens.[6] In Jahren 1985/86 war er einer der ersten Trainer von Alexei Schirow,[7] er hat auch den U-20 Juniorenweltmeister Ahmed Adly trainiert.[8]

Rausis siegte oder belegte vordere Plätze in mehreren Turnieren: I–III. Platz in Saint Martin (1991), I. Platz in Moskau (1992), I–II. Platz in Viernheim (1992), I–III. Platz in Las Palmas (1995), I–II. Platz in Gausdal (1995), I. Platz in Enghien-les-Bains (1995), I. Platz in Jyväskylä (1996), I. Platz in Willsbach (1997), I–II. Platz in Gausdal (2000), I–VII. Platz in Kairo (2001)[9], I–IV. Platz in Gausdal (2002), I. Platz in Bad Bocklet (2002), I. Platz in Lienz (2003), I–III. Platz in Bogny-sur-Meuse (2004), I–IV. Platz in Esbjerg (2006)[10], II–III. Platz beim Keres Memorial in Tallinn (2008), II. Platz beim GM-Turnier Aluschta (2008), I. Platz in Uxbridge 2009 und 2010[11] und I. Platz beim Open in Dieppe 2010.[12]

Rausis spielt in der tschechischen Extraliga seit 2007 für BŠŠ Frýdek-Místek, unterbrochen durch die Saison 2011/12, in der er für ŠK Labortech Ostrava spielte.[13] In der österreichischen Bundesliga wurde er mit dem SK Advisory Baden, für den er von 2006 bis 2009 spielte, in der Saison 2007/08 Mannschaftsmeister. In der deutschen Schachbundesliga spielte er in der Saison 1998/99 für den SC Viernheim und später in der 2. Liga für den SC Schwegenheim und ab Jahr 2012 für den Godesberger SK. In Frankreich spielt er in der Nationale 1 für Orcher la Tour[14], mit dem er bis 2008 in der höchsten Spielklasse, der Top 16, spielte. In Belgien spielte er in der Saison 2004/05 für die zweite Mannschaft des KSK 47 Eynatten, in der Saison 2008/09 und erneut in der Saison 2013/14 für Cercle des Echecs de Charleroi, von 2009 bis 2013 spielte er für den KSK Rochade Eupen-Kelmis.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Igor Rausis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chess Players who changed federations in 2003 (englisch)
  2. Chess Players who changed federations in 2007 (englisch)
  3. Igor Rausis' Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  4. Igor Rausis' Ergebnisse bei Mannschaftsweltmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  5. Freitag ist Frei-Tag in Dubai abgerufen am 15. Oktober 2011
  6. FÉDÉRATION ALGÉRIENNE DES ÉCHECS abgerufen am 15. Oktober 2011
  7. Alexei Schirow: Fire on Board, Shirov’s Best Games, Everyman Publishers 1996, Seite 16
  8. 'The greatest Arab player since Stamma' abgerufen am 15. Oktober 2011
  9. ChessBase Megabase 2008
  10. Individual Calculations: Rausis, Igor (englisch)
  11. ChessBase Megabase 2011
  12. Archive. Tournament report November 2010 (englisch), abgerufen am 13. Oktober 2011
  13. Igor Rausis' Ergebnisse in der tschechischen Extraliga auf olimpbase.org (englisch)
  14. echecs.asso.fr abgerufen am 15. Oktober 2011 (französisch)